Das Haar in der Suppe

Ausländische Urkunden und ihr Gebrauch in Spanien

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Bei ausländischen Urkunden wird in Spanien die Anwendung spanischer Rechtsnormen verlangt. Foto: Ángel García

Dr. Alexander Steinmetz, Rocío García Alcázar

Ausländische Urkunden in Spanien machen häufig Probleme. Dies soll im folgenden Beispielsfall erläutert werden mit dem Ziel, Probleme nach Möglichkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Der Beschluss der spanischen Aufsichtsbehörde für Register und Notariate (DGRN) vom 14. September 2016 befasste sich mit einer notariellen Erwerbsvollmacht, die vor einem englischen Notar in Liverpool protokolliert worden war. Aufgrund dieser Vollmacht war der Bevollmächtigte befugt, die sogenannte Escritura pública für einen Grundstückskauf zugunsten des Vollmachtgebers abzuschließen.
Der spanische Notar prüfte Form und Inhalt der Vollmacht und beurkundete sodann den Kaufvertrag (Escritura pública de compraventa). Leider war die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der „Wirt“ ist das Registro de la Propiedad (Grundbuchamt) und seine Aufsichtsbehörde, die DGRN. Diese prüfte die Vollmacht auf Herz und Nieren und befand, dass die englische notarielle Vollmacht nicht ausreichend war.

Die beiden Autoren dieses Beitrags sind Partner der Löber Steinmetz & García Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Frankfurt am Main, Köln, Palma de Mallorca und Tenerife,
V +49 (0)69 96221123, Mail: info@loeber-steinmetz.de

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