Wetter in Spanien

Costa Blanca: Nach Saharastaub kommen Regen und Sturm - Warnstufe Gelb

  • Judith Finsterbusch
    VonJudith Finsterbusch
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Ein Tiefdruckgebiet bringt schlechtes Wetter nach Spanien. An der Costa Blanca verpestet Saharastaub die Luft, jetzt gilt eine Wetterwarnung wegen Sturm und Regen.

Update, 24. März: Nach Sturm und Saharastaub ist nun Dauerregen angesagt in der Region Valencia. Seit nunmehr neun Tagen am Stück gibt es kaum eine Regenpause an der Costa Blanca - doch das soll sich nun ändern, zumindest vorübergehend.

Update, 16. März, 13 Uhr: Der spanische Wetterdienst Aemet hat die Unwetterwarnung für die Costa Blanca hochgestuft. Ab dem heutigen Mittwochabend, 18 Uhr, gilt zwar wie gehabt Warnstufe Gelb für die nördliche Provinz Alicante. Ab Mitternacht wechselt diese dann aber zu Orange. Grund ist starker Niederschlag mit bis zu 100 Litern Regen pro Quadratmeter binnen zwölf Stunden. Das Gleiche gilt für die südliche Provinz Valencia. Die Warnstufe Orange gilt vorerst 24 Stunden lang, also bis 0 Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Ab dann verhängt Aemet wieder Warnstufe Gelb bis voraussichtlich Freitag um 17 Uhr.

Nach Saharastaub kommt neue Wetter-Warnung für Costa Blanca

Update, 16. März, 10 Uhr: Das Nofallzentrum der valencianischen Landesregierung warnt vor schlechtem Wetter an der Costa Blanca. Noch hängt der Saharastaub in der Luft, jetzt sollen Wind und sogenannter Blutregen hinzukommen - also Regen, der durch den Sand in der Luft zu Schlamm wird. So warnt das Notfallzentrum in einer Mitteilung vom 15. März vor Regen und Windböen, die bis zu 70 Kilometer pro Stunde erreichen können. Besonders gilt die Warnung für Orte in Küstennähe. In der Mitteilung gehen die Experten auch auf die Fallas in Valencia ein, die 2022 endlich wieder in gewohnter Form stattfinden könnten. Bei den Pyrotechnik-Spektakeln sei größte Vorsicht geboten, und auch die riesigen Fallas-Figuren selbst könnten von Windböen beschädigt werden und somit zur Gefahr für Passanten werden. Laut dem Notfallzentrum könnten Wind und Regen noch bis zum Vatertag am Samstag, 19. März, anhalten.

Über der Costa Blanca hängt dichter Saharastaub und färbt den Himmel gelblich - ganz ohne Foto-Filter.

Der spanische Wetterdienst Aemet hat für den heutigen Mittwoch, 16. März, ab 18 Uhr die gelbe Warnstufe für die nördliche Costa Blanca verhängt. Es werden Niederschläge von bis zu 80 Litern auf den Quadratmeter binnen zwölf Stunden erwartet. Die Warnung gilt auch noch am morgigen Donnerstag, 17. März. Dann gesellt sich auch noch Warnstufe Gelb wegen starker Windböen hinzu, die bis zu 70 Kilometer pro Stunde erreichen können. Auch auf dem Meer wird es ungemütlich bei bis zu drei Meter hohen Wellen.

Costa Blanca in rot-gelb: Landschaft wegen Saharastaub wie auf dem Mars

Update, 15. März: Die Costa Blanca sieht aus wie der Mars. Spektakuläre Bilder von einer orange-gelblich gefärbten Landschaft gehen seit dem gestrigen Montag durch die Sozialen Medien, der Saharastaub sammelte sich am Himmel vor allem über der Provinz Alicante, aber auch in der angrenzenden Region Murcia und in der Provinz Albacete. Am heutigen Dienstag, 15. März, soll der Staub sich über fast ganz Spanien legen. Und bis wann bleibt der Saharastaub über Spanien? Die Meteorologen von eltiempo.es gehen davon aus, dass das auch als Calima bekannte Phänomen am morgigen Mittwoch, 16. März, seinen Höhepunkt erreicht. Auch am Donnerstag, 17. März, soll es noch staubig bleiben, wenn auch mit geringerer Feinstaub-Konzentration in der Luft. Noch bis Donnerstag sollten Aktivitäten im Freien aber wegen der schlechten Luftqualität unbedingt vermieden werden. Nicht nur die Sicht ist durch den Staub in der Luft eingeschränkt, es kann auch zu juckenden Augen und Hustenreiz kommen. Besonders vorsichtig sollten Personen mit Atemwegserkrankungen sein. An der Costa Blanca ist ab dem morgigen Mittwoch, 16. März, Regen angesagt, der sich vom Süden der Provinz Alicante Richtung Norden vorarbeitet. Der Regen bringt den Sand dann in Form von Schlamm mit auf die Erde - Blutregen, lluvia de sangre, nennen die Experten dieses Phänomen.

