Teneriffa, Gran Canaria und mehr

Urlaub auf den Kanaren in Spanien ist jetzt trotz Corona wieder möglich

Die Kanaren sind kein Corona-Risikogebiet mehr. Ein Urlaub dort ist trotz des Lockdowns in Deutschland möglich - allerdings gibt es eine Bedingung.

Update vom 4. November, 11.23 Uhr: Zuerst die gute Nachricht: Auf den Kanaren ist Stand jetzt pauschaler Urlaub trotz des Lockdowns in Deutschland und den damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens weiter möglich. Das ist ab Mitte November aber nur noch unter Vorlage eines negativen Corona-Tests möglich.

Kanarische Inseln Spanische autonome Gemeinschaft
Fläche7.493 km²
Bevölkerung2,153 Millionen (2019)
Größte Stadt Las Palmas de Gran Canaria

Ab Samstag, 14. November, müssen alle Reisenden auf den Kanaren, die mindestens sechs Jahre alt sind und sich in einem touristischen Beherbergungsbetrieb aufhalten möchten, an der Rezeption ein negatives Corona-Testergebnis vorlegen, heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes für Spanien. Das gilt für Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und Ferienhäusern.

Der Corona-Test darf demnach nicht älter als 72 Stunden sein, das Ergebnis ist in Papierform oder auf dem Smartphone vorzuzeigen. Es würden sowohl PCR- als auch Antigen-Schnelltests akzeptiert. Der Test sollte nach Möglichkeit in Deutschland gemacht worden sein, er könne aber auch im Anschluss an die Einreise in autorisierten Teststationen auf den Kanaren auf eigene Kosten durchgeführt werden.

Deutsche Reiseveranstalter bieten weiterhin Pauschalreisen auf die Kanaren an. Trotz des Teil-Lockdowns in Deutschland seien Reisen weiter möglich, erklärte zum Beispiel Alltours. Auch Tui und DER Touristik hat weiterhin Kanaren-Urlaub im Programm.

Für die Kanarischen Inseln besteht derzeit wegen der niedrigen Sieben-Tagen-Inzidenz keine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Grundsätzlich ist eine solche Warnung auch kein Reiseverbot.

Kanaren kein Corona-Risikogebiet mehr: Auf diesen Inseln ist die Reisewarnung aufgehoben

[Erstmeldung] Hamm - Die Kanaren - also die kanarischen Inseln, die zu Spanien gehören - gelten nicht mehr als Risikogebiet in Sachen Coronavirus*. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Inselgruppe von der Liste der Risikogebiete gestrichen, wie wa.de* berichtet. Demnach weisen das Auswärtige Amt, das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium die sieben Inseln Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, Lanzarote, La Gomera, La Palma und El Hierro nicht mehr als Corona-Risikogebiete aus. Damit wird die Reisewarnung aufgehoben.

Kanaren kein Corona-Risikogebiet mehr: Reisewarnung aufgehoben - alle News zum Urlaub

Dass die Kanaren nicht weiter als Risikogebiet in Sachen Corona gelten, ist besonders - da Deutschland insgesamt von Risikogebieten umzingelt ist. Die Entscheidung - mit der auch die Reisewarnung aufgehoben wird - ist am Donnerstag, 22. Oktober, um 9 Uhr im Rahmen der aktualisierten Liste des RKI verkündet worden. Die Neuerungen treten am Samstag, 24. Oktober, in Kraft.

Unterdessen hat die Bundesregierung Deutschlands Nachbarländer Schweiz* und Polen, fast ganz Österreich* und große Teile Italiens* zu Corona-Risikogebieten erklärt. Von Urlaub in einem dieser Länder ist demnach abzuraten. Auch Großbritannien (bis auf die Kanalinseln und Überseegebiete), ganz Irland* und Liechtenstein gelten ab Samstag als Risikogebiete. Hinzu kommen einzelne Regionen in Bulgarien, Kroatien und Schweden.

Kanaren jetzt ohne Reisewarnung: Das sind die Rahmenbedingungen für eine Einstufung als Risikogebiet

Doch was bedeutet es überhaupt für Urlauber, dass ein Land als Risikogebiet eingestuft ist - oder eben nicht? Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst abschreckende Wirkung auf Touristen haben.

Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte einfach Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Corona-Risikogebieten müssen derzeit noch für 14 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Corona-Test davon vorzeitig befreien lassen.

Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschreitet. Das gilt inzwischen für mehr als 130 Länder ganz und für einige weitere teilweise. Für etwa 50 Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen, Quarantäneregeln oder eine Ausreisesperre in die EU.

Kanaren kein Corona-Risikogebiet mehr: Reisewarnung aufgehoben - Ganzjahresziele als Hoffnungsträger

Es bleiben nur noch einzelne Länder, die noch frei von Risikogebieten sind und für die auch nicht von Reisen abgeraten wird. Dazu zählen Griechenland und Zypern.

