Wird so der Streit um die Armlehne im Flugzeug beendet? Ingenieure stellen Lösung vor
Es ist eine nie enden wollende Diskussion: Wer darf die Armlehnen im Flugzeug benutzen? Ein Team von Ingenieuren will dem Problem nun ein Ende bereiten.
Im Flugzeug ist es so oder so schon eng genug, da ist der Kampf um jeden Zentimeter für manche Reisenden essenziell. Gerade bei der Armlehne kommen immer wieder Diskussion auf, wer sie nun bekommt. Oft entscheidet es sich einfach anhand dessen, wer sie zuerst für sich beansprucht. Dieses Problem könnte aber bald gelöst sein – zumindest, wenn es nach einem Ingenieurteam geht.
Handgelenkstütze soll jedem Platz bieten, den Arm anzulehnen

Britische Luftfahrtingenieure haben ein 39 Zentimeter langes Stück Plastik entwickelt, das wie ein T-Stück auf die bereits bestehende Armlehne montiert wird, wie das Online-Portal Bild.de berichtete. Die Erfindung nennen sie „Comfort Enhancer for Aircraft Armrests“, was so viel bedeutet wie „Komfortverbesserer für Flugzeugarmlehnen“. Einer der Ingenieure, Charlie John, hat erst vor Kurzem von der Kingston University graduiert. Zusammen mit seinem Team hat er an der Idee einer Handgelenkstütze gearbeitet, um den Streit um die Armlehne in Flugzeugen endgültig zu beenden.
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Er selbst habe als Fluggast schon im Stillen um die paar Extrazentimeter kämpfen müssen: „Häufig stellt man fest, dass die Person in der Mitte beide Seiten behält. Aber in diesem Szenario bekommt jeder zwei Armlehnen“, so John. Eine Lehne soll sechs Euro kosten, wie Bild.de berichtet. Wann das T-Stück jedoch tatsächlich auf den Markt kommt und Passagiere es selbst austesten können, sei noch nicht klar.
Wem gehört die Armlehne im Flugzeug?
Eine festgeschriebene Regel, wem die Armlehnen gehören, gibt es nicht. Allerdings sprechen sich einige Brancheninsider dafür aus, dass beide der Person auf dem Mittelplatz gehören sollten. Dazu gehört auch die Reiseexpertin Rosie Panter, die vor ein paar Jahren dem Online-Portal Mirror erklärte: „Es ist allgemein anerkannt, dass der Passagier auf dem Mittelplatz das kürzere Streichholz gezogen hat, daher sollte er den Luxus beider Armlehnen genießen dürfen.“ Gangpassagiere hätten die Freiheit, ihre Beine auszustrecken und Fensterpassagiere hätten den Ausblick für sich allein – da sei es nur fair, wenn der Reisende auf dem Mittelplatz wenigstens beide Armlehnen bekommen würde.