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Fettnäpfchen im Italien-Urlaub: Mit diesem Verhalten outen Sie sich als Tourist

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Von: Franziska Kaindl

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Andere Länder, andere Sitten: Das gilt auch für Italien, eines der liebsten Urlaubsländer der Deutschen. Folgende Verhaltensweisen sind ein No-Go.

Italien hat dank seiner spannenden Geschichte einiges an antike Stätten und Sehenswürdigkeiten zu bieten, doch im Sommer zieht es Urlauber vor allem an die zahlreichen Strände und Seen. Nicht zu vergessen das leckere Essen: Pizza, Pasta, Risotto und Fischspeisen locken zahlreiche Urlauber nach „Bella Italia“. Wer sich im Urlaub aber nicht sofort als Tourist outen will, sollte wissen, was in Italien gebräuchlich ist – und mit welchem Verhalten Sie eher für skeptische Blicke sorgen.

Cappuccino nach 11 Uhr? Damit tanzen Sie aus der Reihe

In Italien gibt es einige ungeschriebene Regeln, was den Kaffeegenuss betrifft. Cappuccino wird beispielsweise nur zum Frühstück getrunken, nach 11 Uhr ist er verpönt. Dasselbe gilt für andere Kaffee-Variationen mit Milch, zum Beispiel caffè latte oder macchiato, da diesen nachgesagt wird, die Verdauung zu stören. Wenn es nach dem Mittag- oder Abendessen noch einen Kaffee geben soll, dann üblicherweise einen Espresso. In den meisten Fällen wird zum Espresso ein Wasser gratis mit serviert – dieses wird davor getrunken und nicht danach, denn es soll die Geschmacksnerven neutralisieren.

Kaffee wird meistens an der Theke getrunken

Wenn Sie einen Kaffee an der Theke bestellen, sollten Sie nicht den Fehler machen, mit der Tasche anschließend an einen Tisch zu gehen. An der Theke gibt es den Espresso nämlich immer günstiger – die sogenannten „al banco“-Preise sind gesetzlich festgelegte Höchstpreise, die von der Region abhängig sind, aber in der Regel maximal einen Euro betragen. Er ist für Gäste gedacht, die nur schnell einen Kaffee trinken und dann sofort wieder gehen. Am Tisch hingegen kann der Wirt selbst entscheiden, wie viel er sich den Service zusätzlich kosten lassen will. Welches Trinkgeld in Italien üblich ist, erfahren Sie hier.

Wann gibt es in Italien Abendessen?

Während in Deutschland in der Regel zwischen 18 und 20 Uhr zu Abend gegessen wird, geht es in Italien um 20 Uhr erst so richtig los. Wenn Sie hier zu Ihrer typischen Essenszeit in ein Restaurant gehen, dann befinden Sie sich in der Regel in Gesellschaft mit anderen Touristen. Manchmal sind Restaurants aber auch noch gar nicht mit den Vorbereitungen für das Abendgeschäft fertig. Was das Mittagessen angeht, so müssen Sie sich nicht allzu sehr umgewöhnen: Das gibt es gewöhnlich zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr.

Via San GIacomo della Vittoria in der italienischen Stadt Allessandria.
Wer mitten am Nachmittag schon in einem italienischen Restaurant ist, ist meistens kein Einheimischer. © Imago

Kassenzettel in Italien immer mitnehmen

Tatsächlich ist es in Italien gesetzlich vorgeschrieben, dass Sie Ihren Kassenbon mindestens zehn Minuten aufbewahren müssen. Es ist egal, was Sie sich gekauft haben – die Rechnung darf nicht sofort im Müll landen. Es kann nämlich passieren, dass Sie beim Herausgehen aus dem Laden von einem Finanzbeamten (Guardia di Finanza) danach gefragt werden. Damit wird sichergestellt, dass der Ladeninhaber keine Steuern hinterzieht. Weitere Verbote in Italien, die sogar Geld kosten, lesen Sie hier.

Tischmanieren: So wird in Italien „richtig gegessen“

In Italien outen Sie sich relativ schnell als Tourist, wenn Sie nicht über die Gepflogenheiten bei Tisch Bescheid wissen. So ist es gar eine Sünde, die Spaghetti mit dem Messer kleinzuschneiden oder auf einem Löffel aufzurollen. Spaghetti werden einfach um die Gabel gewickelt und fertig. Nach Pizza Hawaii fragen Sie am besten gar nicht – Ananas als Belag ist verpönt. Und Parmesan auf Fisch oder Meeresfrüchten ist ebenfalls ein schlimmer Fauxpas. Selbst Pizza wird traditionell nicht mit Messer und Gabel in kleine Stückchen geschnitten. Die Geburtsstadt des Gerichts ist Neapel – hier war Pizza ursprünglich als Streetfood gedacht, das zweimal gefaltet gegessen wird.

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