„Aktenzeichen XY“-Moderator Rudi Cerne im ZDF-Studio
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In der Sendung „Aktenzeichen XY“ stellt Moderator Rudi Cerne ungelöste Kriminalfälle vor.

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Nach „Aktenzeichen XY“-Sendung: Mordfälle aus Niedersachsen - Neue Spur durch Zuschauerhinweise?

Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ informierte über zwei Mordfälle aus Niedersachsen. Nun haben die Polizei bereits mehrere Hinweise erreicht.

  • Bei „Aktenzeichen XY... ungelöst“ ging es am Mittwoch (13.01.2021) um zwei Mordfälle aus Niedersachsen.
  • Zakia Mansour wurde 1994 ermordet, erst 2020 wurde sie identifiziert. Im März 2020 wurde Walter Schütte leblos in seiner Wohnung in Niedersachsen aufgefunden.
  • Nach der Ausstrahlung berichtet die Polizei über mehrere eingegangene Hinweise zu den Mordfällen.

Update vom Donnerstag, 14.01.2021, um 10.45 Uhr: Am Mittwochabend (13.01.2021) wurde in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ über gleich zwei Mordfälle aus Niedersachsen berichtet. Laut Angaben der Deutschen-Presse-Agentur (dpa) haben die Ermittler kurze Zeit später bereits mehrere Hinweise zu den Fällen bekommen.

Bei einem Fall aus dem Landkreis Gifhorn handelt es sich um einen Mord an einer jungen Frau, die am 26. Dezember 1994 tot in einem Wasserloch an einem Feldweg aufgefunden wurde. Doch erst im vergangenen Jahr konnte die Identität der Frau geklärt werden: Bei der leblosen Frau handelt es sich um die 28-jährige tunesische Staatsangehörige Zakia Mansour, die sich damals erst wenige Tage in Deutschland aufhielt. „Wir haben zwei vage Informationen erhalten, die konkret genug sind, um ihnen nachzugehen“, so ein Polizeisprecher aus Gifhorn. Jedoch sei es noch zu früh, um zu bewerten, ob die Ansätze hilfreich sein könnten.

Auch der Tod eines älteren Mannes in Fischbeck, in der Gemeinde Hessisch Oldendorf, war am Mittwochabend Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Der 71-jährige Walter Schütte wurde am 01.05.2020 von seiner Lebensgefährtin und einem Bekannten leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Da das Opfer eine Schussverletzung am Kopf hatte, geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus. Ein Polizeisprecher aus Hameln informierte, dass zu diesem Fall nach der Ausstrahlung rund zwanzig Hinweise eingegangen seien, die jetzt weiter untersucht werden.

Zwei Mordfälle aus Niedersachsen bei Aktenyzeichen XY im ZDF

Erstmeldung vom Mittwoch, 13.01.2021, 20.06 Uhr: Göttingen - Zwei Mordfälle aus Niedersachsen stehen in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY.. ungelöst“ am Mittwoch (13.01.2021) im Fokus. Beide Fälle werfen Rätsel auf, entscheidende Hinweise fehlen bislang. Daher bittet die Polizei um die Mithilfe der Zuschauer.

Der erste Fall war bereits im vergangenen Jahr Thema in einer Folge von „Akzenzeichen XY“ im ZDF. Es handelt sich um einen Mordfall der bereits etwa 26 Jahre zurückliegt: Am 2. Weihnachtstag 1994 wurde nördlich von Braunschweig (Ortsteil Eickhorst) eine brutal ermordete Frau in einem Wasserloch gefunden. 25 Jahre später konnte ihre Identität festgestellt werden, schreibt das ZDF in einer Meldung zur aktuellen Folge von „Aktenzeichen XY... ungelöst“.

„Akzenzeichen XY“ im ZDF: Wer hat Zakia Mansour ermordet?

Bei der ermordeten Frau handelt es sich um Zakia Mansour. Zum Zeitpunkt ihrer Ermordung war sie gerade einmal 11 Tage in Deutschland. Sie war am 13. Dezember 1994 am Flughafen Hannover gelandet und hielt sich anschließend im Raum Wolfsburg und Salzgitter in Niedersachsen auf.

Vor ihrer Ermordung hatte Zakia Mansour ihrem 6-jährigen Sohn in Tunesien geschrieben, wie sehr sie ihn vermisst. Er half 25 Jahre später, seine getötete Mutter zu identifizieren. Ein Zeuge hat Zakia Masour am 16., 17. oder 23.12.1994 in der inzwischen abgerissenen Disko „Nanu“ in Salzgitter in Niedersachsen lebend gesehen. Jetzt hofft die Kriminalpolizei durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ auf weitere Hinweise.

Weiterer Vermisstenfall könnte im Zusammenhang mit dem Mord stehen

Auch ein weiterer Vermisstenfall könnte im Zusammenhang mit dem Mord stehen. Am 24. Dezember 1994 verschwand auch Ganya Thielke in der Nähe von Hannover und Winsen/Luhe. Bis heute fehlt jede Spur von ihr, so das ZDF.

Der zweite ungelöste Mordfall aus Niedersachsen, um den es am Mittwoch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ geht, ist der Fall des 71-jährigen Walter Schütte aus Holzminden. Er wurde am 13. März 2020 erschossen.

„Aktenzeichen XY“ (ZDF): Wer hat Walter Schütte erschossen?

Als Walter Schütte eine Verabredung mit einem Freund nicht einhält und sich auch am nächsten Tag nicht meldet, beschließen ein Freund und Schütte‘s ehemalige Lebensgefährtin mit dem Zweitschlüssel in die Wohnung zu gehen. Dort finden sie ihn laut der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ erschossen im Gästezimmer.

SendungAktenzeichen XY... ungelöst
Erstausstrahlung 20. Oktober 1967
ModeratorRudi Cerne
AusstrahlungZwölfmal jährlich immer mittwochs, 20.15 Uhr, im ZDF

Neben dem Wandtresor in seiner Wohnung findet die Polizei zahlreiche Schlüsselbunde, der Tresor konnte jedoch nicht geöffnet werden. Es fehlen sein Laptop, seine Börse und eine Geldtasche mit Bargeldvorrat. Bislang gibt es laut der Polizei kein Motiv für die Tat - auch wenn es immer wieder Reibereien mit Walter Schütte gab. Klar ist jedoch, laut dem ZDF, dass die Täter mit einer Tötungsabsicht ins Haus kamen.

Die Kriminalpolizei hofft auf Hinweise der „Aktenzeichen XY“-Zuschauer, um das schreckliche Verbrechen klären zu können. 

Ein weiterer Fall aus Hessen gibt trotz vieler Hinweise nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“* weiter Rätsel auf. Auch der Mord am Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war Thema bei „Aktenzeichen XY“*. (Sarah Neumeyer) *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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