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Wandern in Andalusien: Der Monte Coronado in Málaga - Berg mit Western-Flair

  • vonNicolas Hock
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Der Monte Coronado in Málaga erinnert an die Kulisse eines Western-Films. Sein Gipfel ist schnell und einfach zu erreichen und bietet eine gute Aussicht über die Stadt.

  • Wandern in Andalusien: Der Monte Coronado in Málaga erinnert aufgrund seiner Form an eine Western-Kulisse.
  • Für den Aufstieg zum Gipfel des Berges benötigt man wenig Zeit.
  • Vom Monte Coronado bietet sich eine herrliche Aussicht auf die Stadt Málaga.

Der Monte Coronado im Norden der Stadt Málaga fällt schon von Weitem auf mit seinem markanten Felsmassiv aus Kalkstein, denn man fühlt sich bei seinem Anblick an die Kulisse eines Western-Films erinnert. Mit etwa 220 Metern ist er nicht einmal halb so hoch wie der rund 500 Meter hohe Monte San Anton über dem Stadtteil El Palo, doch vom Gipfel hat man ebenfalls eine gute Aussicht und der Weg dorthin ist relativ kurz, so dass man eine Wanderung dorthin bestens mit einer Stadtbesichtigung kombinieren kann.

Gipfel des Monte Coronado in Málaga ist in 20 Minuten zu erreichen

Der eigentliche Aufstieg beginnt an der Repsol-Tankstelle in der Avenida Valle-Inclán, einer vierspurigen Straße, die vom östlichen Ende des Tunnels auf der Umgehungsstraße von Málaga unter der Avenida Carlos Haya bis zum Stadtteil Ciudad Jardín führt. Von dort aus sind es nur 15 bis 20 Minuten bis zum Gipfel, wenn man den schnellsten Weg nimmt.

Der Monte Coronado befindet sich neben dem Stadtbezirk La Palma-Palmilla in Málaga

Wer nicht an der Tankstelle fragen möchte, ob er sein Auto dort eine Weile stehen lassen kann, parkt am besten auf dem großen Parkplatz zwischen dem Rosaleda-Stadion und der Feuerwehr, auf dem einst der Wochenmarkt stattgefunden hat. Dort gibt es fast immer Platz und die ohnehin schon kurze Wanderung verlängert sich dadurch lediglich um etwa 15 Minuten.

Von dem Parkplatz aus läuft man einfach auf das Stadion zu und biegt davor links ab. Immer derselben Straße entlang führt der Weg am Einkaufszentrum La Rosaleda vorbei und danach gleich wieder nach rechts. Nach rund 300 Meter ist die erwähnte Tankstelle erreicht.

Aufstieg zum Monte Coronado beginnt über einen Trampelpfad

Von dort aus geht es zu dem unmittelbar neben der Tankstelle befindlichen Kreisverkehr und dann über einen auf dem Gehsteig des Kreisels beginnenden Trampelpfad eine rund 20 Meter hohe Böschung hinauf. Vor einem türmen sich die ersten Wohnblocks von La Palma-Palmillla auf, einem Stadtteil von extrem schlechtem Ruf aufgrund seiner hohen Kriminalitätsrate. Am Ende der Böschung angekommen, biegt der Pfad jedoch gleich nach links ab und führt aus der bewohnten Zone heraus.

Bis zum Ende des westlich an die Tankstelle angrenzenden Burger-King-Restaurants bleibt der Weg in etwa auf derselben Höhe. Danach geht es ein Stück steil bergauf, bis der Pfad auf einen ausgefahrenen Feldweg mündet, der offenbar in einem weiten Bogen von der West- zur Nordseite des Berges führt. An einer Stelle, an der der Feldweg eine große Links-Kurve beschreibt, verlässt man diesen und nimmt einen am Scheitelpunkt der Kurve beginnenden Trampelpfad.

Weg zum Gipfel des Berges ist nicht ausgeschildert

Nach zwei- bis dreihundert Metern zweigt von diesem Pfad ein weiterer nach rechts ab, dem nun zu folgen ist. Einfach zu erkennen ist der Pfad nicht, da er an seinem Anfang von Pflanzen überwuchert ist, doch von dem vorherigen Weg aus kann ein mitten in der Landschaft liegendes Betonrohr zur Orientierung dienen.

Vom Gipfel des Monte Coronado überblickt man die gesamte Stadt Málaga.

Jetzt geht es direkt auf das Felsmassiv zu. Der Weg wird allmählich breiter und endet schließlich auf einer Plattform vor dem Felsen. Um dorthin zu gelangen, wo das von hier aus noch gar nicht sichtbare Gipfelkreuz steht, nimmt man einen von hier aus gut zu erkennenden Weg, der etwa in der Mitte des rechteckigen Felsens beginnt und schräg in östlicher Richtung hinauf führt. Oben angekommen, sieht man auch bald das Gipfelkreuz und das Ziel ist erreicht.

Ausblick auf die gesamte Stadt Málaga

Von hier aus ist die Aussicht wirklich gut. Direkt zu Füßen sieht man die Wohnblocks von La Palma-Palmilla, dahinter den Stadtteil Ciudad Jardín und etwas weiter im Osten den Monte Victoria und den Monte Gibralfaro mit den beiden Burgen der Stadt. Lässt man den Blick nach rechts kreisen, überschaut man das Rosaleda-Stadion, das Stadtzentrum und den Hafen sowie den gesamten westlichen Teil von Málaga, während man im Norden Wiesen und Brachland und ein Stück der Umgehungsstraße sieht.

Eine große sportliche Herausforderung ist die Besteigung des Monte Coronado zwar nicht, aber ihren Reiz hat sie allemal. Angst davor zu haben, weil der Berg direkt neben dem Problem-Stadtteil La Palma-Palmilla liegt, braucht niemand, denn Raubüberfälle ereignen sich in Málaga eher dort, wo Touristen sind als auf diesem abgelegenen Berg, auf den sich bislang nur sehr wenige Fremde verirrt haben.

Rubriklistenbild: © Nicolas Hock

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