Feuerwerk zum Jahreswechsel über dem Schloss Nymphenburg in München.
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Dieses Jahr wird es kein Feuerwerk an Silvester geben. Trotzdem können Freunde und Verwandte besucht werden.

Jahreswechsel

Silvester 2021: Welche Corona-Regeln gelten aktuell für Reisen?

Über Silvester verreisen viele, um das neue Jahr im Kreise der Familie oder zusammen mit Freunden einzuläuten. Welche Corona-Regeln dabei zu beachten sind, lesen Sie hier.

Ob Skiurlaub, Fernreise oder Ausflug zu den Freunden: Zum Jahreswechsel sind viele Menschen unterwegs, um Silvester gebührend zu feiern. Doch auch 2021 macht die Corona-Pandemie den ausgelassenen Feten einen Strich durch die Rechnung. Während eine Zusammenkunft unter Freunden zwar generell möglich ist, bestehen über die Feiertage Kontaktbeschränkungen. Zudem müssen die Corona-Maßnahmen in Hotels oder bei der Einreise in andere Länder beachtet werden. Wir haben das Wichtigste zu Silvester 2021 für Sie zusammengefasst.

Reisen in Deutschland: Das gilt an Silvester 2021

Das Verreisen innerhalb Deutschlands ist grundsätzlich möglich. Zu beachten sind allerdings die unterschiedlichen Regeln der Bundesländer. Generell gilt nämlich die 2G-Regel für den Zugang zu Hotels, Kinos oder Restaurants. Zudem haben die Betreiber die Möglichkeit, einen zusätzlichen Test zu verlangen (2G-plus). Somit haben nur Geimpfte und Genesene die Möglichkeit, in einer Herberge unterzukommen oder in einer Gaststätte einzukehren. In manchen Bundesländern ist 2G-plus sogar fest vorgeschrieben. Dazu gehören:

  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Schleswig-Holstein

Bundesweit ist allerdings geplant, die Testpflicht für alle Geboosterten entfallen zu lassen. In den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz gilt diese Regelung schon jetzt.

Kontaktbeschränkungen über Silvester 2021

Am 21. Dezember hat die Bundesregierung zusätzlich strengere Regeln für die Zeit nach Weihnachten beschlossen. Seit dem 28. Dezember sind damit private Zusammenkünfte nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt, solange alle geimpft oder genesen sind. Für Ungeimpfte gilt, dass sie sich über den eigenen Haushalt hinaus nur noch mit zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren sind davon ausgenommen. Zudem gilt am Silvester- und Neujahrstag ein bundesweites An- und Versammlungsverbot. Städte und Gemeinden bestimmten zentrale Plätze, auf denen das Abbrennen von Feuerwerk verboten werden soll. Silvesterfeuerwerk darf in diesem Jahr generell nicht verkauft werden.

Mehr dazu: Kontaktbeschränkungen und Böllerverbot: Welche Corona-Regeln sollten Haushalte für Silvester 2021 kennen?

Regeln in den Bundesländern: Was hat an Silvester geöffnet?

Je nach Bundesland gelten für die Silvesternacht unterschiedliche Regeln. Hier eine Übersicht:

  • Baden-Württemberg: Üblicherweise beginnt hier die Sperrstunde in der Gastronomie um 22.30 Uhr. An Silvester beginnt sie erst um 1 Uhr. Clubs und Diskotheken müssen geschlossen bleiben.
  • Bayern: An Silvester entfällt die eigentlich gültige Sperrstunde komplett. Tanzveranstaltungen sind verboten. Bei privaten Feiern in Bars oder Restaurants gilt die 2G-plus-Regel.
  • Berlin: Gaststätten und Clubs dürfen öffnen, es gilt aber ein Tanzverbot.
  • Brandenburg: Diskotheken und Clubs müssen geschlossen bleiben. Bars und Kneipen dürfen öffnen, es gilt allerdings ein Tanzverbot. Außerdem dürfen Ungeimpfte in Hotspot-Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 750 (drei Tage in Folge) zwischen 22 Uhr und 6 Uhr nicht vor die Tür.
  • Bremen: Die Gastronomie darf unter der 2G-Regel öffnen. Clubs und Diskotheken sind geschlossen und Tanzveranstaltungen verboten.
  • Hamburg: In der Silvesternacht gilt die Sperrstunde in Restaurants, Bars und Kneipen ab 1 Uhr morgens. Stehtische in der Gastronomie dürfen nicht genutzt werden. Tanzveranstaltungen sind untersagt.
  • Hessen: Tanzlokale müssen landesweit geschlossen bleiben. Für öffentliche Veranstaltungen drinnen oder draußen gilt eine Obergrenze von 250 Teilnehmenden.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Clubs und Diskotheken bleiben an Silvester geschlossen. Dasselbe gilt aufgrund der hohen Corona-Inzidenz für Kinos, Theater oder andere Freizeiteinrichtungen.
  • Niedersachsen: Die Clubs sind seit Weihnachten geschlossen. Zudem gilt bis zum 15. Januar für die Gastronomie und andere öffentliche Bereiche die 2G-plus-Regel. Bei einer reduzierten Kapazität von 70 Prozent ist 2G erlaubt.
  • Nordrhein-Westfalen: Clubs und Diskotheken sind geschlossen, Tanzveranstaltungen untersagt.
  • Rheinland-Pfalz: Clubs und Diskotheken müssen geschlossen bleiben. 2G-plus gilt in Restaurants, Bars und Kneipen, wo im Innenraum keine Maske getragen werden muss.
  • Saarland: In Restaurants, Bars und Kneipen gilt 2G-plus. Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen, Tanzveranstaltungen sind ebenso verboten.
  • Sachsen: Diskotheken, Clubs und Bars bleiben geschlossen. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz von 1.500 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, muss die Gastronomie schließen.
  • Sachsen-Anhalt: Die Gastronomie hat unter der 2G-Regelung geöffnet. Clubs und Diskotheken müssen aber geschlossen bleiben.
  • Schleswig-Holstein: Clubs und Diskotheken dürfen mit einer Kapazität von maximal 50 Prozent und unter der 2G-plus-Regel öffnen. Dasselbe gilt für Tanzveranstaltungen. In Restaurants, Bars und Kneipen gilt 2G.
  • Thüringen: Clubs und Diskotheken müssen in der Silvesternacht geschlossen bleiben. Restaurants und Kneipen dürfen öffnen. Ungeimpfte müssen sich an eine Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 6 Uhr halten.