Die Aufhebung der Reisewarnung für die Kanaren dürfte vor allem die Reiseveranstalter freuen. Für sie sind die Kanarischen Inseln vor der Küste Afrikas mit ihrem sommerlichen Klima das ganze Jahr über einer der wichtigsten Hoffnungsträger für die Wintersaison. Die Entscheidung der Bundesregierung heißt aber noch nicht, dass man jetzt unbeschwert den Weihnachtsurlaub unter Palmen buchen kann. Die Aufhebung der Reisewarnung für Korsika hat zuletzt gerade mal eine Woche gehalten.

Kanaren-Reisewarnung aufgehoben: Inseln keine Corona-Risikogebiete mehr - welche ist Ihr Favorit?

Insgesamt muss natürlich jeder Einzelne für sich selbst entscheiden, ob er eine (Flug-)Reise in Corona-Zeiten sinnvoll und verantwortbar findet. Wenn Sie sich nun aber für einen Urlaub auf den Kanaren entscheiden - in der Hoffnung, dem im Herbst manchmal tristen Alltag entfliehen zu können -, haben wir hier den Kurzüberblick, was die Inseln Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa, Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro ausmacht. Eines haben sie gemeinsam - sie sind aufgrund ihres Klimas beliebte Ziele auch im Winter.

Fuerteventura: Die Insel ist ein Hotspot - derzeit allerdings nicht in Sachen Corona, sondern grundsätzlich für Kite- und Windsurfer. Die Insel ist nämlich bekannt für teils heftigen Wind. Geschmacksache, ob man das als klassischer Badeurlauber oder Fahrradtourist mag. Die Strände auf Fuerteventura können mit weißem Sand aufwarten. Spazierengehen ist hier also eine beliebte Aktivität bei vielen Urlaubern. Viele bevorzugen allerdings auch die Erholung auf der Pool-Liege ihres Hotels. Die Temperaturen sind sehr gleichmäßig - das ganze Jahr über. Sie fallen selten unter 20 Grad, steigen allerdings auch fast nie über 30 Grad.

Kanaren kein Risikogebiet mehr, Reisewarnung aufgehoben - so sind Lanzarote, Teneriffa und Co.

Lanzarote: Lanzarote ist bekannt für karge Lava-Landstriche, aber auch ein entspannter Badeurlaub in teils malerischen Buchten lässt sich dort verbringen. In Sachen Kultur können Reisende auf Lanzarote vieles über den Künstler César Manrique lernen. Insgesamt ist es auf der Insel nicht ganz so voll wie etwa auf der beliebten Familieninsel Gran Canaria. Pärchen finden hier Erholung, auch die Spanier selbst bevorzugen die Insel.

Beliebtes Urlaubsziel für Familien: Die Insel Gran Canaria. Auch diese Kanaren-Insel ist kein Corona-Risikogebiet mehr. Die Reisewarnung wird aufgehoben.

Teneriffa: Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln. Sie ist bekannt für den höchsten Berg Spaniens, den Teide. Für viele Touristen ist eine Exkursion zu Fuß durch den Nationalpark Pflichtprogramm auf Teneriffa. Der Süden der Insel eignet sich für einen Badeurlaub. Der Norden ist unterdessen grüner und bietet mit seiner Natur gute Möglichkeiten zum Wandern - dafür aber weniger Sandstrände. Auch Teneriffas Hauptstadt Santa Cruz zieht Reisende an.

Kanaren kein Risikogebiet mehr - Reisewarnung für Gran Canaria, La Palma und Co. aufgehoben

Gran Canaria: Gran Canaria ist - ähnlich wie Teneriffa - im Norden mit einer üppigeren Vegetation gesegnet als der Süden. Im Norden ist es tendenziell aber auch kühler. Der beliebte Strand von Maspalomas zieht ähnlich wie der restliche trockene und warme Süden Urlauber an. Breite und feine Strände und Dünen sind dort einladend. Im Süden von Gran Canaria fühlen sich Familien wohl, dort gibt es neben den klassischen Hotels auch viele Apartments. Junge Menschen reisen auch zum Feiern auf die Insel. Schwule und Lesben fühlen sich auf der Insel ebenfalls willkommen.

La Palma: Die Insel La Palma ist nicht massentouristisch überlaufen. Dort gibt es hauptsächlich kleine Hotels. Wanderer schätzen die Natur. Im Observatorium am Roque de los Muchachos lassen sich gut Sterne beobachten.

Kanaren kein Risikogebiet mehr: Urlaub in La Gomera oder El Hierro wieder möglich

La Gomera: Wer nach La Gomera möchte, fliegt am besten nach Teneriffa und setzt dann mit der Fähre über. Denn La Gomera hat keinen internationalen Flughafen. La Gomera begeistert Urlauber mit Wandern in der Natur. Golfer finden hier tolle Golfplätze.

El Hierro: Die kleinste und ursprünglichste der Kanareninseln. Entspannen, Wandern und Tauchen geht auf El Hierro gut. - wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Kristina Köller/wa.de

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