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Nichts mehr geschenkt: Lufthansa plant neue Gebühren für Zusatzleistungen

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Von: Franziska Kaindl

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Auch die Lufthansa führt immer mehr Zusatzgebühren für verschiedene Leistungen ein. Selbst Business-Class-Kunden könnten davon in Zukunft nicht ausgenommen sein.

Obwohl bei der Lufthansa aufgrund von Streiks und Flugausfällen in den letzten Wochen viel drunter und drüber lief, darf sich die Airline im Moment über ein gut laufendes Geschäft freuen. Denn besonders in den USA legt der Kranich zu: „Wir gewinnen dort Marktanteile und verkaufen zu Preisen, die wir sonst nicht kennen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr laut Bild. Anders sieht es in Deutschland aus: Hier rechnet der Chef aufgrund der Inflation mit Einbußen. Für Kunden könnte das bedeuten, dass bald noch mehr Zusatzgebühren für verschiedene Leistungen anfallen.

Eine Lufthansa-Maschine steht am Flughafen in Krakau.
Die Lufthansa dreht kräftig an der Preisschraube. © Beata Zawrzel/Imago

Lufthansa schraubt Preise in die Höhe

Die Lufthansa hat auf den meisten innerdeutschen Strecken eine Monopolstellung inne. Aus diesem Grund ist das Unternehmen nicht auf niedrige Ticketpreise angewiesen, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Zudem verweist Spohr auf die gestiegenen Kerosin-Preise. Daher hat die Airline in diesem Jahr schon ein paar neue Zusatzgebühren erhoben, wie die Bild berichtet. Wer zum Beispiel nur im Economy Light Tarif fliegt, muss einen Aufpreis von fünf bis 25 Euro zahlen, um einen speziellen Sitzplatz auswählen zu dürfen. Ansonsten bekommen Sie einen Sitz automatisch zugewiesen. Auch Vielflieger und Stammkunden müssen mittlerweile mehr bezahlen, wenn sie einen Platz ihrer Wahl haben möchten. Eurowings hat außerdem den freien Mittelplatz für zusätzlich zehn Euro eingefunden, sofern dieser verfügbar ist. Auch bei Lufthansa gibt es diese Zusatzleistung laut Bild nun.

Zusätzliche Gebühren für Leistungen auch bei der Business-Class möglich

Bei Billigairlines ist es schon seit längerem gang und gäbe für Zusatzleistungen mehr Geld zu verlangen. Lufthansa könnte ebenfalls immer mehr auf das Baukasten-Prinzip zurückgreifen, wie das Online-Portal Reisetopia vermutet, bei dem Passagiere sich ihr Flugerlebnis selbst zusammenstellen. Auf verschiedenen Foren sei die Rede davon, dass eine Umsetzung nicht mehr weit entfernt sei. Selbst Business-Class-Kunden sollen vor Zusatzkosten nicht gefeit sein: „Wir überlegen, ob wir Zuschläge für bestimmte Sitze in unserer neuen Business-Class ab Sommer 2023 nehmen“, sagte ein Lufthansa-Manager der Bild. Dann können sich Passagiere gegen eine Gebühr mehr Beinfreiheit oder einen Fensterplatz mit Zugang zum Gang sichern. Die Entscheidung dazu sei aber noch nicht offiziell gefallen.

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