Corona-Einreisebestimmungen

Reisen zwischen Deutschland und Spanien: Testpflicht und Quarantäne

  • Judith Finsterbusch
    vonJudith Finsterbusch
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Behörden in Spanien und Deutschland raten wegen der Corona-Pandemie von nicht notwendigen Reisen ab. Wer dennoch reisen möchte oder muss, findet hier alle Informationen zu Testpflicht, Quarantäne und benötigten Dokumenten. Seit 14. März sind Teile Spaniens keine Risikogebiete mehr.

Update, 9. April: Ende des Coronavirus Notstands in Spanien: Kann man zwischen den Regionen wieder frei reisen?

Update, 29. März: Spanien verlangt ab Dienstag, 30. März, von allen Einreisenden aus Frankreich auch dann einen negativen Corona-Test, wenn die Einreise über Land erfolgt. Ausnahmen gelten lediglich für Kinder unter sechs Jahren, Angestellte im Transportwesen, Grenzbewohner und Berufspendler. Ausnahmen für Reisende, die nur durch Frankreich durchgefahren sind, werden in der offiziellen Mitteilung des Außenministeriums nicht erwähnt. Verlangt wird ein PCR- oder TMA-Test, der bei der Einreise in Spanien maximal 72 Stunden alt sein darf. Das Testergebnis muss auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch vorliegen, Schnelltests aus Apotheken oder Supermärkten reichen nicht aus. Auf dem Testergebnis müssen Vor- und Nachname des Reisenden, Personalausweisnummer, Datum der Probenentnahme und Daten des Ärztezentrums, in dem der Test durchgeführt wurde, vermerkt sein. Zur Erinnerung: Auch für die Einreise in Frankreich ist ein negativer PCR-Test nötig.

Update, 25. März: Auch Reisende aus Nicht-Risikogebieten wie Mallorca oder der Costa Blanca brauchen künftig für die Einreise in Deutschland wieder einen negativen Corona-Test. Das hat die Bundesregierung nach dem Oster-Ansturm auf Mallorca beschlossen. Die Testpflicht gilt ab Dienstag, 30. März für Flugreisende. Die Quarantänepflicht gilt in Deutschland nur für Einreisen aus Risikogebieten.

Reisen zwischen Spanien und Deutschland: Reisewarnung für Mallorca und Valencia aufgehoben

Update, 12. März: Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen hebt die Bundesregierung Deutschland die Reisebeschränkungen für Mallorca und für Valencia auf. Die Balearen und einige Festlandsregionen gelten nicht mehr als Risikogebiete, wie das Robert Koch-Institut mitteilt. Damit verbunden ist auch die Aufhebung der Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Das bedeutet: Wer aus diesen spanischen Regionen nach Deutschland reist, muss in Deutschland keine Quarantäne mehr einhalten, auch die Testpflicht entfällt. Auf dem Festland sind die Küstenregionen Valencia und Murcia mit beliebten Urlaubszielen wie Benidorm, Calpe, Jávea und Dénia ab Sonntag, 14. März, „risikofrei“, außerdem im Landesinneren die Extremadura, La Rioja und Kastilien-La Mancha. Im Gegensatz zu den Balearen hat die spanische Regierung die Festlands-Regionen abgeriegelt – der Reiseverkehr zwischen diesen Regionen ist nicht möglich.

Update, 11. März: Die Schweiz führt Spanien ab dem heutigen Donnerstag, 11. März, nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Wer sich in Spanien aufgehalten hat und in die Schweiz reist, muss dort keine Quarantäne mehr antreten. Die Testpflicht wiederum entfällt nur für Reisende, die über Land in die Schweiz reisen. Wer fliegt, braucht weiterhin einen negativen Corona-Test. Diesen verlangt die Schweiz von allen Fluggästen unabhängig vom Abflugort.

Reisen zwischen Deutschland und Spanien: Oster-Urlaub auf Mallorca möglich

Update, 9. März: Wird die aktuelle Corona-Lage einen Spanien-Urlaub über Ostern ermöglichen? Tui zumindest plant, während der Osterferien wieder Reisen nach Mallorca anzubieten. Grundsätzlich ist die Einreise nach Spanien auch weiterhin möglich. Mit dem Auto bleibt es aber kompliziert: An der Abriegelung der einzelnen Regionen in Spanien wird sich voraussichtlich auch über Ostern nichts ändern.

