Wandern in Andalusien

Die Fuente del Esparto: Kühler Brunnen in den Bergen von Nerja

  • vonNicolas Hock
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Der Naturpark der Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama in Andalusien bietet viele schöne Wanderungen. Eine davon führt von Nerja aus zum Brunnen Fuente del Esparto über den Picknickplatz El Pinarillo.

Der Naturpark der Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama in Andalusien ist ein wahres Paradies für Wanderer. In dem Bergmassiv, das im Osten der Provinz Málaga die Grenze zur Nachbarprovinz Granada bildet, gibt es Gipfel, die eine Höhe von bis zu etwas mehr als 2.000 Metern erreichen und eine hervorragende Aussicht auf die nur wenige Kilometer entfernten Küstenorte und das Meer bieten.

Eine schöne und leichte Wanderung, bei der keine sportlichen Höchstleistungen erforderlich sind und einige der hohen Berge von unten aus betrachtet werden können, führt von den Höhlen von Nerja über den Picknickplatz El Pinarillo zur Fuente del Esparto. Hierbei handelt es sich um einen Brunnen, der einst den Arbeitern der mittlerweile stillgelegten Eisenerz-Minen im Hinterland von Nerja zum Reinigen der Mineralien diente und heute noch von Wanderern zur Aufstockung ihrer Trinkwasservorräte genutzt wird.

Am Brunnen Fuente del Esparto kann man sich mit kaltem Wasser erfrischen.

Gleich hinter dem heute mit Steinen eingefassten Brunnen befindet sich eine aus drei Häusern bestehende ehemalige Bergarbeiter-Siedlung, die zu einer Herberge umgebaut worden ist und sogar über ein kleines Restaurant verfügt.

Wandern in Andalusien: Weg zur Fuente del Esparto ist gut ausgeschildert

Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz links vor dem Eingang zu den Parkplätzen der berühmten Tropfsteinhöhlen von Nerja. Hier steht ein Schild, das nach links zum Picknickplatz El Pinarillo und zur Fuente del Esparto weist. Als Entfernung zum Picknickplatz sind fünf Kilometer angegeben, doch im Internet veröffentlichten Berichten von Wanderern zufolge, die die Strecke mit ihren GPS-Geräten abgemessen haben, sind es in Wirklichkeit nur etwa vier Kilometer, zu denen noch rund zwei Kilometer bis zur Fuente del Esparto hinzukommen.

Die ehemalige Bergarbeitersiedlung an der Fuente del Esparto ist mittlerweile zu einer Herberge umgebaut worden.

Der ausgeschilderten Richtung folgend, gelangt man nach etwa hundert Metern auf einen breiten Schotterweg, vor dem eine Schranke steht. Diesen Weg, der von Pinien und niedrigen Büschen gesäumt ist, geht es zunächst immer geradeaus. Zur Linken geben die Bäume ab und zu die Sicht frei auf ein schönes Tal mit einem trockenen Flussbett, das als Barranco de la Coladilla de los Cazadores bekannt ist, und beim Blick zurück kann man noch Abschnitte der Küste von Nerja erkennen.

Nach etwa zwei Kilometern kommt man an eine Abzweigung, an der es nach rechts zum 1.508 Meter hohen Pico del Cielo geht und der Picknickplatz El Pinarillo nach links ausgeschildert ist. Einige hundert Meter weiter auf dem Weg zum Picknickplatz kann man den Pico del Cielo mit dem zu ihm hinführenden Bergkamm dann auch zur Rechten sehen.

Erste Station der Wanderung: Der Picknickplatz El Pinarillo

Am Picknickplatz El Pinarillo angekommen, findet man zahlreiche Gruppen von Holztischen und -bänken unter Schatten spendenen Bäumen vor, mehrere aus Steinen gemauerte Grills, einfache Toiletten und Duschen sowie einige alte Schaukeln und andere Spielgeräte für Kinder. Ferner gibt es einen kleinen Kiosk.

Unterwegs zur Fuente del Esparto kann man eine Pause auf dem Picknickplatz El Pinarillo machen.

Weiter geht es, immer auf dem selben Weg bleibend, bis am nördlichen Teil des Picknickplatzes ein Schild auftaucht, auf dem steht, dass es bis zur Fuente del Esparto noch zwei Kilometer sind. Die Steigung wird etwas stärker als zuvor und schon bald sieht man auf der gegenüberliegenden Seite des Tals die ehemalige Bergarbeiter-Siedlung am Zielpunkt. Bis dorthin beschreibt der Weg eine Kurve, um das Tal zu durchqueren und fällt zunächst ab, um auf dem letzten Stück nocheinmal anzusteigen. Unterwegs kann man noch einige Berge erkennen, die beliebte Ziele von Wanderern sind, wie beispielsweise den 1.507 Meter hohen Almendrón, den 1.335 Meter hohen Almendroncillo sowie die Ausläufer des 1.832 Meter hohen Navachica.

Erfrischung am Ziel

Ist die Fuente del Esparto schließlich erreicht, kann man sich erst mal an dem Wasser erfrischen. Dieses ist herrlich kühl und trinkbar, da das Wasser direkt aus den Bergen stammt. Danach kann man auf den Steinbänken vor den zur Herberge umgebauten ehemaligen Bergarbeiter-Häusern sein mitgebrachtes Picknick verzehren oder in dem kleinen Restaurant einkehren.

Rubriklistenbild: © Nicolas Hock

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