Ein Mann und eine Frau schieben Koffer durch den Flughafen von Palma de Mallorca.
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Nicht mehr ganz Spanien zählt zu den Risikogebieten. Das vereinfacht das Reisen.

Corona-Test, Quarantäne, Anmeldung

Spanien nicht mehr Risikogebiet: Streit in Deutschland über Mallorca-Reisen

  • Judith Finsterbusch
    vonJudith Finsterbusch
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In Deutschland zählen einige Teile Spaniens nicht mehr zu den Corona-Risikogebieten. Dadurch wird die Reise vereinfacht - allerdings nur bedingt. Für Österreich und Schweiz gelten eigene Regeln.

Update, 20. April: Auch die Region Kastilien La Mancha ist in Deutschland laut der aktuellen Liste des Robert Koch Instituts wieder Corona-Risikogebiet. Aktuell gelten in Spanien Valencia, Murcia, Galicien und die Balearen nicht als Risikogebiete. Für diese Regionen entfällt die Reisewarnung und die Quarantänepflicht. Die allgemeine Testpflicht für alle Passagiere, die mit dem Flugzeug aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, gilt weiterhin unabhängig von den Risikogebieten.

Update, 6. April: Die Region La Rioja im Norden von Spanien ist laut der aktuellen Liste des Robert Koch Instituts wieder ein Corona-Risikogebiet. Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt dort aktuell (5. April) bei knapp 97. Weiterhin keine Risikogebiete sind Mallorca und der Rest der Balearen bei einer Inzidenz (sieben Tage) von 26 sowie die Regionen Valencia bei einer Sieben-Tages-Inzidenz von 16, Murcia bei 31, Extremadura (66), Kastilien La Mancha (44) und Galicien (32).

Reisewarnung für Teile Spaniens aufgehoben: Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten brauchen Test

Update, 23. März: Die Reisewarnung für Mallorca ist zwar ebenso wie die für Valencia, Murcia, Kastilien La Mancha, Extremadura, La Rioja und - neu - Galicien weiterhin aufgehoben. Allerdings will Deutschland eine allgemeine Corona-Testpflicht für Mallorca-Urlauber und alle Reise-Rückkehrer aus dem Ausland einführen, unabhängig davon, ob sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder nicht.

Update, 15. März, 16.40 Uhr: Die Aktualisierung der Corona-Risikogebiete hat ausgereicht, damit Deutsche sich auf Flüge nach Mallorca stürzen. Binnen weniger Stunden waren am Sonntag alle Eurowings-Flüge ausgebucht. Unterdessen regt sich auf dem Festland in Spanien Unmut wegen der strengen Auflagen für die Osterferien: Während Deutsche Reisen nach Mallorca buchen können, dürfen Madrilenen nicht in ihre Ferienhäuser an der Küste fahren.

Erstmeldung, 15. März: Mit einem verfrühten Ostergeschenk hat das Robert Koch Institut am Freitag, 12. März, die Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert und Teile Spaniens daraus entfernt. Ob dadurch grundsätzlich ein Oster-Urlaub in Spanien in realistische Nähe rückt, sei dahingestellt. Aber zumindest für diejenigen, die jetzt dringend zwischen diesen Regionen in Spanien und Deutschland verreisen müssen, wird die Reise etwas einfacher. Folgende spanischen Regionen gelten seit Sonntag, 14. März, in Deutschland nicht mehr als Risikogebiete: Valencia, Murcia, die Balearen, La Rioja, die Extremadura und Kastilien La Mancha.

Reise nach Spanien: Deutschland, Österreich und Schweiz weiterhin Risikogebiete

In Spanien stehen dagegen sowohl Deutschland als auch Österreich - mit Ausnahme von Vorarlberg - und die Schweiz weiterhin auf der Liste der Corona-Risikogebiete. An der Corona-Testpflicht für die Einreise nach Spanien mit dem Flugzeug ändert sich also nichts. Auch gehört zur Reise weiterhin die Anmeldung auf dem spanischen Reiseportal Spain Travel Health dazu. Eine Quarantäne-Pflicht besteht in Spanien für Einreisende aus Risikogebieten nicht. Die spanischen Regionen sind unterdessen weiterhin untereinander abgeriegelt: Innerhalb Spaniens bleiben also Fahrten von einer Region in die andere bis auf wenige Ausnahmen verboten. Touristische Reisen gelten nicht als Ausnahme.