Update, 3. März: Für die Einreise aus Risikogebieten verlangen sowohl Spanien als auch Deutschland einen negativen Corona-Test. Spanien erkennt ausschließlich PCR-, LAMP und TMA-Tests an, Deutschland auch Antigen-Tests. Österreich und die Schweiz haben eigene Regeln für die Test-Pflicht.

Reisen mit Corona: Spanien für Deutschland kein Hochinzidenzgebiet mehr

Update, 20. Februar: Seit Sonntag, 21. Februar, gilt Spanien nicht mehr als Hochinzidenzgebiet, sondern „nur noch“ als Risikogebiet, da die Sieben-Tages-Inzidenz inzwischen unter 200 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern liegt. Dies ist der aktualisierten Liste der Risikogebiete des Robert Koch Instituts zu entnehmen. Das heißt, dass ab 21. Februar ein negativer PCR-Test nicht mehr direkt bei der Einreise nach Deutschland vorgelegt werden muss. Allerdings: „Nach dem Aufenthalt in einem Risikogebiet müssen Sie bis spätestens 48 Stunden nach Einreise nachweisen können, dass Sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind“, heißt es auf der Seite des Bundesministeriums für Gesundheit. Einen Nachweis über einen negativen Test kann die zuständige Behörde bis zu zehn Tagen nach Einreise verlangen. Sie können sich im Internet unter www.116117.de informieren, wo Sie in Wohnortnähe einen Test machen können. Wie gehabt müssen Einreisende aus Risikogebieten vorab die elektronische Einreiseanmeldung unter www.einreiseanmeldung.de ausfüllen und sich direkt nach der Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben (Regelung im jeweiligen Bundesland beachten).

Update, 10. Februar: In der Schweiz gelten neue Bestimmungen für Reisende, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Land mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben, beschlossen. Spanien zählt zu diesen Ländern. Ab sofort müssen Einreisende vorab ein Formular ausfüllen sowie schon im Moment der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können. Flugreisende müssen das Testergebnis schon am spanischen Flughafen beim Boarding vorzeigen können. Außerdem müssen Einreisende, die in Spanien waren, für zehn Tage in häusliche Quarantäne.

Reise von Spanien nach Deutschland: Spanien jetzt Hochinzidenzgebiet

Update, 24. Januar: Spanien ist am Sonntag - neben zwei Dutzend weiterer Staaten - auch auf die Liste der Hochinzidenzgebiete nach Definition des deutschen Robert-Koch-Institutes gesetzt worden, wegen des „besonders hohen Infektionsrisikos und der besonders hohen Inzidenzen“.

Damit gilt auch für Reisende aus Spanien bei der Einreise nach Deutschland (egal auf welchem Wege) neben der vorherigen elektronischen Einreiseanmeldung www.einreiseanmeldung.de, dass ein negativer PCR-Test vorliegen muss, der nicht älter als 48 Stunden ist. Für die Einreise nach Spanien muss ein "triftiger" Grund (siehe Erstmeldung unten) vorliegen, wenn der Einreisende nicht seinen regulären Wohnsitz in Spanien hat.

Erstmeldung, 22. Januar: Madrid/Berlin - Die Corona-Pandemie erschwert das Reisen, auch zwischen Deutschland und Spanien. Zwar sind Reisen weiterhin möglich, aber es gilt, die immer strengeren Bestimmungen in beiden Ländern zu beachten. Spanien zählt in Deutschland nach wie vor zu den Risikogebieten, das Auswärtige Amt hält die Reisewarnung aufrecht, und auch die spanischen Behörden raten von Reisen grundsätzlich ab. Am 21. Januar haben die EU-Staats- und Regierungschef per Videokonferenz über neue Test- und Quarantänepflichten für Reisende aus Gebieten mit besonders hohen Corona-Zahlen debattiert. Erwogen wurden weitere Beschränkungen, berichtete EU-Ratschef Charles Michel. Die Lage sei sehr ernst, meinte Michel weiter - nicht zuletzt auch wegen der neuen Virus-Varianten unter anderem in Großbritannien und Südafrika.

Die Grenzen in der EU sollten zwar grundsätzlich geöffnet bleiben, auch, um den Güterverkehr aufrechterhalten zu können. Aber: „Womöglich sind weitere Beschränkungen für nicht unabdingbare Reisen notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen“, kündigte Michel an. Frankreich hat bereits bestätigt, die Test- und Quarantänepflicht für Einreisende ab Sonntag, 24. Januar, zu verschärfen. Auch EU-Bürger brauchen dann ab Sonntag einen negativen Corona-Test, um nach Frankreich einreisen zu dürfen. Dieser darf nicht älter als 72 Stunden sein. Außerdem muss für die Einreise nach Frankreich im Vorfeld ein Formular ausgefüllt werden, das gegebenenfalls auch Autofahrer an der Grenze vorzeigen müssen, die von Deutschland aus nach Spanien reisen.

