Wetterkarte von Spanien für 7. September 2020
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Die DANA hat sich über den Balearen häuslich eingerichtet: Unwetterwarnung ab 7. September, später auch für Katalonien.

Wetter an den Küsten Spaniens

Wetter in Spanien: Balearen und Katalonien drohen bis Mittwoch Unwetter

  • vonMarco Schicker
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Auf den Balearen und in Katalonien gelten wegen einer „gota fría" Anfang der Woche Unwetterwarnungen. Einige Schauer können auch an der Costa Blanca niedergehen.

  • Wetterdienst Aemet prognostiziert Regen und Unwetter.
  • Katalonien und die Balearen müssen mit einer Dana und Regenfällen, Sturm und Hagel rechnen.
  • Der Spätsommer bleibt der Küste noch das Wochenende erhalten

Die Wetteraussichten für Spanien vom 14. bis 20. September.

Update, Montag, 7. September, 9:00 Uhr: Die angekündigte Gota fría mit anhaltendem Starkregen, Sturm und hohem Wellengang, scheint sich diesmal vor allem auf die Balearen und Katalonien zu konzentrieren. Für Montag bis Mittwoch (7. bis 9. September) hat das Staatliche Wetteramt AEMET für Mallorca, Menorca und Ibiza die orangene bzw. für die nördliche Küste in Katalonien die gelbe Unwetterwarnung ausgegeben. Niederschlagsmengen von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter sind möglich.

Das Klimalabor der Uni Alicante erwartet entlang der Costa Blanca nur vereinzelte Schauer, vor allem für den Süden der Provinz Valencia und den Norden der Provinz Alicante. Lokale Wolkenbrüche will man indes nicht ausschließen. Insgesamt nehme die Bewölkung zu die Tageshöchsttemperaturen bleiben moderat zwischen 25 und 29 Grad bis Donnerstag.

An Costa Cálida und Costa del Sol wird stabiles Spätsommerwetter vorhergesagt, rund um die Meerenge von Gibraltar warnt AEMET Dienstag und Mittwoch vor hohem Wellengang, das gilt ebenso für den Nordwesten von Galcien.

Update, 5. September, 12:00 Uhr: Der Wetterdienst Aemet sagt Spanien ein Wochenende mit sommerlichen Temperaturen von 27 bis 29 Grad in weiten Teilen der Mittelmeerküste voraus. Ab Montag aber und bis Mittwoch drohen Niederschläge. Regnen wird es den Vorhersagen zufolge am Montag und Dienstag auch in der Region Valencia. Mit Sturm und Unwettern müssen die Balearen rechnen, im nordwestliche Teil Mallorcas gilt am Montag die Warnstufe Orange. Für den Rest der Balearen und einige Gebiete Kataloniens vom nördlichen Teil Tarragonas die Küste hoch entlang der Provinzen Barcelona und Girona gilt am Montag die Warnstufe Gelb. Meteorologen rechnen dort mit einer Dana, ein gefürchtetes Wetterphänomen das auch als Kaltluftropfen, Höhentief oder gota fría bekannt ist und im Mar Menor vor allem in Los Alcacares, in der Vega Baja und Marina Alta in den vergangenen Jahren immer wieder zu verheerenden Schäden, Überschwemmungen und Erosionen an Stränden geführt hat. Schwer ist es solche Herbststürme genau vorauszusagen und die Niederschläge einer Dana - was wörtlich übersetzt isoliertes Tiefdruckgebiet in hohen Lagen heißt - im Vorfeld genau zu lokalisieren. Es empfiehlt sich, bis Mittwoch die Wettervorhersagen zu verfolgen. Oft bilden sich Danas, wenn aufgrund hoher Meerestemperaturen warme und feuchte Luft aufsteigt und in höheren Lagen auf ein Polarluftgebiet trifft. Beide Voraussetzungen sind derzeit gegeben.

Einströmende Polarluft sorgt in ganz Spanien für kühlere Temperaturen. In manchen Gegenden im Norden stürzte sie binnen eine Tages um 15 Grad.

Update, 4. September, 9:50 Uhr: Höchsttemperaturen von 28-29 Grad und angenehme Nachtwerte knapp unter 20 Grad begleiten die Costa Blanca, die Costa Cálida bis zur Costa del Sol die kommenden Tage. Am Montag und Dienstag, 7. und 8 .September, sind entlang der Costa Blanca Regenfälle zu erwarten, vor allem am Montag in der Provinz Alicante können sie teils heftig ausfallen, die Temperaturen sinken dabei mitunter auch an der Küste auf unter 25 Grad, am Dienstag sind für die Region Murcia bis Águilas auch Gewitter vorhergesagt, die Costa del Sol könnte lediglich am Dienstag ein paar Tropfen abbekommen. Auf den Balearen, vor allem auf Mallorca, soll es auch am Mittwoch und Donnerstag noch Regen geben

