1. Costa Nachrichten
  2. Service
  3. Reise

Stellplätze für Campingmobile in Andalusiens Häfen - Mit dem Zug direkt von Málaga nach Granada

Erstellt:

Von: Marco Schicker

Kommentare

Ein Hochgeschwindigkeitsug AVE steht an einem Gleis, Passagiere steigen ein.
Nonstop von Málaga nach Granada. © Alberto Estevez/dpa

Von Málaga mit dem Zug nach Granada ohne Umstieg - Mit der Metro zur Feria im August und - legale - Stellplätze für Camper direkt in den Häfen Andalusiens. Verkehrsnachrichten:

Ab 4. April geht es von Málaga ohne Umstieg nach Granada

Granada – Ab 4. April wird die lang erwartete Bahnverbindung zwischen Málaga und Granada Realität. Bisher mussten Fahrgäste stets in Antequera Santa Ana umsteigen, was die Reise, die nun 70 Minuten dauern wird, zuvor um rund 40 Minuten verlängerte. Zunächst wird Renfe zwei tägliche Verbindungen in jede Richtung mit 6.000 Plätzen pro Woche anbieten: 7.40 und 18.50 ab Granada und 9.25 sowie 20.25 Uhr ab Málaga, die Taktung aber dem Bedarf anpassen. So sind nun auch bequem Tagesausflüge zur Alhambra umsetzbar, ohne dafür auf das Auto oder den Bus angewiesen zu sein. Für Andalusien ein wichtiger Impuls für den Inlandtourismus.

Antequera Ciudad - Hinterlandort mit zwei AVE-Stationen

Noch "vor dem Sommer" soll auch die zweite AVE-Station für Antequera Wirklichkeit werden, so dass der Schnellzug Sevilla-Granada, aber auch ein Zug nach Málaga und Córdoba dann von "Antequera Ciudad" benutzt werden kann. Die bisherige Station Antequera Santa Ana - die zusätzlich zu oben genannten auch Direktverbindungen nach Madrid und Algeciras ermöglicht - liegt 20 Kilometer vor der Stadt und ist nur mit Auto oder Taxi erreichbar, die städtische Busanbindung (zu selten und zu Unzeiten) ist ein Witz. Antequera hofft durch die modernisierte Reaktivierung des alten Stadtbahnhofs, mehr Besucher ohne Auto begrüßen zu können.

Andalusiens Häfen bieten legale Stellplätze für Campingmobile an

Hafen für Camper in Barbate.
Neuer Stellplatz für Campingmobile, autocaravanas, im Hafen von Barbate. © Puertos de Andalucía

Barbate – Illegal geparkte Wohnmobile in Spanien, bevorzugt an Stellen mit Meerblick, sind ein chronisches Ärgernis für Kommunen, Polizei und Strandbesucher in Spanien. Viele der Camper wissen gar nicht, dass sie direkt in mehreren Häfen legal und mit einigem Service Station machen können, auch mit Übernachtung. Die Agencia Pública de Puertos bietet solche Stellplätze seit 1. Februar an folgenden Häfen an: Chipiona, Caleta de Vélez, Barbate und Ayamonte, wobei letzterer einige Wochen wegen Verbesserungsarbeiten geschlossen bleibt.

Die Stellplätze sind mit den üblichen Wasserbetankungs- und entsorgungsanlagen bestückt, verfügen über Ladestellen für Batterien und E-Fahrzeuge, die meisten liegen zudem nahe an Restaurants und Geschäften, einige bieten auch Duschen und Lavanderías, Waschsalons an. Der Preis für einen Stellplatz, inklusive des Borne-Moduls für Wasser und Batterien ist auf 12,55 Euro fixiert, 3 Euro nur für Borne und rund 10 Cent pro Kilowattstunde Strom.

Die Hafenagentur stelle außerdem die ökologisch einwandfreie Entsorgung des Mülls sicher und wirbt zudem damit, dass die Campingmoblisten Spanien hautnah erleben könnten, in Kontakt mit Freizeitkapitänen und Fischern kämen und „spektakuläre“ Landschaften genießen könnten. Weitere Infos zu den genannten Stellplätzen unter „actividades“ bei: www.puertosdeandalucia.es

Metro Málaga fast bis ins Zentrum: Ein Jahrzehnt für zwei Stationen

Málaga – „Zur Feria im August können die Malagueños schon mit der U-Bahn ins Zentrum fahren“. So freut sich Elías Bendodo, Kabinettschef der Landesregierung Andalusien, über die ersten „echten“ Probefahrten, die dieser Tage stattfinden, seit der letzte Tunnel fertiggestellt wurde. Die Metro Linie 1 vom Tech Park wird dann über die Renfe-Station (El Perchel) mit zwei neue Stationen bis zum Guadalmedina-Fluss und fast bis ins Zentrum der Stadt an der Markthalle Ataranzas verlängert.

Ausgrabungen bei Metro Malaga.
Beim Metro-Bau in Málaga wurde ein ganzer Stadtteil aus der islamischen Epoche freigelegt. © Nicholas Hock

Die Fertigstellung verzögerte sich wegen Fehlplanungen, aber vor allem wegen umfassender archäologischer Entdeckungen um Jahre. Am Kaufhaus Corte Inglés wurde ein ganzer maurischer Stadtteil aus der Almoravíden-Epoche ab 11. Jahrhundert freigelegt und wird teilweise unter Glas in die Station integriert. Die bei El Perchel entdeckte Festung San Lorenzo aus dem 17. Jahrhundert, römische Artefakte und maurische Mauern stehen mittlerweile unter Denkmalschutz. 550 Millionen Euro kostete dem Land das Projekt, allein seit 2014. 20 Millionen davon die Archäologie.

Der Betreiber kalkuliert, dass die Metro Málaga statt sieben Millionen Fahrgästen 2019 künftig bis zu 18 Millionen im Jahr transportiert. Weitere zeitlich noch sehr vage Planungen sind der Ausbau der Linie 2 bis zum Hospital Civil im Norden und die Verlängerung Richtung Westen bis zum Airport, bei Einbeziehung von Alhaurín de la Torre sowie eine Linie 3, die über La Malagueta bis Rincón de la Victoria reichen könnte. Letzteres wird aber auch als eine Verlängerung der Cercanía-S-Bahn der Renfe angedacht. In noch weiter entfernteren Planspielen, deren Umsetzung vielleicht einmal unsere Enkel erleben werden, gibt es eine Linie 4 für die Ciudad Jardín bis hin zu einer Linie 6 als eine Ringbahn um das gesamte Zentrum der Stadt.

Zum Thema: Trotz vieler Krisen, Málaga erwartet Rekord-Jahr 2022 beim Tourismus.

Auch interessant

Kommentare