Reisen nach Spanien: Das gilt für die Fahrt durch Frankreich

Bei der Fahrt durch Frankreich ist außerdem die Ausgangssperre dort zwischen 18 und 6 Uhr zu beachten. Während dieser Zeit darf nur auf den Straßen unterwegs sein, wer einen triftigen Grund hat. Dieser muss nachgewiesen werden können. Wie der ADAC klarstellt, gilt „allein der Wunsch, möglichst schnell nach Spanien zu kommen“ nicht als triftiger Grund, um während der Ausgangssperre auf der Straße unterwegs zu sein. Wer auf dem Weg von Deutschland nach Spanien in Frankreich übernachten möchte, sollte sich vorab bei dem entsprechenden Hotel erkundigen, ob dieses geöffnet ist. In Frankreich dürfen touristische Unterkünfte zwar nach wie vor öffnen, viele Hotels und Campingplätze sind aber mangels Nachfrage geschlossen.

Auch die Grenze zwischen Frankreich und Spanien ist weiterhin geöffnet. Ein Einreiseformular verlangt Spanien derzeit nicht von Autofahrern. Wer mit dem Auto von Deutschland aus bis nach Spanien gereist hat, muss dann aber beachten, dass die einzelnen spanischen Regionen nach wie vor wegen der weiter steigenden Corona-Zahlen in ganz Spanien abgeriegelt sind. Ohne triftigen Grund darf also beispielsweise niemand von Katalonien in die Region Valencia, von dort aus nach Murcia oder von Murcia aus nach Andalusien fahren. Es gibt einige wenige Ausnahmen, die als triftiger Grund für eine Weiterfahrt gelten, etwa berufliche oder medizinische Gründe sowie die Pflege von Angehörigen. Touristische Reisen zählen ausdrücklich nicht zu den Ausnahmen. Wohl aber gilt die Fahrt zum Hauptwohnsitz (residencia habtiual) als triftiger Grund. Dieser ist nachzuweisen mit der residencia, also der grünen Karte oder dem grünen DIN-A4-Blatt. Ob ein Polizist im Falle einer Kontrolle auch die Meldebescheinigung des Rathauses (empadronamiento) anerkennt, liegt letztendlich im Ermessen des jeweiligen Beamten.

Mit dem Auto nach Spanien reisen: Autofahrer brauchen im Fall einer Polizeikontrolle einen triftigen Grund für die Fahrt von einer Region in die andere.

Wer derzeit nach Spanien reisen möchte oder muss, sollte sich außerdem vorab dringend über die aktuelle Corona-Lage und die geltenden Auflagen in der jeweiligen Region informieren. In Murcia etwa sind Corona-bedingt fast alle Städte abgeriegelt, auch in Andalusien steigen die Corona-Zahlen und die valencianische Landesregierung hat jüngst die geltenden Corona-Auflagen für die Costa Blanca noch einmal verschärft.

Reisen zwischen Spanien und Deutschland: Informationen für Flugreisende

Auch die Einreise nach Spanien mit dem Flugzeug ist derzeit möglich - sofern es Flüge gibt, die derzeit zwischen Deutschland und Spanien äußerst spärlich sind. Flugreisende müssen im Vorfeld auf der Seite Spain Travel Health oder über die gleichnamige, kostenlose App für Android beziehungsweise iPhones ein Formular ausfüllen. Nach dem Ausfüllen bekommen Reisende per E-Mail einen QR-Code, der am spanischen Flughafen auf dem Smartphone oder ausgedruckt auf Papier vorzuzeigen ist. An spanischen Flughäfen werden außerdem stichprobenartig Gesundheitskontrollen wie Fiebermessen durchgeführt.

Wer mit dem Flugzeug nach Spanien reist, braucht außerdem einen negativen Corona-Test. Spanien erkennt dabei die Testverfahren PCR, TMA und RT-LAMP an. Die Testpflicht gilt für alle Passagiere ab sechs Jahren, das Testergebnis muss auf Deutsch, Englisch, Spanisch oder Französisch vorliegen. Der Test darf höchstens 72 Stunden vor der Einreise durchgeführt worden sein.

