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Spanien: 200 Euro für einkommensschwache Familien - So beantragt man die Sofort-Hilfe

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Von: Daniela Schlicht

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Vier 200 Euro Scheine.
200 Euro Hilfe gibt es in Spanien für einkommensschwache Familien. © Pixabay

In Spanien können einkommensschwache Familien beziehungsweise Einzelpersonen eine einmalige 200 Euro-Hilfe beantragen. Dafür müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Madrid – In Spanien billigte der Ministerrat am 27. Dezember 2022 eine neue Maßnahme für einkommensschwache Familien und Einzelpersonen, nämlich eine einmalige Sonderzahlung von 200 Euro. Diese Hilfe soll, so heißt es seitens der spanischen Regierung, 4,2 Millionen Haushalte erreichen, die keine anderen Sozialleistungen erhalten, genau genommen: die 200 Euro-Hilfe richtet sich an Arbeitnehmer, Selbstständige oder Arbeitslose, die keine anderen Sozialleistungen wie Renten oder die staatliche Grundsicherung (Ingreso Mínimo Vital) erhalten. Arbeitslose müssen beim Arbeitsamt gemeldet sein. Damit gibt es in Spanien eine weitere Maßnahme als Reaktion auf die hohe Inflation nach der Aussetzung der Mehwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.

Spanien: Einmalig 200 Euro vom Staat: Das sind die Voraussetzungen

Damit einkommensschwache Familien oder Einzelpersonen in Spanien die einmalige 200 Euro-Hilfe für sich geltend machen können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Wer ist in Spanien von der 200 Euro-Hilfe ausgeschlossen?

Von der 200 Euro-Hilfe in Spanien sind Personen ausgeschlossen, die eine staatliche Grundsicherung (Ingreso Mínimo Vital) oder Renten aus dem spanischen Sozialversicherungssystem, beziehungsweise von der Seguridad Social oder von der staatlichen Rentenversicherung beziehen. Und auch Personen, die ähnliche Leistungen erhalten, die zwar anerkannt, aber nicht in diesen Systemen enthalten sind.

Als eine weitere Hürde führt die spanische Regierung folgendes auf: Gesetzliche Geschäftsführer einer Handelsgesellschaft, die ihre Tätigkeit bis zum 31. Dezember 2022 nicht eingestellt haben, können ebensowenig die 200 Euro-Hilfe beantragen. Nachzulesen sind alle Vorausstezungen auf der Webseite der spanischen Regierung.

Spanien: So wird die 200-Euro-Hilfe vom Staat beantragt

Einkommensschwache Steuerzahler in Spanien, die die Voraussetzungen erfüllen, können die Einmalzahlung von 200 Euro vom 15. Februar bis zum 31. März 2023 beantragen. Für die 200 Euro-Hilfe muss online ein Formular bei der Steuerbehörde (Agencia Tributaria) ausgefüllt werden. Es gibt auch eine englische Version der Webseite. Während des Prozesses muss ein Bankkonto angeben werden, auf das die Überweisung erfolgen soll. Für die Durchführung des Verfahrens ist eine Cl@ve-PIN, mit welcher man von Zuhause aus Behördengänge managen kann oder ein elektronisches Zertifikat erforderlich.

Wenn der Antragsteller seinen steuerlichen Wohnsitz in den spanischen Regionen Navarra oder Baskenland hat, sind die örtlichen Steuerbehörden für die Entgegennahme der Anträge und die Abwicklung der Hilfe zuständig. Wer dennoch Fragen hat, kann sich direkt über die dafür eingerichtete Website an die Agencia Tributatia wenden. Dazu unten rechts auf den Anruf-Button klicken. Die Servicezeiten sind von Montag bis Freitag, 9 bis 19 Uhr. Der Anruf ist im vertraglich vereinbarten Internet-Datentarif enthalten und erfordert ein Mikrofon und einen Lautsprecher für eine ordnungsgemäße Kommunikation.

Spanien: Welche Unterlagen sind für die 200 Euro-Hilfe erforderlich?

Im Prinzip müssen einkommensschwache Familien oder Einzelpersonen in Spanien keine Unterlagen für die 200 Euro-Hilfe einreichen. Nach dem Ausfüllen des Online-Formulars gleicht die Steuerbehörde die Angaben mit denen anderer Verwaltungen ab, um auszumachen, ob der Antragssteller Anspruch auf die 200 Euro hat. Ist das nicht der Fall, dann wird dies von der Steuerbehörde mitgeteilt.

Der Antragssteller hat dann wiederum zehn Tage Zeit, dem zu widersprechen. Innerhalb einer Frist von einem Monat muss der Widerspruch dann nachweislich belegt werden können, ebenfalls wieder online auf der Webseite der spanischen Steuerbehörde unter dem Menüpunkt „Contestar requerimientos, efectuar alegaciones y/o aportar documentos o justificantes“, ansonsten gilt der Antrag als abgelehnt.

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