Thomas Cook
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Nach der Thomas-Cook-Pleite warten immer noch viele Kunden auf ihr Geld.

Erstattungen

Thomas-Cook-Pleite: Betroffene Kunden bekommen mehr Geld – beachten Sie folgende Frist

Wer nach der Thomas-Cook-Pleite seine Ansprüche auf Erstattung der Reisekosten geltend gemacht hat, kann nun mit mehr Geld rechnen, als zunächst erwartet.

Noch heute warten viele Betroffene der Thomas-Cook-Pleite* auf ihr Geld. Weil die versicherte Gesamtsumme für die Insolvenz des Reisedienstleisters bei 110 Millionen Euro gedeckelt war, können die Geschädigten aber lediglich mit einem Bruchteil ihrer ursprünglichen Reisekosten rechnen. Die zuständige Zurich Versicherung kalkulierte, dass nur etwa 17,5 Prozent des Betrags pro Schaden ausgezahlt werden könne. Die Bundesregierung entschloss sich deshalb, für die Erstattung der Differenzbeträge einzuspringen. Nun soll es aber doch mehr Geld geben als geplant.

Mehr Geld für Thomas-Cook-Kunden: Nur wenige Betroffene machten Ansprüche geltend

Das liegt aber nicht an der Kulanz der Zurich Versicherung, sondern daran, dass bisher nur wenige Kunden ihre Ansprüche geltend gemacht hätten, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem sei es der Versicherung nach intensivem Austausch mit betroffenen Hotels und Fluggesellschaften gelungen, die Rückholkosten zu reduzieren. Somit soll nun in einem zweiten Zahlungslauf eine erhöhte Quote an die Kunden ausgezahlt werden – 8,88 Prozent sollen nun zusätzlich zu dem bisher gezahlten Geld auf dem Konto der Betroffenen landen. Somit liegt der ausgezahlte Betrag pro Schaden bei insgesamt 26,38 Prozent. Mit den ersten Auszahlungen sei ab dem 19. Oktober zu rechnen, so die Versicherung. Ob Kunden, die für die Erstattung des Differenzbetrags bereits die Ausgleichszahlung der Bundesregierung in Anspruch nehmen, ebenfalls die erhöhte Quote erhalten, müsse noch geprüft werden.

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Thomas-Cook-Pleite: Ansprüche noch bis Mitte November geltend machen

Zudem haben betroffene Thomas-Cook-Kunden, die bisher keine Ansprüche auf Ausgleichszahlungen geltend gemacht haben, immer noch die Möglichkeit dies nachzuholen: Bis zum 15. November 2020, danach läuft die Frist aus, wie die Verbraucherzentrale erinnert. Dazu müssen die Kunden „Ihre Angaben, Belege und Erklärungen übermitteln und eintragen, welche Leistungen sie von dritter Seite bereits erhalten haben“. Um für die Ausgleichszahlungen infrage zu kommen, müssen Sie bei einem deutschen Tochterunternehmen von Thomas Cook, bei der Thomas Cook International AG oder bei der Vital Touristik GmbH eine Pauschalreise gebucht und von der Zurich Versicherung einen „Sicherungsschein für Pauschalreisen gemäß § 651r des Bürgerlichen Gesetzbuchs“ erhalten haben. Außerdem müssen Sie die Forderungen gegenüber der Zurich Versicherung geltend gemacht und beim Insolvenzverwalter angemeldet haben, so die Verbraucherzentrale. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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