Reisen von Spanien und Deutschland: Das gilt für die Rückreise

Wer sich derzeit in Spanien aufhält und nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz zurückreisen möchte, muss ebenfalls diverse Bestimmungen beachten. Wer mit dem Auto zurück in sein Heimatland fährt, darf die „Grenzen“ zwischen den einzelnen spanischen Regionen passieren, also zum Beispiel von Andalusien nach Murcia fahren. Auch die Grenze zwischen Spanien und Frankreich ist für Rückreisende geöffnet. In Frankreich brauchen Einreisende wieder das entsprechende Formular, das vorab auszufüllen ist. Eine Änderung für die Durchreise durch Frankreich auf dem Rückweg nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz gibt es: Laut ADAC gilt die Rückreise zum Hauptwohnsitz als triftiger Grund, um auch während der Ausgangssperre zwischen 18 und 6 Uhr in Frankreich unterwegs sein zu dürfen. Im Falle einer Polizeikontrolle müssen Reisende dafür aber eine Sonderbescheinigung auf Französisch vorweisen können. Die saarländische Landesregierung hat diese Bescheinigung auf ihrer Internetseite mit Ausfüllhilfe auf Deutsch eingestellt. In Frankreich dürfen Hotels und andere touristische Unterkünfte wie eingangs erwähnt grundsätzlich zwar öffnen, viele Hotels sind aber geschlossen. Wer in Frankreich übernachten möchte, sollte sich vorab direkt bei der jeweiligen Unterkunft erkundigen.

Unabhängig davon, ob Rückkehrer mit dem Auto oder dem Flugzeug einreisen, müssen sie vorab das Formular zur Einreiseanmeldung ausfüllen und dann ausgedruckt mit sich führen. Außerdem herrscht Testpflicht für alle Einreisenden, die sich in den vergangenen zehn Tagen in einem Corona-Risikogebiet aufgehalten haben. Spanien gilt inklusive der Balearen und Kanaren als Risikogebiet. Der Corona-Test muss spätestens 48 Stunden nach der Einreise in Deutschland durchgeführt werden. Einen Überblick über Testzentren gibt es hier. Außerdem gilt für Einreisende aus Risikogebieten eine zehntägige Quarantänepflicht, die frühestens fünf Tage nach der Einreise durch einen negativen Corona-Test beendet werden kann. Die Umsetzung der Quarantänepflicht obliegt den einzelnen Bundesländern, die Bestimmungen können somit von Land zu Land abweichen.

Mit dem Flugzeug von Deutschland nach Spanien? Grundsätzlich ist das möglich - wenn es denn einen Flug gibt.

Seit dem 14. Januar gelten in Deutschland verschärfte Einreisebestimmungen für bestimmte Risikogebiete. Diese gelten für Länder mit bestimmten Virus-Varianten, etwa Großbritannien oder Südafrika. Auch für Länder, die als Hochinzidenzgebiete ausgewiesen sind, gelten diese verschärften Bestimmungen. Diese besagen unter anderem, dass Reisende schon im Moment der Einreise einen negativen Corona-Test bei sich führen müssen, der maximal 48 Stunden zuvor durchgeführt wurde. Flugreisende müssen das Testergebnis gegebenenfalls schon am Abflughafen vorzeigen können, Autofahrer bei einer Grenzkontrolle. Für die Ausweisung als Hochinzidenzgebiet sind eine Sieben-Tages-Inzidenz über 200 sowie weitere Faktoren ausschlaggebend. Spanien hat zwar eine Inzidenz über 200, zählt derzeit aber nicht zu den Ländern, die das Robert Koch Institut als Hochinzidenzgebiete einstuft. Die Liste dieser Länder aktualisiert das RKI in regelmäßigen Abständen. Für Einreisende, die sich in Spanien aufgehalten haben, gilt also derzeit die Testpflicht erst nach der Einreise.

Von Spanien nach Österreich oder in die Schweiz

Auch Österreich verlangt von Einreisenden aus Risikogebieten wie Spanien eine Anmeldung, die vor der Abreise online über ein Formular zu tätigen ist. Außerdem herrscht eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Risikogebieten. Frühestens nach fünf Tagen kann die Quarantäne durch einen negativen Corona-Test beendet werden. Wer von Spanien aus in die Schweiz reist, muss dort ebenfalls zehn Tage in Quarantäne. Ein negativer Corona-Test entbindet nicht von der Quarantänepflicht noch kann die Quarantäne durch einen PCR-Test vorzeitig beendet werden.

Rubriklistenbild: © Clara Margais/dpa

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