Wer nun andersherum aus den Teilen Spaniens, die aktuell nicht mehr als Risikogebiete gelten, nach Deutschland zurückreist, muss dort keine Quarantäne mehr antreten. Ebenso entfällt die Testpflicht und die vorherige Registrierung über die elektronische Einreiseanmeldung. Führt die Reise also zum Beispiel von der Costa Blanca oder von der Costa Cálida aus zurück nach Deutschland, entfallen Quarantäne, Test und Anmeldepflicht.

Teile Spaniens sind weiterhin Risikogebiete - Reise aus Andalusien und Kanaren

Wer jedoch aus Regionen Spaniens nach Deutschland reist, die nach wie vor als Corona-Risikogebiete gelten - etwa Andalusien oder die Kanaren - braucht nach wie vor einen negativen Corona-Test spätestens 48 Stunden nach der Einreise, muss das Einreiseformular ausfüllen und sich außerdem zehn Tage in Quarantäne begeben. Achtung: Die Umsetzung der Quarantäne-Verordnung obliegt den einzelnen Bundesländern, die Vorschriften für Reisen können abweichen. Nähere Informationen zu den Regeln vor Ort erteilt das jeweilige Landesgesundheitsministerium.

Weiterhin kompliziert bleibt die Reise von Spanien nach Deutschland mit dem Auto. Frankreich verlangt nach wie vor von allen Einreisenden einen negativen PCR-Test, der nicht älter sein darf als 72 Stunden. Außerdem müssen alle Einreisenden ab elf Jahren vorab ein Gesundheitsformular ausfüllen. In Deutschland gilt Frankreich weiterhin als Risikogebiet. Wer allerdings Frankreich ohne Zwischenaufenthalt nur durchquert, muss in Deutschland keinen Corona-Test vorweisen können. Wer auf der Reise aus einem Teil von Spanien, der nicht mehr zu den Risikogebieten zählt, nach Deutschland etwa in Frankreich übernachtet, wird wegen des Zwischenstopps gehandelt wie ein Einreisender aus einem Risikogebiet: Dann sind Test, Quarantäne und Einreiseanmeldung verpflichtend.

Spanien in der Schweiz kein Risikogebiet mehr: Reise mit Auto erleichert

Die Schweiz hat zum 11. März ganz Spanien von der Liste der Risikogebiete entfernt. Seitdem brauchen Einreisende, die mit dem Auto aus Spanien in die Schweiz fahren, keinen negativen Corona-Test mehr. Dann entfällt auch die Registrierung über das Einreiseformular sowie die Quarantänepflicht. Wer die Reise aber mit dem Flugzeug antritt, wird von der Test- und Anmeldepflicht nicht befreit. Achtung: Die Schweiz erkennt lediglich PCR-Tests an, das Ergebnis muss bis auf wenige Ausnahmen schon im Moment der Einreise vorliegen.

In Österreich zählt ganz Spanien weiterhin zu den Risikogebieten. Das bedeutet: Einreisende brauchen einen negativen Corona-Test, die Testung darf höchstens 72 Stunden vor Einreise erfolgt sein. Wer bei der Einreise kein negatives Testergebnis vorweisen kann, muss binnen 24 Stunden ab Einreise einen Test in Österreich durchführen lassen. Gültig sind molekularbiologische Tests auf Sars-CoV-2 (zum Beispiel PCR) oder Antigen-Tests, der Nachweis muss auf Deutsch oder Englisch vorliegen. Zudem müssen sich Einreisende vorab auf einem Einreiseformular registrieren. Nach der Reise sind in Österreich zehn Tage Quarantäne Pflicht.

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