Bürgermeister sorgt für dicke Luft

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Eine Schule protestiert gegen Luftverschmutzung. Trotzdem dürfen Autos wieder straffrei in die Madrider Innenstadt fahren. Foto: dpa

Madrid – ck. Demonstrationen bei 40 Grad Celsius, Proteste von Greenpeace, Kritik der Weltgesundheitsorganisation (WHO) – nichts hat den Bürgermeister Madrids, José Luis Martínez-Almeida (PP), bewegen können, die verkehrsberuhigte Zone in der Innenstadt, Madrid Central, so zu erhalten, wie sie seine Vorgängerin, Manuela Carmena, in Betrieb genommen hat. Seit Montag können wieder Autos herumfahren, die Stadt hat die Strafen ausgesetzt.
Nun hängt alles vom Umweltbewusstsein der Madrider ab. Almeida hat den Forderungen von Vox nachgegeben. Die Rechtspopulisten hatten die Abschaffung von Madrid Central auf ihre Fahnen geschrieben, obwohl die Stadt immer wieder gegen die Richtlinien der EU und der WHO verstieß. Besonders eindrückliches Beispiel war die konservative Bürgermeisterin Ana Botella, Gattin von Ex-Regierungschef José María Aznar, die die Luftmessungen aussetzte, wenn die Werte zu schlecht waren.

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