1. Costa Nachrichten
  2. Service
  3. Reise
  4. Welt

Im Mittelmeer: Quallenplage auf dem Vormarsch – fünf Arten sind hochgiftig

Erstellt:

Von: Jasmin Farah

Kommentare

Viele Urlaubsgebiete in ganz Europa leiden aktuell unter Quallenplagen. Welche Arten vermehrt auftreten und welche sogar giftig sind, erfahren Sie hier.

Amalfiküste, Côte d’Azur und Mallorca: Sie haben nicht nur gemein, dass sie beliebte Urlaubsorte sind, sondern auch, dass sie gerade vor einem großen Problem stehen. Denn viele Touristen trauen sich nicht mehr länger an deren Strände bzw. ins Wasser hinein. Der Grund dafür sind offenbar zehntausende Nesseltiere, die sich aktuell im westlichen Mittelmeer breitmachen. Diesen Sommer sollen es so viele sein, dass man sogar schon von einer Quallenplage ausgeht.

Im Mittelmeer: Quallenplage auf dem Vormarsch

Einige von ihnen sind zwar harmlos, andere wiederum können gefährlich werden, da sie als hochgiftig gelten. Aus diesem Grund werden vorsichtshalber sogar in Touristengebieten ganze Strandabschnitte abgesperrt. Ob Italien, Frankreich oder Kroatien: Dass massenhaft Quallen immer näher an die Mittelmeerküste kommen, wird uns in den kommenden Jahren laut Meeresbiologin Cornelia Jaspers immer häufiger begegnen. Der Hauptgrund ist ihr zufolge der Klimawandel.

Eine Aufnahme einer Qualle unter Wasser im Mittelmeer
Die Leuchtqualle ist faszinierend und zugleich die gefährlichste Art ihrer Gattung. © Cavan Images/Imago

Da die Meere infolgedessen immer wärmer werden, können sich die Nesseltiere leichter vermehren und ausbreiten, erklärt sie gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Zudem bietet der viele Plastikmüll, der in die Ozeane gelangt und sie verschmutzt, als Unterschlupf und neuer Lebensraum für die Quallen. Darüber hinaus sorgt die Überfischung der Meere schließlich dafür, dass es weniger natürliche Fraßfeinde sowie weniger Wettbewerb um die Nahrungsquellen der Nesseltiere gibt. Besonders gefährlich sind folgende Arten, die sich immer häufiger im warmen Mittelmeer tummeln:

Im Strandurlaub: Das ist bei einem Quallenstich zu tun

Sie alle haben gemein, dass sie über Tentakel mit Nesselzellen verfügen, die bei Berührung zu Problemen führen können. Kommt man in Kontakt mit diesen und/oder bleiben Reste an der Haut hängen, kann es zu Hautreizungen, Hautrötungen und Juckreiz kommen. Das liegt am Gift, das die Nesselkapseln bergen. In manchen Fällen können Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen drohen. Ist das der Fall, ist es ratsam, sofort einen Arzt aufzusuchen.

Ansonsten sollten Sie nach einer Quallenbegegnung vorsichtshalber die betroffene Hautstelle mit Meerwasser abspülen. Süßwasser ist hingegen nicht empfehlenswert, da es sein kann, dass hängengebliebene Nesselkapseln platzen. Mit der Folge, dass das Gift sich so weiter ausbreitet. Zudem ist es bei einem Quallenstich anschließend ratsam, die Wunde mit Essig zu reinigen. Abschließend sollten Sie die Wunde mit einem Eispack oder ähnlichem kühlen, das lindert Schmerzen und den Juckreiz.

Auch interessant

Kommentare