„Bella Ciao“ nach 19 Tagen

Staatsanwalt schickt Rettungsschiff „Open Arms“ in den Hafen – 83 Flüchtlinge gehen an Land

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Foto: dpa

Rom/Madrid – dpa/ck. Die 83 noch auf dem Rettungsschiff „Open Arms“ verbliebenen Flüchtlinge sind in der Nacht zum Mittwoch in Lampedusa von Bord gegangen. Nach knapp dreiwöchiger Blockade auf dem Mittelmeer ordnete der Staatsanwalt von Agrigent, Luigi Patronaggio, die vorläufige Beschlagnahmung des Schiffs nach der Anlandung an. Er befand die hygienischen Zustände an Bord und den Zustand der Menschen für nicht tragbar.
Aktivisten bejubelten in der Nacht zum Mittwoch die Ankunft im Hafen der Insel Lampedusa. Nach 19 Tagen „in Gefangenschaft auf dem Deck eines Schiffes“ dürften nun alle Migranten an Bord an Land, twitterte die spanische Hilfsorganisation Proactiva Open Arms und zeigte in einem Video, wie sich die Menschen freuten, Fäuste in die Luft reckten, sich in den Armen lagen und ausgelassen „Bella Ciao“, den Kampfsong italienischer Partisanen, sangen. Sie wurden medizinisch versorgt und in einem Flüchtlingslager betreut.

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