Schillernd und frech

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Foto: Ángel García

Cádiz/Águilas/Pego – nieto.  Wenn man an den spanischen Karneval denkt, dann kommt einem in der Regel zuerst jener auf den Kanaren in den Sinn. Auf den Inseln wird der Karneval auf besonders spektakuläre Weise begangen. Nicht von ungefähr wird der Karneval der kanarischen Inseln als das europäische Pendant zu dem rauschenden Fest angesehen, das zur fünften Jahreszeit in Río de Janeiro gefeiert wird.
Eine große Sause findet sowohl auf Teneriffa als auch auf Gran Canaria statt, wobei die beiden Hauptinseln des Archipels miteinander rivalisieren. Schließlich soll der Karneval nicht zuletzt auch dazu dienen, die jeweiligen Hotels mit Touristen zu füllen. Tatsächlich reisen zum Karneval, dank der auf den Kanaren im Winter relativ milden Temperaturen, ebenso viele Urlauber auf die Inseln wie zur Hauptsaison im Sommer.

Drag Queens und Heimkehrer
Großer Beliebtheit unter auswärtigen wie unter einheimischen Karnevalisten erfreuen sich die prachtvollen Kostümumzüge wie auch die Gala zur Wahl der Karnevalskönigin in Santa Cruz de Tenerife. In Las Palmas de Gran Canaria kommt als Besonderheit noch die Wahl einer Drag Queen hinzu. Während eine dritte Kanaren-Insel, La Palma, mit einer weiteren Kuriosität aufwartet: das als Los Indianos bekannte Straßenfest, mit dem an die Rückkehr der nach Amerika ausgewanderten Inselbewohner erinnert wird und bei dem die Männer alle weiße Leinenanzüge samt Hut und die Frauen feine, weiße Kleider tragen.

Hochburgen auf dem Festland
Einen mehrstündigen Flug oder bei Flugangst gar eine mehrtägige Schifffahrt muss man jedoch nicht unbedingt in Kauf nehmen, wenn man in Spanien einen richtig stimmungsvollen oder auch einen besonders ausgefallenen Karneval erleben will. Die Hochburgen auf dem Festland befinden sich größtenteils an der Mittelmeerküste, wobei die Art und Weise, wie in diesen der Karneval gefeiert wird, recht unterschiedlich ist.

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