Auch 2020 gibt es hoffentlich etwas zu holen und zu feiern, etwa bei den Olympischen Spielen. Chancen hat die Europameisterin im Gehen María Pérez García. Foto: Archiv

Was uns 2020 erwartet

Madrid - ck. Spanien braucht eine stabile Regierung, die dringende Reformen angeht, einen neuen Haus...

Madrid - ck. Spanien braucht eine stabile Regierung, die dringende Reformen angeht, einen neuen Haushalt verabschiedet und eine soziale Familienpolitik und Altersversorgung in Gang setzen kann. Der politische Konflikt mit der abtrünnigen Region Kataloniens muss endlich verhandelt werden. Die heiße Kartoffel darf nicht mehr nur an die Justiz weitergereicht werden, die ohnehin genug zu tun hat, die Causa Catalana zu bewerten. POLITIK UND GESELLSCHAFT · Die Bildung der ersten Koalitionsregierung soll in der ersten Januarhälfte über die Bühne gehen. Allerdings sind die Sozialisten unter Pedro Sánchez und ihr Koalitionspartner Unidas Podemos auf die Unterstützung mehrerer kleiner Regionalparteien angewiesen. Nur bei einer Enthaltung der Republikanischen Linken aus Katalonien (ERC) kann Pedro Sánchez in die Moncloa einziehen und mit Pablo Iglesias den am 30. Dezember beschlossenen Pakt der Umarmung umsetzen, der vorsieht, umstrittene Teile der Arbeitsmarktreform abzusetzen, einen höheren Einkommenssteuersatz für Spitzenverdiener ab 130.000 Euro einzuführen und weitere Sozialmaßnahmen zu ergreifen. · Zum 1. Januar fällt die Maut auf der Autobahn AP-7 zwischen Tarragona und der AP-4 zwischen Sevilla und Cádiz weg, Andere gebührenpflichtige Autobahnen werden um 0,84 Prozent teurer. Ausgenommen sind die vier Umgehungsautobahnen in Madrid, die M-12 zwischen Madrid und Flugplatz, die AP-41 Madrid-Toledo, die AP-36 Ocaña-La Roda und die Teilstrecken zwischen Cartagena und Vera sowie die Umgehung von Alicante. · Am 31. Januar 2020 soll ein geordneter Brexit über die Bühne gehen. Die Situation für die britische Kronkolonie auf spanischem Boden, Gibraltar, ist eine Herausforderung. Die Auswirkungen für die Wirtschaft sind noch nicht abzusehen, obwohl mit Abkommen versucht wird, alles weitgehend in trockenen Tüchern zu halten. Schon 2019 ist allerdings der britische Tourismus an den spanischen Küsten zurückgegangen. · Der ausgeprägte Geburtenrückgang und die zunehmende Überalterung der Bevölkerung verlangen nach einer Sozialpolitik, wie sie Unidas Podemos anstrebt. Von der Regierungsbildung hängt ab, wann mit einer effizienten Familienpolitik begonnen werden kann. Ab 1. Januar stehen Vätern zwölf Wochen Urlaub nach der Geburt ihres Kindes zu und nicht mehr nur acht, womit der Vaterschaftsurlaub langsam an die 16 Wochen Mutterschaftsurlaub angeglichen wird. Die ersten vier Wochen sind für Väter Pflicht.

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