Spanien lockert Corona-Vorschriften

Coronavirus-Krise: Was an den Küsten in Spanien in Phase 2 erlaubt ist 

  • vonStephan Kippes
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Einkaufszentrum, Strand und lange Spaziergänge: Phase 2 bringt Erleichterungen von den Coronavirus-Auflagen - an der Costa Blanca wie auch an der Costa del Sol.

  • Shoppingcenter öffnen in Phase 2 des Deeskalations-Plans wieder.
  • Ausweg aus Coronavirus-Krise: Strandbesuche und Baden wieder möglich.
  • Zeitfenster und Beschränkung auf Wohnort fallen beim Spaziergehen weg.

Valencia/Málaga – Die Region Valencia und die Provinzen Málaga und Granada treten auch am Montag mit einwöchiger Verspätung in die Phase 2 des Deeskalationsplans ein, mit dem Gesundheitsminister Salvador Illa Spanien bis zum 24. Juni aus der Cornavirus-Krise in die „neue Normalität“ führen will. Ab 1. Juni befindet sich 70 Prozent der spanischen Bevölkerung in der Phase 2.

Das Gesundheitsministerium erinnert an Abstand, Händewaschen und Atemschutzmaske als Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus.

In der zweiwöchigen Phase 2, die am Montag nicht nur in den andalusischen Provinzen Granada und Málaga, sondern auch in der kompletten Comunidad Valenciana startet, fallen für einen großen Teil der Bevölkerung die Zeitfenster weg. Nur Senioren über 70 Jahre und Angehörige der Risikogruppen haben weiterhin zwei eigene Zeitspannen von 10 bis 12 und 19 bis 20 Uhr, in denen sie und niemand anders Sport treiben und Spaziergänge unternehmen können.  Damit soll die Ansteckungsgefahr mit SARS-CoV-2 minmalisiert werden.

Coronavirus und Deeskalation: Provinz wird bei Sport das Limit

Spaziergänger müssen nicht mehr auf die Distanz von einem Kilometer zu ihrem Wohnort achten, um eine Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Man darf so oft und so lang man will spazieren. Auch Sport kann außerhalb des Gemeindegebiets aber nur innerhalb der Provinz betrieben werden. Gruppen bis zu 15 Personen können sich treffen und dürfen gemeinsam spazieren gehen.

Ein Mitarbeiter einer Strandbar misst den Abstand zwischen den Sonnenschirmen.

Die Strände können genutzt werden das Baden ist erlaubt. Es müssen aber einige Hygiene- und Abstandsregeln am Strand eingehalten werden wie der Mindestabstrand zwischen Personen und Gruppen. Fußduschen, Umkleiden und Duschen dürfen installiert werden. Die Strandbars können öffnen. Nicht sicher ist, ob alle Strandorte wie Dénia bereits zum 1. Juni ihre Strandgebiete entsprechend öffnen können. L‘Alfàs del Pi und Torrevieja in Alicante öffnen beispielsweise erst später.

Coronakrise im Restaurant: Innenräume wieder offen

Nun können Bars und Restaurants Gäste auf den Terrassen und in den Innenräumen bedienen – wobei das Lokal nur bis zu 40 Prozent seines Fassungsvermögens gefüllt sein darf und die Gäste ausschließlich an Tischen, nicht aber am Tresen bedient werden dürfen. Dabei muss der Mindestabstand gewahrt sein.

Die Einkaufszentren und alle anderen Geschäfte sowie großen Märkte und Zentren unabhängig ihrer Größe dürfen wieder öffnen.

Coronavirus und Sport: Schwimmbäder öffnen in Phase 2

Die Schwimmbäder öffnen wieder, sowohl öffentliche Anlagen als auch private in Hotels oder Ferienhausiedlungen. Allerdings dürfen nur 30 Prozent der normalerweise erlaubten Anzahl von Personen die Anlage nutzen. Bei Sportbädern gilt ein Schwimmer pro Bahn. Turnhallen und Fitnessstudios dürfen wieder öffnen. Auch hier liegt die Beschränkung bei 30 Prozent der zugelassenen Personen. Kontaktsport ist nicht möglich, individuelles Training schon. Der Profisport nimmt wieder den Betrieb auf. Ligaspiele müssen allerdings ohne Publikum ausgetragen, dürfen aber übertragen werden. Das Training bleibt auf 14 Spieler beschränkt, im Amateursport ist nur Training allein erlaubt.

Kinos, Theater und Kultureinrichtungen dürfen wieder öffnen. Da fallen auch Ausstellungen darunter, die allerdings auf Vernissagen verzichten müssen. Bibliotheken können wieder als Lese- und Studienorte genutzt werden. Auch kulturelle und touristische Führungen können wieder veranstaltet werden. Der Aktivtourismus kann in Gruppen von bis zu 20 Personen betrieben werden.

Benimantell im malerischen Guadalest-Tal bietet Abgeschiedenheit und Idylle, auch für Aktivtourismus.

Senioren in Residenzen dürfen besucht werden

Bewohner von Seniorenresidenzen und Nutzer von Betreuungseinrichtungen von Behinderteneinrichtugnen dürfen wieder besucht werden.

Hochzeiten dürfen gefeiert werden. Festakten im Freien dürfen bis zu 100 Personen beiwohnen, in geschlossenen Räumen bis zu 50.

Gläubige dürfen Kirchen und Gebetshäuser zur Hälfte füllen. An Totenwachen dürfen 15 Personen teilnehmen, wenn sie in geschlossenen Räumen stattfinden und 25 in offenen.

Der Schulunterricht in Grund- und Gesamtschulen kann wieder beginnen, nur in den Universitäten findet weiterhin kein Lehrbetrieb statt.  Auch Kindergärten können wieder öffnen. Die Entscheidung für die Wiederaufnahme des Unterrichts obliegt allerdings den einzelnen Regionen. Akademien wie Sprach- und Fahrschulen können wieder ihren Betrieb aufnehmen. Konferenzen und Arbeitsversammlungen mit bis zu 50 Anwesenden sind erlaubt.

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