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Sie hören im Flugzeug „Jim Wilson“? Was das Code-Wort der Crew bedeutet

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Von: Franziska Kaindl

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Immer wieder kommt es vor, dass Flugzeuge auch Tote transportieren. Die Crew benutzt dann ein spezielles Code-Wort, um Passagiere nicht zu beunruhigen.

An Bord eines Flugzeuges sitzen Passagiere dicht aufeinander und auch die Crew verrichtet ihre Arbeit größtenteils in Hör- und Sichtweite der Mitreisenden. Daher haben Airline-Mitarbeiter eigene Code-Wörter erfunden, mit denen sie untereinander oder über Durchsagen kommunizieren können, ohne dass Passagiere beim Mithören unnötig beunruhigt werden.

„Jim Wilson“ an Bord? Flugzeug-Crew meint damit einen Toten

Haben Sie die Flugbegleiter an Bord schon einmal von einem gewissen „Jim Wilson“ sprechen hören? Dabei handelt es sich nicht unbedingt um einen Passagier, wie das britische Online-Portal The Sun vor einiger Zeit informierte: Mitarbeiter der Fluggesellschaft American Airlines verwenden den Namen als Code-Wort für einen Toten an Bord. Dem Bericht zufolge leitet sich der Begriff von dem Namen der Firma ab, welche die Kasten herstellen, mit denen die Leichen sicher transportiert werden.

Stewardess steht im Gang eines Flugzeugs.
Wenn Flugbegleiter untereinander sprechen, kommen manchmal Code-Wörter zum Einsatz. © Imago

Auch bei deutschen Airlines hat sich der Deckname für verstorbene Fluggäste teilweise durchgesetzt, wie ein Flugbegleiter dem Online-Portal Travelbook anonym verriet. „Wir nennen Tote tatsächlich so“, erklärte der Mitarbeiter. Allerdings würde das nur selten vorkommen.

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Heimliche Code-Wörter, welche die Crew für Verstorbene verwendet

Bekannter scheint da im deutschsprachigen Raum der Begriff „Hugo“ zu sein. „Von einem Hugo spricht man in Airline-Kreisen, wenn Passagiere als Leiche transportiert werden. Oder auch von Passagieren, die während des Fluges verstorben sind“, sagt der Berufspilot Patrick Biedenkapp laut Travelbook. Hugo sei eine Abkürzung für „human gone“, eingedeutscht wurde daraus „Heute unerwartet gestorbenes Objekt“ gemacht. Der Vorteil des Begriffes sei laut Biedenkapp, dass er weit weniger dramatisch klänge als „der Tote“. Abgesehen davon würden laut The Sun manche Airlines auch den Decknamen „HR“ verwenden. Dieser steht für „human remains“ (dt. sterbliche Überreste).

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