Ein Steuerbeamter bereitet seinen Arbeitsplatz für die persönliche Beratung vor.
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Einkommensteuer in Spanien - Bis 30. Juni muss das Einkommen vom Vorjahr beim Finanzamt gemeldet sein.

Fiskus ruft

Einkommensteuer in Spanien: Abgabe-Termine und Neuerungen im Überblick

  • Daniela Schlicht
    VonDaniela Schlicht
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In Spanien steht demnächst die Abgabe der Einkommensteuererklärung IRPF für das Jahr 2021 an. Die wichtigsten Termine und einige Neuerungen im Überblick.

In Spanien steht demnächst die Abgabe der Einkommensteuererklärung an: Alle physischen Personen mit Wohnsitz - beziehungsweise Residenten, die sich für Spanien als ihre Wahlheimat entschieden haben - und einem gewissen Einkommen sind verpflichtet, bis zum 30. Juni ihre Einkommensteuererklärung (kurz: IRPF) für das Jahr 2021 abgegeben zu haben. Diese kann online über die Website der Steuerbehörde, telefonisch oder persönlich eingereicht werden. Zur Erinnerung: Steuer-Residenten in Spanien sollten bis 31. März ebenfalls ihr Auslandsvermögen über das Modell 720 melden.

Einkommensteuererklärung in Spanien: Wichtige Termine im Überblick

Für die Abgabe der Einkommensteuererklärung in Spanien gilt es, einige Termine zu beachten:

  • Ab dem 6. April können Steuerpflichtige in Spanien den Entwurf der Einkommensteuer-Erklärung (Borrador) online über das Programm Renta Web abrufen, ändern, beziehungsweise bestätigen und einreichen. Für die Online-Modalität muss wie immer die Website der Steuerbehörde unter https://sede. agenciatributaria.gob.es oder die Smartphone-App aufgerufen werden. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, aber es wird ein elektronischer Personalausweis, ein elektronisches Zertifikat, die Cl@ve-PIN oder eine Referenznummer benötigt.
  • Wer die Einkommensteuererklärung telefonisch abwickeln möchte, kann dies ab dem 5. Mai tun. Dafür muss ein Termin mit dem Finanzamt vereinbart werden: Tel. 901 12 12 24, Tel. 91 535 73 26, Tel. 901 22 33 44, Tel. 91 553 00 71.
  • Einige Wochen später, ab dem 1. Juni, ist es dann möglich, die Einkommensteuererklärung persönlich in einer Außenstelle der Steuerbehörde (Agencia Tributaria) oder einer Einrichtung, mit der die Steuerbehörde zusammenarbeitet, abzugeben. Obwohl die Agentur hierzu noch keine genaueren Einzelheiten veröffentlicht hat, kann man davon ausgehen, dass es einer kurzfristigen Terminvereinbarung bedarf: Tel. 901 12 12 24, Tel. 91 535 73 26, Tel. 901 22 33 44, Tel. 91 553 00 71.
Seine Steuererklärung kann man auch per Smartphone-App einreichen.

Achtung! Letzter Tag, an dem die Einkommensteuererklärung in Spanien mit Lastschriftverfahren eingereicht werden kann, ist Montag, 27. Juni. Für die übrigen Steuererklärungen endet die Abgabefrist nur drei Tage später: am Donnerstag, 30. Juni.

Wer ist zur Abgabe der Einkommensteuer in Spanien verpflichtet?

Die Verpflichtung zur Abgabe der Einkommensteuer in Spanien hängt von dem Jahreseinkommen und der Anzahl der Arbeitgeber ab, von denen das Einkommen stammt. Im vergangenen Jahr hatten viele Arbeitnehmer aufgrund der Corona-bedingten Kurzarbeit zwei Lohnzahler (pagadores): den Arbeitgeber und das staatliche Arbeitsamt (SEPE). Wer also im Jahr 2021 mehr als 22.000 Euro von einem einzigen Lohnzahler oder 14.000 Euro von zwei oder mehr Lohnzahlern erhalten hat, muss die Erklärung in diesem Jahr abgeben, sofern die Summe ab dem zweiten Lohnzahler 1.500 Euro im Jahr übersteigt. Das Gleiche gilt beispielsweise für Rentenbezieher. Wer eine staatliche Rente erhält und gleichzeitig ein Haus vermietet, fällt in die Gruppe der „zwei Lohnzahler“.

