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Costa Blanca im deutschen Fernsehen: „Galileo“ zeigt Reis aus Spanien

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Von: Stefan Wieczorek

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Fertig ist der neue „Galileo“-Beitrag über Reisgerichte aus der Region Valencia. Wir waren kürzlich dabei, als sich ein Küchenchef aus Alicante für einen Nachmittag in einen Fernsehkoch des deutschen Senders ProSieben verwandelte.

Alicante - Ein nationales, ja heiliges Gericht ist die Paella zumindest in der Region Valencia. Aber auch in Alicante an der Costa Blanca sind viele typische Reisgerichte aus der Pfanne heimisch. Was den Reis von Spaniens Mittelmeerküste auszeichnet, wollte Anfang des Jahres 2022 das „Galileo“-Team vom TV-Sender ProSieben wissen und begab sich zu zwei spanischen Köchen in Alicante und Valencia. Der zwölfminütige Beitrag, der Anfang Februar im deutschen Fernsehen lief, ist oberhalb dieses Artikels zu sehen. Unseren Bericht vom Januar über den Dreh im Restaurant an der Costa Blanca lesen Sie dagegen im Folgenden:

Costa Blanca: Deutsches Fernsehteam dreht in Alicante Reis-Beitrag

Wo man wirklich guten, typischen Reis aus Alicante bestellen kann - das wissen nicht einmal so viele eingefleischte Alicantiner. Schließlich handelt es sich beim Arroz Alicantino, wie auch bei der authentischen Paella aus Valencia, um ein Essen, das vor allem im Kreis der Familie zelebriert wird. Restaurants dagegen tischen in Städten der Costa Blanca oftmals nicht ganz so authentische Reisgerichte für Touristen auf. Im deutschen Fernsehen jedoch gibt es demnächst ein Lokal mit waschechtem Arroz zu sehen. Das „Galileo“-Fernsehteam hat einen Beitrag über Reisgerichte aus Alicante und Valencia gedreht.

Ein nicht alltäglicher Auftrag war´s, den Pablo Vilarrubias neulich erhielt. In der Küche seines Arbeitsgebers in Alicante ein Reisgericht zu zaubern - das macht er mit verschlossenen Augen. Aber dabei von einem deutschen Fernsehteam gefilmt zu werden, das hat der Koch von Spaniens Mittelmeerküste noch nicht erlebt. Seine Chefin Miriam Gómez hatte zuvor einen Anruf bekommen. Am anderen Ende der Leitung: Fernsehjournalistin und Produzentin Ursula Hochreiter, die seit Jahren für ProSieben, den Bayerischen Rundfunk und Co. spannende TV-Stories erzählt. Sie wolle für „Galileo“ den Reis der Costa Blanca vorstellen.

Mit der Wahl des Restaurants für den TV-Beitrag bewies die Deutsche ein feines Näschen. Das 1981 eröffnete Racó del Pla wird in Sachen Arroz de Alicante bei Feinschmeckern der Stadt geschätzt, befindet sich aber eben nicht auf den typischen Touristen-Pfaden in der Nähe der Explanada. Am guten Ruf des Lokals ist nicht zuletzt der Koch beteiligt, Pablo Vilarrubias führt seit neun Jahren in der Küche Regie. Durchaus war schon das regionale Fernsehen aus Valencia für Beiträge über Reisgerichte an der Costa Blanca da. Aber ein deutsches Fernsehteam - das ist im Reis-Lokal an Spaniens weißer Küste etwas Neues.

„Unser Arroz ist etwas, das wir Alicantiner vor allem mit den Sonntagen in der Familie verbinden.“

Pablo Vilarrubias, Koch von der Costa Blanca

Gemeinsam mit TV-Profis vor heißer Reispfanne

Es kocht und dampft nur so im engen Raum voller Töpfe. Alles ganz normal in der Küche von Pablo Vilarrubias? Na ja, diesmal sind gewisse Zutaten im Stile einer kleinen Ausstellung sorgfältig auf dem Tisch aufgestellt - zwei Teller voller Meeresfrüchte, einer mit Fisch, einer mit Gemüse, zwei Schälchen mit Soßen, eine Schale und ein Sack voller Reis. Und zugegen sind nicht nur Menschen in der schwarzen Uniform des eleganten Restaurants von der Costa Blanca. Sondern auch ein Equipo mit blonden Haaren und Ausrüstung zum Filmen und Tonaufnehmen: Das deutsche Fernsehteam von „Galileo“.

Costanachrichten ist dabei, als sich Journalistin Ursula Hochreiter, Kameramann Jochen Bartelt und Tontechniker Jorge García mit dem Koch vor der heißen Pfanne versammeln. Durchaus entspannt ist die Stimmung beim Dreh der Profis vom bekannten deutschen TV-Sender. Zubereitet wird Arroz de Marisco, der Reis mit Meersfrüchten aus der Region Valencia. Das hatten sich die Deutschen so gewünscht, verrät Pablo Villarrubias später. In aller Ruhe - so scheint es - erklärt er vor laufender Kamera die einzelnen Schritte der Zubereitung vom alicantinischen Reisgericht.

