Umfrage über schöne Strände in Spanien

Spaniens schönste Strände: Wo die Redakteure der CN gerne baden gehen

  • vonStephan Kippes
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Ob die Costa Nachrichten jemals auf einer Hitliste auftauchen, bleibt abzuwarten. Also haben ihre Redakteure selbst eine gemacht. Das sind unsere Hits unter Spaniens Stränden.

  • Die Granadella-Bucht in Jávea ist Spaniens schönster Strand, wenn es nach der CN geht.
  • Sauberkeit und Familienfreundlichkeit sind Kriterien bei der Wahl der schönsten Strände in Spanien.
  • In Almería schneiden die naturbelassenen Strände am Cabo de Gata gut ab.

Alicante – Los ging es eigentlich mit „High Fidelity“, dem Roman von Nick Hornby über den Besitzer eines Schallplattenladens. Der Protagonist Robert Fleming ordnete die Schicksalsschläge seines verkorksten Lebens mit Hilfe von Hitlisten. Etwa „die Top Five seiner in die Brüche gegangenen Beziehungen“. Seitdem durchdringen die aberwitzigsten Charts sämtliche Bereiche des tägliches Lebens. Es gibt kein Museum, kein Restaurant, kein Urlaubsland, das nicht in irgendeiner Hitliste oben, unten oder in der bedeutungslosen Mitte rangiert. Was bisher fehlte, war eine Hitliste über Spaniens Strände, mit der die Costa Nachrichten allen Urlaubern, die nach der Öffnung der Grenzen ab Juli, nach Spanien kommen, den Mund etwas wässrig machen wollen.

Spaniens schönste Strände: CN-Mitarbeiter wählen ihre Favoriten

Möglicherweise kennen ihre Mitarbeiter die Costa Blanca nicht so gut wie Robert Fleming seine Plattensammlung, aber sie wissen ganz sicher mehr über ihre besten Strände - seien es die schönsten Hundestrände, Strände zum Flanieren oder Buchten für Familienpsaß - als er über seine Frauen.

Ein Mann geht am Strand von Huelva spazieren.

Denn der schönste Strand in ganz Spanien ist laut der CN die Granadella. Kein Witz. Drei Mitarbeiter machten die Bucht in Jávea an der Costa Blanca zur Number One, einer gab ihr Rang zwei und zwei setzten sie auf Platz drei. So wenige? Die 38 teilnehmenden Verlagsangestellten mussten zwischen 3.500 Stränden in Spanien wählen, von der schönen Atlantikküste im Norden bis zu den Winterbadeparadiesen auf den Kanaren, von der Costa del Sol in Andalusien bis zu den „deutschen Exklaven“ auf den Balearen. Da streute sich die Gunst.

Spaniens schönste Strände: Granadella-Bucht in Jávea läuft allen den Rang ab

Zugegeben, die Granadella schaffte es nur dank eines Heimvorteils und des Schiedsrichters – die CN – ganz nach oben aufs Podest. Denn Ses Illetes auf Formentera und der Salinas-Strand auf Ibiza verbuchten auch drei Spitzenpositionen. Der Spitzenstrand auf Formentera holte sogar zusätzlich zwei zweite Plätze, – also einen mehr als die Granadella in Jávea. Dafür wählte ein CN-ler mehr die Bucht unter die ersten drei. Das brachte ihr Platz eins ein.

Achtungsvoll abgeschlagen, aber auf dem undankbaren vierten Platz: Der Benidormer Poniente-Strand mit drei Spitzenrängen, aber keinen zweiten und keinen dritten Platz. So ist halt Benidorm, man liebt oder man hasst es.

Spaniens schönste Stände: Cabo de Gata in Almería liegt hoch in der Gunst

CN-Mitarbeiter äußerten sich in der ersten Frage nach den besten Stränden Spaniens sehr gespalten. Aus geographischer Sicht vor allem. Entweder sprachen sie ihre Gunst den Stränden vor ihrer Haustüre aus, oder sie schweiften ganz weit ab in die Ferne. Strände in Murcia tauchten in der dreiseitigen Umfrage mit Ausnahme des Calblanque fast gar nicht auf. Schade. Auch die Provinz Castellón und die Region Katalonien gingen fast leer aus. Der Stadtstrand Malvarrosa in der Landeshauptstadt Valencia ebenso, als ob es nördlich von Oliva keine Badestrände mehr gäbe.

Die Strände in Tarifa in der Provinz Cádiz, von San Sebastián und Zarautz oben im Baskenland und auch einige Strände in Galicien und Asturien stehen dagegen viel höher in der Gunst der CCN. Die meisten schönsten Strände vereinigt das Cabo-de-Gata-Naturschutzgebiet in Almería. Die Strände Los Muertos, Los Escullos und Mónsul im Cabo de Gata heimsten drei erste, einen zweiten und drei dritte Plätze ein, – zusammen also mehr als die Granadella.

