Coronakrise

Reisen trotz Pandemie bald wieder möglich? Erste Vorab-Details aus Corona-Gipfel

Am heutigen Mittwoch debattieren Bund und Länder erneut über die Corona-Maßnahmen in Deutschland. Fraglich sind bisher Lockerungen für den Tourismus.

  • Heute findet der Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern statt.
  • Thema ist auch, ob touristische Einrichtungen und Gastronomie wieder öffnen werden.
  • Eine Beschlussvorlage deutet auf Lockerungen im Tourismus hin - aber erst ab einem Schwellwert.

Berlin - Ob nach Mallorca, in die Toskana oder nach Südfrankreich - viele Bürger fragen sich, ob Reisen diesen Sommer wieder möglich sein werden. Mögliche touristische Öffnungen sind am heutigen Mittwoch auch ein Thema des Corona-Gipfels zwischen Bund und Ländern. Vorrangig geht es aber um eine möglichere Verlängerung des Lockdowns und das weitere Vorgehen der Regierung. Vorab wurde dabei bekannt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel auf eine Ausdehnung des Lockdowns um zwei Wochen, bis zum 01. März, pocht.

Hoffnung auf eine Entspannung der Pandemie-Situation und damit auch auf mögliche Lockerungen machen die Corona*-Fallzahlen: Am gestrigen Dienstag ist die Sieben-Tage-Inzidenz des Coronavirus erstmals seit drei Monaten wieder unter die Schwelle von 75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gesunken. Auch am heutigen Mittwoch sind die Neuinfektionen wieder gesunken, derzeit gibt es 8072 neue Corona-Fälle in Deutschland. 

Die griechische Insel Kreta ist einer der wenigen Orte, der nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft ist.

Reisen während der Corona-Pandemie: Lockerungen unwahrscheinlich

Erste Details zu den Entscheidungen, die beim Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch getroffen werden, sind bereits durchgesickert. Zu möglichen Lockerungen im Tourismus gibt es aktuell wenig Neuigkeiten. Es gibt aber Informationen, die auf eine schrittweise Öffnung ab dem 01. März hindeuten: Dem Magazin Business Insider lag bereits gestern ein vertrauliches Papier des Landes Berlins vor. Darin ist ein 3-Stufen-Plan aufgeführt, der auch auf Lockerungen für touristische Reisen hindeutet: So könnten ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 20 touristische Übernachtungen und Gastronomie-Angebote wieder möglich sein. Restaurants dürfen dabei nur bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten gleichzeitig bewirten.

Fällt die Sieben-Tage-Inzidenz dann unter die Schwelle von 10, können bis zu 10 Gäste gleichzeitig ein Restaurant besuchen. Interessant für Touristen dürfte aber auch die Bestimmungen hinsichtlich Fitness- oder Wellnessangeboten von Hotels sein: Auch hier muss der Schwellenwert von 10 unterschritten werden, damit Hotels Aktivitäten wie diese wieder anbieten können.

Was ist mit Auslandsreisen während der Corona-Krise?

Wer gerne im Frühjahr oder im Sommer trotz Corona-Pandemie ins Ausland reisen möchte, muss sich an den Vorgaben und Empfehlungen des Auswärtigen Amts orientieren. Derzeit gilt: Die Bundesregierung spricht für alle Länder, die als Risikogebiet eingestuft sind, eine Reisewarnung aus. Abgeraten wird von Reisen in Länder, bei denen eine Einreise nur eingeschränkt möglich ist oder eine Quarantäne nach der Einreise vorgesehen ist. Für Länder, bei denen das Infektionsgeschehen gering ist als und die Reisemöglichkeiten uneingeschränkt sind, rät die Bundesregierung nur zu besonderer Vorsicht. Wichtig ist: Auch eine Reisewarnung ist kein Verbot, sondern nur eine dringende Empfehlung der Regierung. 

Länder und Regionen innerhalb Europas, die aktuell nicht als Risikogebiete eingestuft sind:

  • Die Färöer-Inseln
  • Griechenland: Die Region Ostmakedonien und Thrakien sowie die griechischen Inseln Kreta, Kos, Rhodo und Mykonos.
  • Norwegen: Die Provinzen Rogaland, Trøndelag und Vestfold og Telemark

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. (Paul Siethoff)

Rubriklistenbild: © Maria Maar/imago-images

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