Auf Nummer sicher

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Besser ein Schloss zu viel als eins zu wenig: Wenn der Einbrecher schon an der Tür scheitert, tritt er schnell wieder den Rückzug an. Fotos: Ángel García

at. Er präsentiert in Teil 1 stolz sein Einbruchswerkzeug, erkennt in Teil 2 am vollen Briefkasten, dass die Wohnungsmieter im Urlaub sind, und bricht die Tür innerhalb von wenigen Sekunden auf, zeigt in Teil 3, wie er mithilfe eines Plastikstreifens in eine Wohnung einbricht, nutzt in Teil 4 ein angekipptes Fenster und wird in Teil 5 schließlich festgenommen: Hauptdarsteller Peter Trabner spielt in einer 2016 auf Youtube veröffentlichten Mini-Serie einen ehemaligen Profi-Einbrecher, der den Zuschauern zeigt, wie leicht es sein kann, in Häuser einzusteigen.
Die Serie „Die Elster“ ist ein ungewöhnlich unkonventioneller Teil der Präventionskampagne „K-Einbruch“ der deutschen Polizei – und die Tipps dürften in den meisten Fällen auch für Häuser in Spanien zutreffen. Also ein unterhaltsamer Einstieg für alle, die sich selbst, ihre Familie und ihr Hab und Gut vor dem ungewollten Zugriff Krimineller schützen wollen.
Haus sollte bewohnt wirken
112.925 Mal wurde nach offiziellen Angaben des spanischen Innenministeriums im Jahr 2016 in spanische Haushalte eingebrochen. Im Jahr 2015 waren es zwar noch 2,1 Prozent mehr, aber trotzdem: Die Zahlen zeigen, dass es sich lohnt, Vorsorge zu betreiben. Besonders groß ist die Gefahr, wenn die Hausbewohner längere Zeit nicht vor Ort sind, was gerade auf ausländische Residenten, von denen viele nur einen Teil des Jahres in ihrem Haus in Spanien verbringen und öfter mal für einige Wochen in die Heimat reisen, zutrifft. „Es sollte für Außenstehende so aussehen, als wäre jemand zuhause. Auf keinen Fall darf das Haus verlassen erscheinen“, sagt José Vizcaino von der Ortspolizei Benissa und hat auch ein paar praktische Tipps an der Hand. „Fahren Sie die Rollläden nicht ganz runter. Die Klingel sollte angeschlossen bleiben. Gut ist auch eine Zeitschaltuhr fürs Licht, damit es ab und zu an- und ausgeht. Dagegen sollte man das Licht nicht generell anlassen, das würde nachts zu sehr auffallen.“

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