Urlaub im Corona-Sommer

Strand-Urlaub trotz Coronavirus: Spaniens Strände öffnen mit einem Besucherlimit

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Nachdem das Coronavirus in Spanien wochenlang für geschlossene Strände sorgte, werden sie bald wieder fürs Baden öffnen. Welche Regeln gelten in diesem Sommer und wann können auch ausländische Touristen wieder Sonne tanken? 

  • Spaniens Strände sind ab der Phase 2 des Deeskalationsplans gegen das Coronavirus wieder geöffnet.
  • Valencia und Andalusien planen Polizeikontrollen am Eingang von Buchten und Stränden, um die Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 zu gewährleisten. 
  • Andalusien lässt Urlauber täglich maximal vier Stunden an den Strand. 
  • Poolbereiche dürfen zu maximal 30 Prozent belegt sein. 

Valencia - Mit dem Handtuch die Liege am Pool oder das Stückchen Sand am Strand zu reservieren, ist ja durchaus deutsche Tradition im Urlaub, sagt man. Wird das demnächst womöglich einmal wirklich nötig werden? Urlaub in Spanien wird anders im Coronavirus-Jahr 2020, das ist ganz klar. Im ganzen Land werden momentan Möglichkeiten diskutiert, wie der Strandurlaub im Lieblingsland der Deutschen trotz Coronavirus noch möglich sein wird. 

Coronavirus: Strandurlaub in Spanien trotzdem möglich?

Eine gute Nachricht gibt es aber vorweg: Mit Eintreten in die Phase 2 des vierstufigen Deeskalationsplans gegen das Coronavirus wird das Baden und Liegen am Strand zum ersten Mal seit März wieder erlaubt sein. Das wurde im spanischen Staatsanzeiger BOE so veröffentlicht. Allerdings immer unter der Prämisse, dass der Sicherheitsabstand gewahrt werden kann. Aus mehreren Haushalten dürfen an der frischen Luft maximal 15 Personen in einer Gruppe zusammenkommen. Die Kontrolle des Abstands und der Anzahl der Personen am Strand wird dabei in die Hände der Gemeinden gegeben. Doch wie werden es Palma de Mallorca, Málaga, Dénia und Co. in der Praxis umsetzen? Und wie wird der Sommerurlaub in Spanien dann aussehen? 

Ein Vorstoß für den Strandurlaub 2020 kommt aus dem Land Valencia. Die Region entwickelt eine App, die in Echtzeit anzeigt, wie viele Menschen sich schon am Strand befinden. Dadurch kann man sich auch Terminfenster für das Sonnenbad am Strand geben lassen. Die Gemeinden können nämlich auch ein Limit angeben, wie viele Leute sich maximal gleichzeitig am Strand oder an der Bucht aufhalten dürfen. Zusätzlich werden die Eingänge aber wohl auch von der Polizei bewacht, damit gewährleistet ist, dass sich alle an die maximale Besucherzahl halten und keine Ansteckungsgefahr mit Sars-CoV-2 droht. 

Coronavirus Andalusien: Strand nur nach Dusche und ohne Luftmatratze

Andalusien möchte die Hygienevorschriften ausweiten. Nur Sonnenanbeter, die sich zu Hause gut geduscht haben, sollen die Strände der Costa del Sol betreten dürfen. Außerdem möchte die Region die Zeit auf vier Stunden pro Familie begrenzen, diese aber über den Tag verteilen. Aktuell machen allen größeren Städten wie Madrid, Barcelona, Málaga und Alicante große Menschenansammlungen zu schaffen, die alle gleichzeitig an denselben Promenaden und in den selben Parks Sport treiben. Es wird befürchtet, dass so die Infektionsraten mit dem Coronavirus bald schon wieder steigen könnten. Das soll beim Strandurlaub im Sommer in Spanien nicht passieren. 

Auch Luftmatratzen und Schwimmtiere will die Region Andalusien verbieten. Denn diese Gegenstände erschweren es den Badegästen, den Mindestabstand einzuhalten und sie könnten auch Bakterien und Viren an den Strand transportieren. Kommerzielle Verleiher von Strandliegen und Sonnenschirmen müssen einen strikten Terminplan einhalten und die Installationen nach jedem Sonnenanbeter desinfizieren, damit sich niemand mit Covid-19 ansteckt. 

Coronavirus im Urlaub: Strand nur mit Termin

In Galicien ist sogar eine verpflichtende Terminvergabe für das Betreten der kompletten, wenn auch zugegebenermaßen etwas kalten, Atlantikstrände im Gespräch. Dadurch sollen zu große Menschenansammlungen am Eingang vermieden werden, die eine Ansteckung mit Covid-19 begünstigen können. Über eine Internetseite, die noch bekannt gegeben wird, sollen Ort und Uhrzeit für den Strandbesuch reserviert werden. 

Coronavirus im Sommerurlaub: Kann man Galiciens Küste demnächst nur mit Termin genießen?

Eine einheitliche Lösung für den Sommer am Strand trotz Coronavirus-Pandemie scheint für ganz Spanien aktuell aber nicht in Sicht zu sein. Auch der Zeitpunkt, zu dem Urlauber wieder in die spanische Sonne reisen dürfen, steht noch nicht fest. Einen Anhaltspunkt bietet das Ende des Deeskalationsplans am 24. Juni. Voraussichtlich wird bis dahin auch noch der Notstand gelten. Es wurden auch schon die Flughäfen für die sichere Anreise aus dem Ausland vorgestellt, darunter auch Alicante, Valencia und Málaga. Die deutsche TUI sorgte für Aufsehen, nachdem sie ankündigte, bald wieder Reisen nach Spanien anzubieten. Sobald aber die Grenzen offen sind, steht wohl auch der Strand zur Verfügung.  

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Covid-19-Schutz am Pool: Nur 30 Prozent der Kapazitäten ausfüllen

Wer bei so komplizierten Richtlinien für den Strand lieber an den Pool ausweichen möchte, wird es dort auch nicht viel leichter haben. Ab Phase 2 sind auch die Schwimmbäder unter strengen Hygienemaßnahmen gegen das Coronavirus geöffnet, sie müssen aber ebenfalls die Anzahl der Besucher reduzieren. Es dürfen lediglich 30 Prozent der eigentlich verfügbaren Kapazität hinein- gelassen werden. Verwalter von Urbanisationen und kleinen Hotels aus Alicante kritisierten die Vorgaben der spanischen Regierung öffentlich, weil die Kontrollen schwer bis unmöglich einzuhalten seien. Die Regierung empfiehlt auch fürs Schwimmen ein Terminsystem, aber plant immerhin, auch ausländische Touristen ab 1. Juli wieder ins Land zu lassen. Ein Handtuch wird also vermutlich im Spanienurlaub in diesem Jahr nicht ausreichen. 

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