Nicht zu viel Umrühren: Kochen und Landeskunde

Hier und da bittet der deutsche Kameramann Jochen Bartelt den Koch, in die Kamera zu schauen oder eine bestimmte Tätigkeit - auf den Fisch deuten, den Reis umrühren - auszuführen. Während Pablo Villarrubias die Pfanne nach und nach mit den Zutaten für sein Gericht füllt, verrät er so manches Geheimnis hinter dem Arroz der Costa Blanca. Ein gutes Anbraten „verleiht einen anderen, besonderen Geschmack“, erklärt der Reis-Profi. Und das recht viele Umrühren mache er nur für die Kamera. „Der Reis muss in der Pfanne ruhen“, lächelt Villarrubias mit den Augen hinter seiner Corona-Maske.

In einer Küche filmt ein Team einen Koch vor einer Pfanne.
Costa Blanca: Deutsches Fernsehteam filmt „Galileo“-Beitrag über Reisgerichte aus Alicante. © Stefan Wieczorek

Auch die Landeskunde kommt beim Dreh des TV-Beitrags nicht zu kurz. Den Fisch kaufe das Restaurant in den Lonjas (Auktionshallen) von Villajoyosa und Santa Pola. Nicht fehlen darf der Pescado de Roca - kleine Fischarten, die am felsigen Grund im Meer vor der Costa Blanca hausen. Liebend gern verwendet man sie in Alicante oder Valencia für Reisgerichte, aber auch für Suppen. Ein Muss für den alicantinischen Reis ist die Salmorreta - „eine angebratene Mischung aus Knoblauch, Petersilie und Ñora-Paprikaschote“, erklärt Pablo Vilarrubias beim Einsatz der roten Zutat.

Nach dem Ofen: Zeit für Fazit und „beauty shots“

Die Spannung steigt in Momenten, die sich nicht wiederholen lassen: Allem voran, als der Reis - Sorte Bomba aus dem Land Valencia - sich in die Pfanne ergießt. Zum Glück hatte Pablo Villarrubias zwischendurch etwas ÖI abgegossen. Wegen der besonderen Umstände des Drehs war etwas zu viel in die Pfanne geraten. Ein zweites Highlight ist, als die mit Marisco gekrönte Reispfanne weiter in den Ofen zieht. Die Beteiligten legen nun eine kleine Pause ein. Jetzt lässt auch der Koch des Restaurants uns wissen, dass er doch sehr aufgeregt ist. „Ich bin eigentlich sehr schüchtern“, sagt der Spanier.

Mit Druck kann Pablo Vilarrubias umgehen. Kunden, die auf guten Reis achten, besuchen das Restaurant in Alicante. Aber beim Kochen auch noch zu sprechen und den Rhythmus an den Dreh eines TV-Beitrags anzupassen, das strengt an. Noch einen Auftritt hat der alicantinische Koch: Er holt den Reis aus dem Ofen und zieht für das deutsche Fernsehteam ein Fazit. Ist das Reisgericht wohl so gut wie sonst? Zumindest lädt es Bildermacher Jochen Bartelt zu einer Serie „beauty shots“ ein. Aus unterschiedlichen Winkeln filmt der Kameramann die Pfanne mit dem prächtigen Arroz de Alicante.

Aus Zutaten mach TV-Beitrag: Ab 7. Februar bei ProSieben

Letzte Station: Ran an den Reis. Flugs verwandeln sich Ursula Hochreiter und Jorge García in zwei Restaurantbesucher. Wie eine kostbare Trophäe trägt die Chefin des Lokals, Miriam Gómez, die Pfanne mit dem frischen Reisgericht an den Tisch. Wie es den Besuchern geschmeckt hat, wird der fertige Beitrag bei „Galileo“ verraten. Zuvor steht für das deutsche Fernsehteam aber noch die Visite in Valencia an - in der nochmals eigenen Paella-Welt. Und damit sind auch nur die Zutaten auf dem Tisch. Bis zur Ausstrahlung in der Woche des 7. Februar - sozusagen dem fertigen Gericht - steht noch viel Schnitt und Bearbeitung an.

In einem Restaurant serviert eine Frau einem Paar am Tisch eine Reispfanne.
Fertig ist der Reis: Das deutsche Fernsehteam testet den Arroz de Marisco von der Costa Blanca. © Stefan Wieczorek

Gelöst steht Pablo Vilarrubias dabei, als die Besucher vom deutschen TV-Sender seinen Reis probieren. Für ihn persönlich, das hatte er dem Fernsehteam verraten, hätten die Reisgerichte der Costa Blanca nicht in erster Linie mit dem Essen in einem Restaurant zu tun. „Unser Arroz ist etwas, das wir Alicantiner vor allem mit dem Sonntag in der Familie verbinden“, so der Fernseh-Koch für einen Reisnachmittag.

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