Rauch über Valencia

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Die meterhohen und hunderttausende Euro teuren Figuren ragen zwischen den Häusern gen Himmel. Foto: Ángel García

València – fin. Entweder man liebt sie oder man hasst sie, eine Grauzone gibt es nicht. In jedem Fall drücken die Fallas das valencianische Lebensgefühl aus wie sonst keine andere Fiesta: Es lärmt, posaunt, kracht, raucht, bebt und brennt vom 15. bis 19. März in der Landeshauptstadt. Gesehen haben sollte jeder dieses bunte und komische Fest wenigstens ein Mal – allein schon, um entscheiden zu können, ob man sich zu den Liebhabern oder zu den Hasser zählt.
Die Riesenfiguren aus Holz und Pappmaché locken jedes Jahr Millionen Besucher in die Stadt, Hotels und Pensionen sind Monate im Voraus ausgebucht. Dabei ist es für auswärtige Gäste bisweilen schwierig, das Fest, bei dem die 40 Stadtviertel taghell beleuchtet sind, zu begreifen. Die Fallas läuten das Winterende ein und feiern den nahenden Frühlingsbeginn, so viel steht fest. Doch die meterhohen Figuren stehen auch für Satire und – zugegeben, eigenwillige – Kunst. Ähnlich wie der Karneval in Deutschland nehmen sie Politiker aufs Korn und ziehen in Form von Ninots durch den Kakao, wer in Valencia, Spanien, Europa und der Welt das Sagen hat.

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