Brennende Kerzen auf dem Adventskranz und ein leuchtender Weihnachtsbaum im Hintergrund
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Kerzen können während der Weihnachtszeit gefährlich werden

Brandgefährliche Weihnacht

Gefährliche Weihnachtszeit: Tipps gegen Brände

  • vonDaniela Schlicht
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Die Weichnachtszeit mit all den Kerzen und Lichterketten kann gefährlich werden und zu Bränden in den eigenen vier Wänden führen. Mit ein paar Tipps kann man dieses Szenario leicht umgehen.

Weihnachtszeit ist die Zeit der vielen Kerzen und Lichter und das macht es neben besinnlich leider auch gefährlich. Adventskränze und Weihnachtsbäume führen Jahr für Jahr immer wieder zu Bränden, die hauptsächlich Privathaushalte treffen und hin und wieder auch Menschenleben kosten können. Von daher gilt es einige Tipps zu beachten.

Für den Sachverständigen Holger Sincl sind die Tipps gegen Brände während der Weihnachtszeit eigentlich ganz selbstverständlich: „Regel Nummer eins ist, dass man Kerzen nie unbeaufsichtigt lässt, schon gar nicht mit Kindern und Haustieren in der Nähe. Brennende Kerzen, auch wenn diese eine gewisse Behaglichkeit ausstrahlen, haben in Kinderhand nichts zu suchen.“ Des weiteren sollten Adventsgestecke und Weihnachtsbäume nur auf nicht brennbaren Unterlagen aufgestellt werden. „Stellen Sie den Weihnachtsbaum bis zum Fest in ein Gefäß mit Wasser, nach Möglichkeit im Freien. Das verhindert, dass der Baum austrocknet. Je trockener, desto besser brennt er“, so Sincl. Außerdem rät der Experte Gestecke und der Baum in einem Mindestabstand von einem Meter zu brennbaren Gegenständen wie beispielsweise Gardinen oder Büchern aufzustellen.

Gefährliche Weihnachtszeit: Weitere Sicherheitstipps

Um die Gefahr von Bränden an Weihnachten zu minimieren, gibt es noch weitere Sicherheitstipps:

  • Nur einwandfreie, nicht brennbare Kerzenhalter verwenden.
  • Kerzenhalter so befestigen, dass diese nicht direkt unter Ästen angebracht sind.
  • Kerzen am Baum von oben nach unten anzünden, beim Löschen umgekehrt verfahren.
  • Einen Eimer mit Wasser und eine Wolldecke oder Feuerlöscher vorsichtshalber bereithalten.

Gefährliche Weihnachtszeit: Vorsicht auch bei der Elektrik

Verantwortlich für gefährliche Brände während der Weihnachtszeit sind jedoch nicht nur echte Kerzen. Auch elektrische Kerzen oder überlastete Steckdosen können gefährlich werden, besonders wenn sie unsachgemäß behandelt werden. Hierbei sollte laut Holger Sincl Folgendes beachtet werden:

  • Die Steckdosen sollten durch Lichterketten nicht überlastet werden; Wattangaben auf den Steckdosenleisten und angeschlossenen Verbrauchern prüfen.
  • Auf das Prüfsiegel achten, zum Beispiel VDE, GS (Geprüfte Sicherheit); diese Siegel bescheinigen, dass ein Produkt den Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes entspricht. Auf den Produkthinweis achten, der im Allgemeinen auf einer kleinen Kunststofffahne am Kabel vorhanden ist. Dabei sollten Herstellerangaben, Ursprungszeichen oder der verantwortliche Importeur eindeutig zu identifizieren sein. (CE-Zeichen reichen im Allgemeinen nicht aus.) Ersichtlich sein sollten dort auch elektrische Daten wie etwa Wattzahlen sowie Warnhinweise, Schutz vor Feuchtigkeit und Staub (IP-Code oder das Symbol eines Tropfens).
  • Hinweise auf der Packung bzw. Herstellerangaben beachten, ob die Lichterkette für den Innen- oder Außenbereich genutzt werden kann.
  • Lämpchen niemals einwickeln oder lackieren, dann herrscht akute Brandgefahr durch Überhitzung.
Gefährliche Weihnachtszeit: So leicht passiert die Katastrophe.

Kürzlich brannte in Alicante eine Wohung komplett aus. Auch wenn eine offizielle Begründung für den Brand nicht durchgegeben wurde, gingen Nachbarn davon aus, dass das Feuer durch Weihnachtslichter entstand. Brände in Wohnungen passieren während der Festtage oft durch Leichtsinn und Unbekümmertheit. Das heißt, wer die Gefahren ernst nimmt und die wichtigsten Sicherheitstipps kennt, dem steht für eine behagliche Weihnachtzeit eigentlich nichts mehr im Weg.

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