Eine Frau mit gebräunter Haut cremt sich mit Sonnencreme ein
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Um die Bräune zu erhalten hilft auch Sonnencreme.

Auch noch nach dem Urlaub

Bräune erhalten: Tricks für eine länger gebräunte Haut

  • Daniela Schlicht
    VonDaniela Schlicht
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  • Luna Hakim
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Die Haut ist im Urlaub, gerade in Spanien, extrem der Sonne ausgesetzt – doch es gibt einige Tricks und Tipps, wie man eine gesunde Bräune erhält

Dénia - Vor dem Problem stehen viele Urlauber, die sich eine gebräunte Haut wünschen: Entweder möchte die Haut einfach nicht braun werden, egal wie lange die starke Spanien-Sonne auf sie scheint, oder die schöne Bräune ist wenige Tage nach der Rückkehr in die Heimat bereits so gut wie verschwunden. An den wunderschönen Stränden an der Costa Blanca wird es wohl nicht gelegen haben. Mythen wie „Viele Karotten essen macht braun“ oder „Sonnencreme verhindert die Bräunung“ sind weltweit bekannt, doch es scheint, als wüssten die wenigsten, was genau für den Erhalt der Bräune wirklich am wirksamsten ist.

Welche Mythen stimmen und welche nicht, weiß die erfahrene Kosmetikerin Patricia Sastre, die mit ihrer Geschäftspartnerin Carol Gomez den Kosmetik- und Haarpflegeladen Doré Profesional in Dénia in der Provinz Alicante betreibt. Und keine Sorge, hier geht es nicht um Produktvermarktung. Es gibt auch Tricks und Tipps, die jeder anwenden kann, ohne gleich 50 Euro für die angesagte Sonnencreme ausgeben zu müssen.

Bräune auch nach dem Urlaub erhalten: Peeling ist schlecht für Bräune

Der Mythos, dass ein Peeling die Bräune verschwinden lässt, stimmt laut Patricia Sastre nicht. Das Wichtigste für eine dauerhaft gebräunte Haut sei die Vorbereitung auf die Sonne. Und in einer perfekten Vorbereitung dürfe ein Hautpeeling auf keinen Fall fehlen. „Das Wichtigste für den Erhalt der braunen Haut ist ein wöchentliches Peeling vor dem Sonnenbaden“, erklärt die Kosmetikerin. Es sei ein Irrglaube, dass ein Peeling die Bräune der Haut entfernt. „Das Gegenteil ist der Fall: Mit dem Peeling entfernt man tote Haut, die jede Woche aufs Neue entsteht. Wenn man kein Peeling verwendet, bräunt man seine tote Haut, was dazu führt, dass man schneller seine Bräune verliert, denn tote Haut fällt irgendwann ab“, sagt sie.

Dafür reicht ein ganz normales Peeling. Oder man stellt sein eigenes Peeling her. „Dafür einfach Olivenöl mit einer körnigen Substanz, wie Zucker, Salz, oder Kaffeesatz mischen und in die Haut einreiben“, verrät sie. Entwarnung gibt es auch für das Rasieren und Waxing: „Pflegt man seine Haut gut, bleibt die Bräune nach dem Entfernen der Haare wie vorher“.

Urlaubs-Bräune erhalten: Hauptnahrungsmittel Karotte

Bräune und Haut - der wohl bekannteste Mythos ist der über die Karotten. So sind viele Bräunungsfans im Sommer, während die Haut viel der Sonne ausgesetzt ist, bemüht, Karotten in jeder Form zu sich zu nehmen, als würden sie bei Hitze zu Hasen konvertieren. Doch stimmt das? „Karotten fördern den Erhalt der Bräune, das stimmt. Doch eine Karotte am Tag reicht dafür aus“, klärt die gelernte Friseurin auf und setzt fort: „Viele denken, dass dabei nur Karotten helfen. Das ist nicht wahr.“

Urlaubs-Bräune erhalten: Karotten sind gut für Haut und zum Erhalt der Bräune.

Sie empfiehlt, reichlich Vitamine zu sich zu nehmen in Form von Obst und Gemüse. Dabei seien die Vitamine A und C wichtig, die nicht nur dafür sorgen, dass die Bräune bleibt, sondern auch dafür, dass sie kommt. „Viel Obst und Gemüse zu essen, kann den Prozess der Bräunung beschleunigen“, weiß Patricia Sastre. Dabei seien vor allem rote Früchte wie Erdbeeren, Kirschen oder Pflaumen hilfreich, sowie Grünes wie Salat, Spinat oder Petersilie.

Urlaubs-Bräune erhalten: Viel Sonne heißt mehr Bräune - stimmt das?

