Erste deutsche Urlauber auf Balearen gelandet

Spanien im Urlaubs-Modus: „Test-Urlauber" aus Deutschland auf Mallorca gelandet

  • vonStephan Kippes
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Mallorca hat seine deutschen Urlauber wieder. Auch das Festland gibt Gas, um die Urlaubssaison in Spanien trotz Corona noch zu retten.

  • Erste deutsche Urlauber sind Montagmorgen auf Balearen gelandet.
  • Spanien öffnet Grenzen am 21. Juni für Reisende aus dem Schengen-Raum.
  • Costa Blanca und Costa del Sol hoffen auf ausländische Touristen.

Palma de Mallorca - Nach wochenlanger Zwangspause wegen des Coronavirus ist am Montagvormittag erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern aus Deutschland in Mallorca gelandet. Der mit 189 Passagieren voll besetzte Tui-Flug X3 2312 war am Morgen in Düsseldorf gestartet. Seit Montag dürfen zunächst nur Urlauber aus Deutschland wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10 900 Reisende erlaubt.

Region\t\t\tBalearische Inseln\t
Einwohner1.149.460
Fläche\t4.992 km²
InselnMallorca, Menorca, Cabrera, Ibiza, Formentera
Hauptstadt\tPalma
AmtssprachenSpanisch, Katalanisch

Deutschland wurde nach Angaben der Regionalregierung ausgewählt, weil von dort die meisten Urlauber nach Spanien kommen und die Pandemie in Deutschland ähnlich gut unter Kontrolle ist wie auf den Balearen. Am Nachmittag sollte ein zweiter Ferienflieger aus Frankfurt mit Pauschaltouristen ankommen. „Unser Gesundheitswesen ist darauf vorbereitet, unsere Unternehmen und ihre Angestellten haben sich auch darauf vorbereitet, um die Urlaubssaison auf den Balearen zu beginnen, die absolut notwendig ist“, sagte die balearische Landesministerpräsidentin Francina Armengol.

Die Temperatur der Passagiere wird auf dem Flughafen Palma de Mallorca mit einer Wärmekamera kontrolliert.

Tourismusschub statt Coronakrise: Spanien gibt Urlaubssaison nicht verloren

Mit dem Pilotprojekt sollen Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 getestet werden, die landesweit zum Einsatz kommen, wenn sich ganz Spanien vom 21. Juni an wieder für den Massentourismus aus den Ländern des Schengenraums öffnet. Wegen sinkender Corona-Zahlen zog die Regierung die ursprünglich erst für den 1. Juli geplante Grenzöffnung am Sonntag um neun Tage vor. Nur die Grenze nach Portugal bleibt Reisenden aus Spanien bis 1. Juli auf Wunsch des Nachbarn geschlossen, ungeklärt scheint weiterhin die Öffnung der Grenzen nach Marokko und auch nach Gibraltar.

Damit kam die spanische Regierung nicht nur dem Wunsch der Tourismusindustrie nach, sondern gab auch dem Drängen zahlreicher Regionen wie etwa Valencia oder Andalusien nach. So will auch Valencias Ministerpräsident Ximo Puig möglichst schnell die Fährverbindung von Dénia zu den Balearen nutzen, um dem Tourismus an der Costa Blanca Impulse geben zu können und möglichst viele ausländische Touristen in die Region zu locken. „Die Urlaubssaison ist noch nicht verloren“, sagte Puig bei einem Besuch des Flughafens Alicante-Elche.

Allerdings ist Valencia am Montag erst in die Phase 3 des Deeskalationsplans eingetreten und bräuchte eine Sondergenehmigung der Regierung, um die Region Valencia vor dem 21. Juni für den nationalen und internationalen Reiseverkehr öffnen zu können. Das gilt übrigens auch für eine weitere, bei deutschen Urlaubern beliebte Reiseregion, die andalusische Costa del Sol. Auf dem spanischen Festland hat bislang nur Galicien die Deeskalation der Madrider Zentralregierung und damit das Notstands-Dekret hinter sich gebracht.

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