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Fluglotsen-Streik in Spanien: 16 Flughäfen sind betroffen - Aktuelle Infos

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Von: Judith Finsterbusch

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Ein Ryanair-Flieger vor dem Flughafen von Alicante.
Auch der Flughafen Alicante ist von dem Streik der Fluglotsen in Spanien betroffen. © Ángel García

Der Streik der Fluglotsen in Spanien hat am Montag, 30. Januar, begonnen. Betroffen sind 16 Flughäfen im Land.

Update, 31. Januar: Der Streik der Fluglotsen in Spanien war am ersten Tag, am Montag, 30. Januar, praktisch nicht spürbar - weder für die Passagiere noch für den Flugverkehr an den 16 betroffenen Flughäfen. Das haben sowohl der staatliche Flughafenbetreiber Aena als auch die Unternehmen FerroNATS und Saerco, die die Kontrolltürme der 16 Flughäfen betreiben, gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE bestätigt. Wie berichtet, streiken Spaniens Fluglotsen bis 27. Februar jeweils montags an den Flughäfen A Coruña, Alicante, Castellón, Cuatro Vientos (Madrid), El Hierro, Fuerteventura, Ibiza, Jerez, Lanzarote, La Palma, Lleida, Murcia, Sabadell, Sevilla, Valencia und Vigo. Die Gewerkschaften Usca und CC.OO fordern mehr Gehalt für die Fluglotsen, die in privatisierten Kontrolltürmen arbeiten.

Fluglotsen-Streik in Spanien: Flughäfen mit privatisierten Kontrolltürmen betroffen

Erstmeldung, 18. Januar: Alicante - 2023 soll sich der Flugverkehr in Spanien nach dem schon recht passablen Jahr 2022 mit insgesamt 243,6 Millionen Passagieren endgültig von der Corona-Pandemie erholen, und bestenfalls die Ergebnisse von 2019 noch toppen. Doch so recht will keine Ruhe einkehren, nach den Streiks vom Kabinenpersonal mehrerer Fluggesellschaften in Spanien haben nun auch noch die Fluglotsen einen Streik angekündigt.

Betroffen sind von dem Streik die Flughäfen in Spanien, auf denen der Betrieb der Kontrolltürme privatisiert wurde. Die Fluglotsen sollen an mehreren Tagen im Januar und Februar streiken, wie die Gewerkschaften USCA und CCOO mitteilen. Als Grund geben sie die gescheiterten Verhandlungen um einen Kollektivvertrag mit dem Unternehmerverband APCTA an, der die zwei privaten Betreiberfirmen der Kontrolltürme, SAERCO und FerroNATS, umfasst. Die Schuld an den gescheiterten Verhandlungen geben die Gewerkschafter vor allem SAERCO, mit FerroNATS wiederum habe man bereits gute Kompromisse erzielen können - etwa beim Thema Urlaubstage oder Gehaltserhöhung.

„Wir sehen uns gezwungen, nach den gescheiterten Verhandlungen zum Streik aufzurufen. Der Tarifvertrag ist gerade jetzt umso dringender nötig, wo der Flugverkehr wieder stark zunimmt“, heißt es in einer Mitteilung von USCA. Die Gewerkschaft fügt noch den dezenten Hinweis hinzu, dass es ein „schlechtes Bild“ auf Spanien werfe, wenn der wichtigste Wirtschaftsmotor des Landes durch Verspätungen auf den Flughäfen behindert würde.

Fluglotsen-Streik in Spanien: Wo und wann gestreikt wird

Angesetzt ist der Streik der Fluglotsen in Spanien jeweils montags, und zwar am 30. Januar, 6. Februar, 13. Februar, 20. Februar und 27. Februar jeweils von Mitternacht bis Mitternacht. Unter den 16 betroffenen Flughäfen sind viele beliebte Ferienziele. Betroffen sind A Coruña, Alicante-Elche, Castellón, Cuatro Vientos (bei Madrid), El Hierro, Fuerteventura, Ibiza, Jerez, Lanzarote, La Palma, Lleida, Murcia, Sabadell, Sevilla, Valencia, Vigo. In den Kontrolltürmen dieser Flughäfen arbeiten rund 160 Fluglotsen.

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