Camino de Santiago 2021

Jakobsweg in Spanien 2021: Galicien öffnet Herbergen - Tausende Pilger nach Coronavirus-Pause

  • Stefan Wieczorek
    VonStefan Wieczorek
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Ab 15. Juni öffnet Galicien im Norden Spaniens die öffentlichen Herbergen des Camino de Santiago und bietet Extra-Hilfen für Pilger. Der Jakobsweg nimmt in der Corona-Krise einen neuen Anlauf. 8.000 Menschen sind seit April bereits Richtung Santiago de Compostela gepilgert.

Santiago de Compostela - Nach der tristen Coronavirus-Pause kommt im Norden von Spanien der Camino de Santiago wieder auf Touren. An die 8.000 Pilger waren seit April in Richtung Santiago de Compostela unterwegs, die meisten nach Ende des Alarmzustands. Nun reagiert auch die Regierung der Region Galicien auf die verbesserte Lage auf dem Jakobsweg und öffnet am 15. Juni die Hälfte der öffentlichen Herbergen wieder. Im Sommer dürfte der Pilgerweg wieder voller Menschen sein, die im „Heiligen Jahr“ unterwegs nicht zuletzt viele Corona-Sorgen loslassen wollen.

Santiago de CompostelaStadt in Spanien
Höhe:260 m
Fläche: 220 km²

Jakobsweg nach Santiago de Compostela: Galicien öffnet Herbergen wieder

Im Mai hatte Spaniens Regierung die Reisebeschränkungen zwischen den Regionen gelockert. Doch Galicien wartete mit der Öffnung der öffentlichen Herbergen am Jakobsweg bis Juni, damit keine Konkurrenzsituation mit den von der Corona-Pause schwer getroffenen privaten Unterkünften entstand. Nun aber, so die galicische Regierung, verlangen die steigenden Besucherzahlen im Sommer ein vergrößertes Angebot. Knapp 4.300 „Compostelas“, also Pilgerurkunden, wurden im Mai in Santiago de Compostela an Pilger ausgestellt, die den Weg der gelben Pfeile und Jakobsmuscheln bewältigt hatten.

Im ganzen Februar hatte die Stadt mit dem Grab des Pilgerapostels Santiago nur ganze 14 Pilgerurkunden ausgestellt. In der ersten Juniwoche dagegen erreichten bereits 2.400 Pilger Santiago de Compostela. Der Camino de Santiago sei nach und nach „reaktiviert“, freut sich die Xunta, die Regionalregierung von Galicien. Bei der Öffnung der Herbergen sollen zunächst die Routen des Jakobswegs im Norden Spaniens berücksichtigt werden, die über eher wenige Unterkünfte verfügen. So die Vía da Prata, die aus Richtung Andalusien durch Galicien verläuft.

Jakobsweg nach Santiago: Herbergen nur zu 30 Prozent voll - Extra-Hilfen für Pilger

33 öffentliche Herbergen öffnen am 15. Juni wieder am Jakobsweg von Galicien im Norden von Spanien. Davon allein zehn auf der Vía da Prata, sowie je fünf auf dem „klassischen“ Camino Francés und dem Camino Inglés. Je vier öffentliche Unterkünfte stehen auf dem Camino de Fisterra-Muxía und dem Camino del Norte wieder zur Verfügung, drei auf dem Camino Primitivo, zwei auf dem Camino Portugués. Am 1. Juli will Galicien die zweite Hälfte der Herbergen öffnen, darunter die am Monte do Gozo kurz vor Santiago de Compostela sowie die neue in Vigo an Portugals Grenze.

Jakobsweg in Spanien 2021: Alle Wege führen nach Santiago de Compostela.

Noch im Umbau sind am Jakobsweg in Galicien die Herbergen in Sobrado dos Monxes und Oseira. In Arca und Palas de Rei werden sie bald für die Renovierung schließen. Die Öffnung der öffentlichen Unterkünfte ab dem 15. Juni erfolgt unter Corona-Bedingungen. So werden die Herbergen nur zu 30 Prozent belegt, wobei Pilger, die schriftlich begründen, dass sie als Gruppe eine „Blase“ bilden, Zimmer teilen können. „Sicherheit und Gesundheit“ garantieren ferner 300 „hospitaleiros“, also ausgebildete Fachkräfte, sowie spezielle Prospekte und Hilfen für Pilger auf dem Camino de Santiago unter Corona.
 

Rubriklistenbild: © Stefan Wieczorek

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