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Der erste repräsentative Covid-19-Test soll Klarheit über die Epidemie schaffen und Voraussetzung für weitere Erleichterungen sein.

Coronavirus in Spanien

Leichter Rückschlag bei aktuellen Fallzahlen - Spanienweiter Feldtest an 90.000 Menschen läuft an

  • vonMarco Schicker
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Am Montag meldet das spanische Gesundheitsministerium 331 neue Coronavirus-Tote, ein Anstieg um 43 gegenüber dem Vortag.

  • Insgesamt 23.251 Covid-19-Tote in Spanien bis 26. April.
  • 1.831 neue Infizierte in 24 Stunden, 209.465 insgesamt.
  • 100.875 Menschen haben das Virus offiziell überwunden.

Madrid - Am Montag begann in Spanien der erste große, landesweit koordinierte Feldtest. 90.000 Bürger werden zunächst im Schnelltest per Blutstropfen sowie über einen immunologischen Test untersucht. Die Aktion läuft unter dem Operationsnamen Seroprevalencia, 24 Institute sind daran beteiligt, die Leitung hat das biomedizinische Institut Carlos III in Madrid.

Der Test in 36.000 repräsentativ ausgewählten Familien soll ein klareres Bild über Infektionsrate, aber auch den Anteil der Menschen mit Antikörpern geben und gilt als wissenschaftlicher Schlüssel für die Ausgangstür aus dem Notstand. Daher werden die Getesteten in einem Abstand von drei Wochen auch nochmals untersucht. „So wollen wir die dynamische Evolution der Krankheit kennenlernen“, erkärt das Gesundheitsministerium.

Die Testreihe wird aber auch Aufschluss über die Kapazitäten der lokalen Gesundheitseinrichtungen geben. Zwar werden auch entsprechend geschulte Soldaten zur Entnahme der Tests eingesetzt, die lokalen Gesundheitszentren werden dabei aber bei der Koordination einem nützlichen Praxistest unterzogen. Denn sie sollen, wenn die Ausgehsperren weiter gelockert werden, erste Linie im Kampf gegen Rückfallwellen werden.

Das Gesundheitsministerium hat außerdem die Krankenhäuser des Landes so umzurüsten, dass Coronavirus-Fälle komplett abgesondert vom sonstigen Betrieb behandelt werden können und die UCIs, also die Betten für Intensivbehandlung bis auf Weiteres verdoppelt werden. Sollte es zu Rückschlägen kommen, - der kommende Winter steht dabei unter besonderem Verdacht - will man diesmal gerüstet sein.

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