Päckchen in einem Postbüro in Spanien.
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Die Preise der spanischen Post haben sich 2021 wieder erhöht.

Correos erhöht Gebühren

Spaniens Post-Preise 2021: Tarife für Briefe und Päckchen nach Deutschland mit Preistabelle

  • vonAnne Götzinger
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Die spanische Post Correos hat 2021 wieder die Preise erhöht. Der Anstieg hält sich diesmal zwar in Grenzen. Doch noch immer kostet ein Päckchen von Spanien nach Deutschland fast dreimal mehr als umgekehrt.

Madrid - Die spanische Post Correos hat zum 1. Januar 2021 ihre Preise wieder „angepasst“, sprich verteuert. So müssen Bürger beim Post-Versand ebenso wie bei anderen Produkten, Steuern und Dienstleistungen im neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen. Im Großen und Ganzen bleibt der Preisanstieg für Päckchen und Briefe 2021 aber im Rahmen. Briefe ins In- und Ausland kosten nun fünf Cent mehr als im vergangenen Jahr. So muss ein Standardbrief – mit Normformat und unter 20 Gramm – von Spanien nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz nun mit 1,50 statt der bisherigen 1,45 Euro frankiert werden.

Etwas mehr müssen Post-Kunden 2021 bei Einschreiben hinblättern. Der Transport einer Carta Certificada kostet künftig rund 40 Cent mehr, sowohl im In- als auch ins Ausland. Innerhalb Europas liegt der Preis für ein Einschreiben bis 20 Gramm nun bei 5,80 Euro im Gegensatz zu den 5,45 Euro in 2020. Für einen Eilbrief innerhalb Spaniens zahlen Post-Kunden jetzt 4,10 statt 3,81 Euro. Während beim Standardbrief und normalen Einschreiben keine Steuern erhoben werden, fallen übrigens beim Eilbrief (Carta urgente) 17 Prozent Mehrwertsteuer (IVA) an.

Post-Preise 2021: Päckchen von Spanien nach Europa zu schicken ist teuer

2021 kostet ein Standardpaket (Paq Standard) bis zu einem Kilo innerhalb der EU künftig 31,65 Euro. Im vergangenen Jahr waren es 30,87 Euro. Das sind fast 60 Cent mehr, aber kein Vergleich zu dem satten Preis-Anstieg von 2019 auf 2020, als plötzlich 2,81 Euro (rund 10 Prozent) mehr für den Post-Versand eines Päckchens fällig wurden. Jedes weitere Kilo kostet jetzt 3,35 Euro im Gegensatz zu den 3,28 Euro in 2020.

Correos befördert in Spanien die Post. Die Preise für Päckchen sind happig.

Damit liegen die spanischen Preise für den Paketversand noch immer deutlich über denen anderer Länder. Zum Vergleich: Für ein M-Päckchen (Länge mal Breite mal Höhe maximal 90 Zentimeter) bis zwei Kilo nach Spanien verlangt die Deutsche Post 8,89 Euro. In die umgekehrte Richtung müssen Correos-Kunden etwa mit dem „günstigen“ Light-Päckchen unglaubliche 24,95 Euro zahlen.

Ebenfalls teurer geworden sind zum 1. Januar 2021 – anders als im vergangenen Jahr – diesmal auch die Preise für Päckchen, die innerhalb Spaniens mit Correos verschickt werden. Das Ein-Kilo-Paket kostet nun 12,10 Euro statt 11,50 Euro.

Post-Preise 2021: Tarif-Dschungel ohne erkennbare Logik

Eine Logik im Tarif-Dschungel von Correos ist auch 2021 nicht zu erkennen. So ist das oben genannte Standard-Päckchen innerhalb Europas 40 Cent billiger als das Paquete Internacional Económico, also das angeblich „preiswerte“ internationale Paket. Auch dessen Preis für jedes zusätzliche Kilo liegt mit 3,55 Euro über dem des Paq Standard.

Post-Preise 2021: Das kosten Briefe und Päckchen in diesem Jahr.

Zweites Post-Paradoxon: Besagtes Paquete Económico ist ins nahe Europa (Zone A) teurer als in jeden anderen Teil der Welt. So zahlen Kunden für ein Päckchen mit einem Gewicht von 1,5 Kilo nach Österreich im Jahr 2021 beispielsweise 35,60 Euro, nach Mosambik 30,15 Euro, nach Brasilien 30,20 Euro und nach Vietnam 30,70 Euro. Nicht selten ergibt sich dabei sicher der Umstand, dass der Inhalt des Päckchens weniger kostete als dessen Versand.

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