Leere Straßen vor dem Palace of Westminster in London während der Corona-Pandemie.
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Für Briten gilt ein Auslandsreisen-Verbot.

Ganz anders als in Deutschland

Kein Mallorca-Urlaub: Briten droht saftige Geldstrafe bei Auslandsreisen

Private Auslandsreisen sind für die Bewohner Großbritanniens derzeit verboten. Aus der Regel wird ab Montag ein Gesetz. Bei Verstößen droht eine saftige Geldstrafe.

Während sich deutsche Urlauber, die den Corona-Lockdown satt sind, in einen Flieger nach Mallorca begeben*, werden in Großbritannien die Maßnahmen bezüglich Auslandsreisen noch fester gezurrt. Aktuell gilt bereits für alle Inselbewohner die Regel: „Stay at home“. Ab kommender Woche wird sie sogar zum Gesetz und Verstöße mit hohen Geldstrafen geahndet: 5.000 Pfund, umgerechnet 5.800 Euro, müssen Briten dann zahlen, wenn sie bei privaten Reisen ins Ausland erwischt werden.

Corona-Regeln in England: Auslandsreisen für Briten frühestens ab Mitte Mai

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll diese Maßnahme vorerst bis Ende Juni gelten. Die bisherigen Pläne der Regierung, über internationale Reisen im April zu beraten und eventuell ab dem 17. Mai wieder zu erlauben, sind aber noch nicht ad acta gelegt. Die Geldstrafen seien laut dem Gesundheitsminister Matt Hancock für den Fall in die Gesetzgebung mit aufgenommen worden, dass dies nicht möglich sein sollte. Derzeit sind Auslandsreisen für die Inselbewohner verboten. Als einzige Ausnahmen gelten Aufenthalte mit triftigem Grund, so wie Geschäftsreisen oder ausbildungsbedingte Reisen. Das Thema Auslandsreisen soll laut Hancock am 12. April noch einmal von der Regierung besprochen werden.

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Keine Auslandsreisen für Briten: Experte rät zu Urlaub im eigenen Land

„Viele Leute wollen wissen, was an der Urlaubsfront passieren wird, und ich weiß, dass es eine große Neugierde und ein großes Interesse gibt“, erklärte Premierminister Boris Johnson laut BBC bei einer Pressekonferenz. Derzeit sei es aber noch „zu früh“, um neue Regeln für Auslandsreisen im Sommer festzulegen. Der Regierungsberater Neil Ferguson, Epidemiologe am Imperial College London, erklärte dem Radiosender BBC Radio 4, dass die Grenzmaßnahmen langsamer gelockert werden sollten als die inländischen Beschränkungen: „Ich denke konservativ, und so risikoscheu wie wir im Moment sind, sollten wir unseren Sommer-Urlaub in Großbritannien nicht in Übersee planen.“ Auch die Ausnahmen, die derzeit für Auslandsreisen gelten, sieht er kritisch und wünscht sich einen verpflichtenden Corona-Test für alle Einreisenden.

In Deutschland hingegen haben Bund und Länder die Reise-Beschränkungen hinsichtlich des Andrangs auf Mallorca-Reisen nur leicht verschärftRückkehrer sollen einen verpflichtenden Corona-Test durchführen. Ein tatsächliches Reiseverbot besteht allerdings nicht, auch nicht für Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiete. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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