Des Weiteren müssen alle, die Einkünfte aus Vermögen oder beweglichem Vermögen (Zinsen, Dividenden, Versicherungszahlungen, etcetera) von mehr als 1.600 Euro pro Jahr erzielen, eine Einkommensteuererklärung in Spanien abgeben. Sowie diejenigen, die im Jahr 2021 mindestens 1.000 Euro brutto aus unter anderem Subventionen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sozialwohnungen oder gefördertem Wohnraum und/oder anderen Kapitalerträgen aus öffentlichen Beihilfen erhalten haben.

Und was ist mit den Selbstständigen in Spanien? In der Praxis sind alle Selbstständigen verpflichtet, eine jährliche Einkommensteuererklärung abzugeben, denn nur wer weniger als 1.000 Euro im Jahr an Einkünften aus wirtschaftlicher Tätigkeit erzielt, ist von dieser Pflicht befreit.

Das Finanzamt in Alicante, eine von vielen Anlaufstellen, wenn es darum geht, Einkünfte und Vermögen preiszugeben.

Einkommensteuererklärung in Spanien: Einige Neuerungen im Überblick

Wie jedes Jahr hält das Finanzamt in Spanien auch für diese Einkommensteuer-Kampagne wieder einige Neuerungen bereit. Im Überblick:

  • Hohe Einkommen: Bei Einkommen über 300.000 Euro wird die Einkommensteuer um zwei Punkte (auf 47 Prozent) und bei Einkommen über 200.000 Euro um drei Punkte (auf 26 Prozent) angehoben, was jedoch nur 0,17 Prozent der Steuerzahler betreffen soll.
  • Individuelle Altersvorsorge (plan de pensión individual): Für das Jahr 2021 wurde die abzugsfähige Beitragsgrenze für die individuelle Altersvorsorge von 8.000 Euro auf 2.000 Euro gesenkt. Ab dem 1. Januar dieses Jahres wird der abzugsfähige Beitrag sogar um weitere 500 Euro von 2.000 Euro auf 1.500 Euro gesenkt.
  • Vermögen: 2021 sieht der Haushalt eine Erhöhung um einen Prozentpunkt – von 2,5 Prozent auf einen Satz von 3,5 Prozent – für Vermögen von mehr als 10 Millionen Euro vor.
  • Hilfen für den Vulkanausbruch auf La Palma: Wie im Königlichen Gesetzesdekret 20/2021 vom 5. Oktober vorgesehen, sind die außerordentlichen Hilfen für persönliche Schäden, die durch den Ausbruch des Vulkans Cumbre Vieja auf La Palma entstanden sind, von der Einkommensteuer befreit.
  • Kryptowährungen: Im Rahmen der Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Steuerbetrug ist eine verstärkte Kontrolle virtueller Währungen, beziehungsweise Kryptowährungen vorgesehen, sowohl für in Spanien als auch für im Ausland geführte Konten. Wer im Besitz von Kryptowährungen ist, muss diese nun deklarieren. Befinden sich die Kryptowährungen beispielsweise auf einer Börse im Ausland, geschieht dies bis spätestens 31. März über das Steuerformular 720 für Auslandsvemögen.
  • Verbesserung der Energieeffizienz von Wohngebäuden: Der Staat unterstützt mit bis zu 20 Prozent, höchstens jedoch 5.000 Euro, Arbeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz von normalen Wohnungen, Mietwohnungen oder Wohngebäuden, sofern sie eine Verringerung des Heiz- und Kühlungsbedarfs um mindestens 7 Prozent (laut Energieeffizienzausweis, der vor dem 1. Januar 2023 ausgestellt sein muss) bewirken. Anwendungsdauer: Vom 6. Oktober 2021 bis zum 31. Dezember 2022. Abzüge von 40 Prozent, höchstens jedoch 7.500 Euro, für Arbeiten, die den Verbrauch an nicht erneuerbarer Primärenergie um 30 Prozent (akkreditiert durch den Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz) senken oder die Energieeffizienzklasse des Hauptwohnsitzes auf die Kategorien „A“ oder „B“ verbessern. Anwendungsdauer: Vom 6. Oktober 2021 bis zum 31. Dezember 2022.

Einkommensteuer in Spanien: Selbst oder mit Beratung

Steuerzahler, die keine komplizierte Einkommenssteuererklärung abzugeben haben, können per Internet den mit den bekannten Daten aus den Vorjahren vorgefertigten Entwurf selbst bestätigen und so einfach und schnell zu einer möglichen Rückzahlung gelangen. Wer eine etwas komplizierte Steuererklärung abzugeben hat, Zweifel oder Fragen hat, sollte bis zur persönlichen Terminvergabe beim Finanzamt warten oder einen Steuerberater beziehungsweise ein Steuerberaterbüro konsultieren.

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