Update, 2. September, 9:29 Uhr: Nach einigen heftigen Regenfällen, Stürmen und einem allgemeinen Temperatursturz in Spanien am vergangenen Wochenende, erfreut uns der Rest der Woche mit stabilem Wetter, nicht zu hohen Temperaturen (entlang der Costa Blanca um die 28-30 Grad) und vor allem Nächten, die bei 18 bis 20 Grad wieder erholsamen Schlaf ohne Klimaanlage ermöglichen. Laut Prognosen, nimmt die Bewölkung ab Montag, 7. August wieder zu, am Dienstag, 8. September sind Regenfälle vorhergesagt, aber - bisher - keine unwetterartigen Ereignisse.

Erstmeldung, 29. August: Madrid - Am Freitag gab es in Katalonien bereits erste lokale Unwetter, für den Norden des Landes (Kantabrisches Gebirge) sowie das Zentralsystem, aber auch Aragón und Katalonien werden vor allem für Samstag, 29. August, ergiebige Regenfälle von bis zu 80-100 Liter pro Quadratmeter vorhergesagt, ebenso unwetterartige Ereignisse für die Balearen, speziell den Norden von Mallorca und Menorca.

Costa Blanca und Region Murcia: Angenehmere Temperaturen, aber ein paar Stürme und Regen am Wochenende - Wetterwarnungen gelb und orange

Lokal, aber heftig können Sturm und Niederschläge am letzten Augustwochenende an Costa Blanca und in Murcia werden.

Auch entlang der Küste der Levante, also an der Costa Blanca, Costa Cálida und Costa del Sol sind die extrem heißen Wochen zu Ende. Die Temperaturen sinken ab Samstag, 29. August spürbar, vor allem in der Nacht werden wieder regelmäßig Werte unter 20 Grad erwartet, tagsüber steigen die Temperaturen entlang der Küsten knapp an die 30 Grad auf 27 bis 28 ist auch die erste Septemberwoche prognostiziert. In höheren Lagen im Inneren der Provinzen Castellón, Valencia und Alicante kann die Temperatur bis auf 12 Grad sinken.

Für Samstag ab Nachmittag 14 Uhr bis abends ca. 22 Uhr hat der staatliche Wetterdienst AEMET für die gesamte Region Valencia eine gelbe sowie für die Region Murcia eine orange Wetterwarnung, also die zweithöchte, herausgegeben, erwartet werden Sturm und heftige Niederschläge, aber: mit lokalem, nicht flächendeckendem Charakter. Das heißt, es kann in weiten Teilen ein ruhiger, sogar sonniger, vielleicht etwas windiger Tag sein, zwei Dörfer weiter können indes 20 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde runterkommen, begleitet von heftigen Stürmen und Hagel. Daher die Warnung.

Herbststürme am Mittelmeer: Zu lange zu warm und feucht

Was die Aussichten für den Herbst und die in den letzten Jahren immer weniger vorhersagbaren Regen- und Unwettersaison entlang der Costas am spanischen Mittelmeer angeht, hat der Klimatologe an der Uni Alicante, Jorge Olcina, eine internationale Kapazität auf seinem Gebiet, leider keine guten Nachrichten: "Das Risiko für gota frías (also die sturzbachartigen, lang anhaltenden Herbstregen mit Sturm) ist in diesem Jahr sehr hoch". Der Grund ist einfach: Das Mittelmeer hat sich zu stark erwärmt, dadurch verdunstet besonders viel Wasser in die Atmosphäre, das sich irgendwann abladen wird.

Das Problem seien, so Olcina, im Sommer 2020 nicht so sehr die Höchsttemperaturen, man habe hier keine Rekorde gebrochen, aber "In diesem Jahr hatten wir in der zweiten Augusthälfte konstant über 27 Grad im Mittelmeer vor Alicante, eine sehr herausragende Temperatur" und es seien alle "Zutaten" für eine heftige Niederschlagssaison im Herbst gegeben, sobald die Druck- und Strömungsverhältnisse eine DANA ermöglichen. "Das Risiko dafür ist sehr hoch, wir sollten sehr aufmerksam sein."

Tropische Nächte am spanischen Mittelmeer vervierfacht

Was Olcina besonders auffällt, sind die „sehr heißen Nächte am Mittelmeer“. Die Anzahl der „tropischen Nächte“ (über 20 Grad) hätten sich „seit 1980 von 20 auf 80 seit 2010 vervierfacht“ und die äquatorialen Nächte (über 25 Grad) „sind seitdem nie weniger als 30 pro Jahr“. Das bringe nicht nur unruhigen, weniger erholsamen Schlaf mit sich, sondern heize die Atmosphäre zusätzlich auf und sorge für mehr Verdunstung im Meer, weitere Zutaten für zünftige Unwetter im Herbst in Spanien.

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