Urlauber, die aus kalten bewölkten Gebieten kommen, genießen die Sonne am Strand ganz besonders. Manchmal etwas zu lange, denkt die 47-Jährige. Denn viele Urlauber sind der festen Überzeugung, dass sie mehrere Stunden in der Sonne liegen müssen, um richtig braun zu werden. „Das stimmt absolut nicht und könnte sogar gefährlich werden“, erklärt die Expertin. „Sonnenbaden sollte man maximal drei Stunden mit Sonnencreme auf der Haut und mit Pausen im Schatten dazwischen! Das reicht, um eine schöne Bräune zu erhalten.“ Und zudem sollte man die Haut langsam an die Sonne gewöhnen, also am besten zuhause schon etwas vorbräunen.

Was viele Strandgäste ebenso oft unterschätzen, sei die Sonne hinter den Wolken. Sobald die Sonnenstrahlen nicht mehr auf der Haut zu spüren sind, weil Wolken sie verdecken, ist die Sonnencreme vergessen und die Menschen trauen sich mehr, sich von ihrem Sonnenschirm zu entfernen. „Die Sonne erreicht deine Haut auch durch die Wolken. Daher ist es wichtig, sich auch bei bedecktem Himmel einzucremen“, sagt die Kosmetikerin den Mythos.

Urlaubs-Bräune erhalten: Statt Sonnenbräune, nur weiß-rot-weiß

Apropos Eincremen. Im Gesicht sollte man einen besonderen Sonnenschutz anwenden, rät Sastre: „Zum einen brauchen die Lippen eine Lippenpflege mit UV-Schutz, damit sie nicht trocken werden. Zum anderen sollte man die Gesichtshaut anders behandeln als den Rest des Körpers“, sagt sie. Das Gesicht sei sensibler als der Körper, weswegen sie empfiehlt, Sonnencreme mit höherem Schutzfaktor aufzutragen. „Wenn man für seinen Körper Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 verwendet, braucht das Gesicht eine Creme mit Lichtschutzfaktor 50.“ Weitere Infos dazu: Sonnencreme - So viel Schutz muss sein - Und so viel Sonne darf sein. Auch bei Tagesausflügen unter der Sonne oder sogar einem kurzen Gang zum Supermarkt sei die Gesichts-Sonnencreme essenziell. Dabei gäbe es laut der Expertin speziell für Frauen auch ein hohes Angebot an Cremes, die nicht fettend sind, sodass keine Probleme mit dem Auftragen von Make-up entstünden.

Patricia Sastre (links) und Carol Gomez betreiben ein Fachgeschäft für Haar- und Hautpflege.

Viele stehen vor dem gleichen Problem, wenn es um Sommerbräune geht: Sie nutzen jede Sekunde in der Sonne aus. Was dabei aber rauskommt, ist alles andere als zufriedenstellend: Sie werden lediglich rot, trotz Sonnenschutz. Und nach der Röte verwandelt sich die Haut in den ursprünglichen Farbton zurück. Keine Spur von gebräunter Haut! Während Ratlosigkeit in den Gesichtern der weiß-rot-weiß-Urlauber zu lesen ist, hat Sastre einen Trick im Ärmel: Bräunungsbeschleuniger – natürlich mit UV-Schutz. „Menschen, die nur rot werden, empfehle ich einen Bräunungsbeschleuniger mit viel UV-Schutz zu nehmen. Der hohe Lichtschutzfaktor sorgt dann dafür, dass die Haut nicht verbrennt, sondern, aufgrund des Bräunungsbeschleunigers, eher braun wird“, erzählt sie. Außerdem sei es insbesondere bei diesem Hauttyp wichtig, auf die Pflege vor, während und nach dem Sonnenbaden zu achten.

Wie pflegt man die Haut nachdem sie der Sonne für längere Zeit ausgesetzt war?

Doch wie pflegt man seine Haut am besten, nachdem sie der Sonne für längere Zeit ausgesetzt war? Nach dem Baden und Sonnen am Strand oder am Pool heißt es nun ab unter die Dusche, woraufhin eine intensive Hautpflege folgen sollte, um einem Sonnenbrand und pellende Haut vorzubeugen. Viele greifen dabei entweder zu einer After-Sun-Lotion oder zu ganz normaler Feuchtigkeitscreme. Dabei ist es ein weitverbreiteter Mythos, so viel und so oft wie möglich die Creme aufzutragen. Doch ist das so? „Das ist abhängig davon, wie rot die Haut ist“, klärt Patricia Sastre auf und setzt fort: „Ist ein Sonnenbrand vorhanden, sollten sich Betroffene nach der Dusche sofort mit einer After-Sun-Lotion eincremen, denn das beruhigt die Haut. Je stärker der Sonnenbrand ist, desto öfter sollte die Lotion angewendet werden.“

Schlussfolgernd bedeutet dies, dass der Mythos stimmt. Bei starkem Sonnenbrand reicht eine einmalige Anwendung nicht. Ist der Sonnenbrand dann wieder weg und die Haut hat sich normalisiert, sollte man trotzdem unbedingt mit der Hautpflege nach dem Sonnen weitermachen. Doch dann reicht eine normale Feuchtigkeitscreme. „Nach jeder Dusche sollte die Haut eingecremt werden. Das sichert eine länger anhaltende Bräune“, betont die Mutter von zwei Mädchen.

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