Den Lieblingsstrand vor ihrer Haustür mussten die Redakteure, Graphiker, Anzeigenberater und Verwaltungsangestellten ihrer Zeitung natürlich auch verraten. Ferner teilten die Mitarbeiter der CN mit, welcher Strand ihnen eine halbstündige Anfahrt wert ist. Demnach baden die meisten CN-Mitarbeiter in der Cala Baladrar in Benissa und am San-Juan-Strand in Alicante. Als beliebtestes Ausflugsziel rangiert der Dünenstrand in Oliva mit sieben Stimmen knapp vor der Granadella mit sechs und dem Portitxol-Strand in Jávea mit vier. Wobei zu berücksichtigen ist, dass 18 der 38 Teilnehmer der Umfrage in der Marina Alta wohnen, also zwischen Dénia und Calpe.

Spaniens schönste Strände: San Juan, der familienfreundliche

Was aber schätzen CN-Mitarbeiter an einem Bad an diesen Stränden? Die Spitze beider Gruppen formieren zwei einander völlig konträre Strände, nämlich die verwunschene Baladrar-Bucht in Benissa und der breite San-Juan Strand in Alicante. Außer Wasser haben beide wenig miteinander gemein. Das gilt auch für die beiden Spitzenreiter in der Kategorie der Nahausflugsziele: Der ewige breite und endlos lange Dünenstrand in Oliva lässt sich gar nicht mit der steinigen Granadella-Bucht vergleichen. Der Grund für so ein Urteil dürfte in den Badevorlieben der CN-Mitarbeiter zu suchen sein. Einsame Buchten (19 Stimmen) und Dünen (17) kleben ganz oben auf der Beliebtheitsskala der CN-Strandbesucher, kleine und große Stadtstrände stehen dagegen nicht so hoch in der Gunst.

„Der San-Juan-Strand hat alle Installationen, die man braucht, ist kilometerlang und praktisch für einen Strandbesuch mit Kindern“, meint Redakteurin Judith Finsterbusch. Der Strand ist gut erreichbar. Mit dem Auto vorfahren, Strandsachen und Kinderspielzeug raus und los geht es. Restaurants und Chiringuitos gibt es gleich nebenan. Feiner Sand, sauberes Wasser sind Pluspunkte.

Spaniens schönste Strände: Sauberkeit ist wichtig

Ein wirklich guter Strand, also. Wie der Muchavista-Strand in El Campello, der Poniente-Strand in Benidorm, der Fossa-Strand in Calp oder die Las-Marinas-Strände in Dénia. Rein aus objektiven Gesichtspunkten halten die Teilnehmer der CN-Umfrage Villajoyosa für die Gemeinde mit den besten Stränden der Costa Blanca.

So stuften die CN-Mitarbeiter die Charakteristiken des San-Juan-Strands auf einer Skala von 0 (nicht wichtig) bis 10 (sehr wichtig) ein: Sauberkeit und Fußduschen erreichten im Schnitt 9,75 Punkte, Rettungsschwimmer 9,25 Punkte, Umkleiden und Toiletten 8,5 Punkte, Liegen und Sonnenschirmverleih sowie Chiringuitos je 8,25 Punkte, und der Bedeutung einer Strandpromenade maßen die CN-Mitarbeiter 7,75 Punkte bei. Dort ist wichtig, was praktisch ist. Was aber nicht heißen muss, dass ein Rundumangebot an Dienstleistungen den Beliebtheitsgrad eines jeden Strandes nach oben schraubt.

Spaniens schönste Strände: Ruhe und klares Wasser werden hoch geschätzt

Mit einer Rundumversorgung rechnet in der Baladrar-Bucht in Benissa wohl kein Badegast. „Eine sehr schöne Ecke“, meint eine andere Redakteurin. Etwas unbequem zum Baden, gibt sie zu. Wegen der Steine. Doch in der nur 300 Meter langen Bucht gibt es keine Fußduschen, keine Strandpromenade, keine Toiletten, keine Sonnenschirme oder Liegen zu mieten. Nicht einmal die Lage scheinen die CN-Mitarbeiter mit einer durchschnittlichen Bewertung von 8,75 von 10 möglichen Punkten allzu wichtig zu nehmen. Ausgesprochen schön ist es dort ja auch nicht. Die Ruhe schätzen die Befragten, das saubere Wasser, das gute Ambiente in „ihrer“ Beach Bar Baladrar. Nicht aufgrund dank der Vorzüge heimste die Bucht so viele Punkte ein, sondern weil sie aus subjektiven Gründen der persönliche Favorit vieler CN-Mitarbeiter ist.