Sand am Strand, Sand in der Luft: Die Costa Blanca zeigt sich wegen des Saharastaubs Ton in Ton.

Erstmeldung, 14. März: Alicante – Auf den Namen Celia hört das Tiefdruckgebiet, das seit Sonntag über Spanien fegt und die Costa del Sol am Montag wegen heftigen Regens in Alarmstufe Rot versetzt hat. In praktisch ganz Spanien sorgt Celia für schlechtes Wetter, an der Costa Blanca brachte das Tief zum Wochenbeginn vor allem Sturm.

Sturm an der Costa Blanca: Wetter in Spanien bleibt schlecht

Mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde fegt der Wind seit dem Montagmorgen über die Costa Blanca hinweg und hat heute auch das Böller-Feuerwerk (mascletà) bei den Fallas in Valencia ausfallen lassen. Auf dem Meer rechnen die Experten der spanischen Wetteragentur Aemet mit bis zu drei Meter hohen Wellen. Es herrscht Warnstufe Gelb – und zwar durchgehend bis mindestens Mittwoch, 16. März. Denn Celia hat im Laufe der Woche noch einiges vor an Spaniens Mittelmeerküste.

Am morgigen Dienstag, 15. März, wird es an der Costa Blanca nicht mehr so stürmisch wie noch am heutigen Montag. Lediglich in Küstennähe kann es noch windig werden, auch vereinzelte heftige Böen sind nicht ausgeschlossen. Am Abend kann örtlich auch etwas Regen herunterkommen, der allerdings eher Schlamm als Wasser bringt. Und: Celia verpestet die Luft mit jeder Menge Feinstaub.

Gefahr für die Gesundheit: Feinstaub-Werte an der Costa Blanca steigen

Schon jetzt, am Montagnachmittag, hat sich der Himmel über weiten Teilen der Costa Blanca gelblich-braun gefärbt. Bis mindestens Donnerstag, 17. März, übersteigen die Feinstaub-Werte an der Costa Blanca die Grenzen, die die Weltgesundheitsorganisation WHO für gesund hält. Das Wetter-Portal eltiempo.es etwa rechnet am morgigen Dienstag, 15. März, mit mehr als 200 Mikrogramm Feinstaub (PM10) pro Kubikmeter im Südosten von Spanien, punktuell könnten es sogar 500 Mikrogramm sein. Ab einem Wert von 50 Mikrogramm spricht die WHO von gesundheitsschädlicher Luft. Deshalb die dringende Empfehlung, bis mindestens Donnerstag, 17. März, auf Aktivitäten im Freien zu verzichten. Lassen sich diese nicht vermeiden, sei das Tragen einer FFP2-Maske unabdingbar.  

Schuld an der schlechten Luft ist eine große Staubwolke, die aus dem Norden von Afrika Saharastaub nach Spanien trägt und sich bis nach Nordeuropa vorarbeiten soll. Ab Mittwoch, 16. März, sorgt das Tiefdruckgebiet Celia dann auch für den dringend benötigten Regen an die Costa Blanca. Zusammen mit dem Saharastaub in der Luft bringt er aber auch jede Menge Schlamm mit. Das Phänomen ist auch als Blutregen bekannt*, wie merkur.de* erklärt. Die Meteorologen rechnen örtlich auch mit Gewittern, es kann heftig regnen – und mehrere Tage hintereinander: Laut Aemet halten die Niederschläge bis mindestens Sonntag, 20. März an. *costanachrichten.com und merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © David Revenga

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