Auch interessant: Corona-Hotspots in Deutschland: Hier sind die höchsten Inzidenzen.

Worauf muss bei Bahnreisen geachtet werden?

Die Deutsche Bahn hat für die Zeit vom 22. Dezember bis zum 2. Januar 100 Sonderzüge eingeplant*. Damit gibt es 63.000 Sitzplätze mehr pro Tag als noch im Jahr 2019. Die Züge sollen auf viel befahrenen Strecken wie Berlin–Stuttgart, Berlin–München, Hamburg-Karlsruhe, Essen-Berlin oder von Nordrhein-Westfalen nach Berlin eingesetzt werden. Um überfüllte Züge zu vermeiden, empfiehlt der Fahrgastverband Pro Bahn, Fahrten an Sonntagen sowie an den Tagen direkt vor oder nach Weihnachten, Silvester und Neujahr zu vermeiden. Für Bahnreisen gilt aktuell die 3G-Regel und eine Maskenpflicht.

(Fern)-Reisen an Silvester: Was gilt für den Strand- oder Skiurlaub?

Fernreisen in sonnige Gefilde oder Skiurlaub in den Nachbarländern ist trotz Corona-Pandemie möglich. Allerdings müssen Sie auf die Einreise-Regeln der jeweiligen Länder achten. Mit dem Auftauchen der Omikron-Variante haben einige Staaten ihre Maßnahmen weiter verschärft. Unter anderem die USA verlangen jetzt von Einreisenden einen negativen Corona-Test, der maximal 24 Stunden alt sein darf. Es sind grundsätzlich nur geimpfte Reisende erlaubt.

Doch auch viele Alpenländer wie Österreich und die Schweiz haben ihre Einreise-Regeln verschärft. Wer in Österreich einen Skiurlaub verbringen will, muss fortan selbst als Geimpfter oder Genesener einen negativen PCR-Test vorlegen. Eine Ausnahme gilt für Geboosterte. Auch für die Einreise in die Schweiz gilt seit Kurzem eine Testpflicht bei Geimpften und Genesenen. Eine Übersicht zu den Regeln für den Skiurlaub in den einzelnen Ländern finden Sie hier.

Lesen Sie hier: Welcher Impfstoff bietet am meisten Reisefreiheit? Es ist nicht Biontech.

Was gilt für die Rückkehr nach Deutschland?

Generell müssen Reiserückkehrer bei der Einreise nach Deutschland einen Nachweis im Sinne der 3G-Regel erbringen. Es braucht also einen Impf- oder Genesenennachweis bzw. einen negativen Corona-Test. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie mit dem Auto, dem Zug oder per Flugzeug einreisen. Die Nachweispflicht gilt für Kinder ab 12 Jahren.

Wer aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet einreist, muss zudem die digitale Einreiseanmeldung durchführen. Reiserückkehrer aus Hochrisikogebieten, die weder geimpft noch genesen sind, müssen sich zudem in eine zehntägige Quarantäne begeben, die durch einen Test an Tag fünf verkürzt werden kann. Für Kinder unter 12 Jahren endet die Quarantäne automatisch am fünften Tag. Bei der Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet gilt grundsätzlich eine Testpflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Außerdem müssen sich alle Reisenden, selbst Kinder, für 14 Tage in Quarantäne begeben. Es besteht keine Möglichkeit zum Freitesten. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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