Die persönliche „Mein Strand“-Note schwingt auch bei den Bewertungen der Playas mit, für die die Befragten gerne eine halbe Stunde Fahrzeit auf sich nehmen. Toll finden die Leute am Dünenstrand in Oliva ganz konkret den Chiringuito Oli-Ba-Ba und in der Granadella das Restaurant Sur. Die Befragten haben diese Lokale aufgeführt, ohne dass gezielt nach einem Restaurant oder einer Bar gefragt wurde.

Spaniens schönste Strände: Einmalige Sonnenuntergänge am Dünenstrand von Oliva

Am Aigua Blanca in Oliva ergötzt sich Redakteurin Susanne Eckert an den Sonnenuntergängen in der Dünenlandschaft, dem weiten Blickfeld mit dem Montgó im Westen. Ein ewig breiter und langer Strand, der nie überfüllt scheint. Da muss man sich nicht wundern, dass bei den Nahausflugszielen Oliva bei einigen Charakteristiken wie Lage, Sauberkeit, Publikum und Chiringuitos Spitzenwerte von acht bis zehn Punkte einfährt, während andere Strandcharakteristiken wie Liegen- und Sonnenschirmverleih für wahre Fans des weißen Dünensands von Oliva im wahrsten Sinne des Wortes überhaupt keine Rolle spielen.

Mit ihrem kristallin-türkisen Wasser und den schroffen Bergen nimmt auch die paradiesische Granadella-Bucht eine führende Position in dem selektiven Club der 10-oder-0-Strände in der CN-Umfrage ein. Gewisse Eigenschaften wie die Lage sind ihren Badegästen wichtig, das Fehlen anderer Dienstleistungen komplett egal. Wobei eine weitere Redakteurin zu den Lobeshymnen über die Strandschönheit aus Jávea schon „die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit der Leute“ und das Vorhandensein einer – wenn auch gebührenpflichtigen – Dusche anführen möchte.

Einen Top-Strand machen eine hohe Wasserqualität, Sauberkeit und gute Lage aus. Und zwar genau in dieser Reihenfolge. Auf einer Skala von 0 bis 10 maßen die Teilnehmer der Umfrage der Wasserqualität eine Bedeutung von 9,6 zu, der Sauberkeit des Strandes 9,2 und der Lage oder Umgebung 8,7.

Spaniens schönste Strände: Oft unterschätzt, aber lebenswichtig: Rettungsschwimmer

Weit aus weniger gewürdigt werden die Bemühungen der Küstengemeinden, ihre Strände mit Rettungsschwimmern, Umkleidekabinen, Holzstegen, Liegen und Sonnenschirmen auszustatten. Der Aufwand kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Strand als eine natürliche Umgebung eine große Bedeutung beigemessen wird.

Je weniger Leute, desto besser. Eigentlich ein Paradoxon in der Badesaison. Vielleicht liegt darin auch ein Grund für das gute Abschneiden kleiner und abgelegener Buchten, während Massenbadestrände wie La Fossa in Calpe oder der Levante-Strand in Benidorm wenige Anhänger bei der CN fanden. Mit einer Note von 7,5 hielten es die Mitarbeiter für wichtig, an einem Strand mit wenig Leuten zu baden. Die Masse zieht kaum jemanden an. Note: 2,4.

Spaniens schönste Strände: Jávea geht als klarer Sieger hervor

Jávea geht als großer Sieger der CN-Umfrage über Strände hervor. 14 Verlagsmitarbeiter stimmten für Jávea als den Ort mit der schönsten Küste. Den zweiten Platz teilen sich klar abgeschlagen Dénia und Villajoyosa mit vier Stimmen gefolgt von Benissa und Moraira mit je drei. Der absolute Hit scheint der Jáveas Arenal als Ausgehviertel zu sein. Zwölf Verlagsmitarbeiter schwören darauf, dass die besten Strandbars sich an der Küstenmeile befinden, nur fünf setzten auf den Favoriten Benidorm.

Bei der Wahl der schönsten Strandpromenade lässt sich kein klarer Sieger bestimmen. Dénia, Calpe und Alicante überzeugen vier CN-ler, Benidorm, Albir und Jávea kommen je auf drei Stimmen und der Paseo Ecológico von Calpe nach Benissa sowie Villajoyosa holten zwei Stimmen. Völlig auseinander – ja bis in die Karibik und nach Santander – gehen die Meinungen über den schönsten Strand für einen romantischen Strandspaziergang. Vier entschieden sich erneut für Jávea, drei für Altea und den Las-Rotas-Strandweg in Dénia sowie je zwei für Benidorm, den Paseo Ecológico von Calp nach Benissa sowie Albir.

Rubriklistenbild: © María José López/EUROPA PRESS/dpa

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