Ein Mädchen mit Mundschutz
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Kinder sollen in Spanien ab Sonntag wieder nach draußen dürfen.

Coronavirus-Krise

Kinder dürfen wieder raus: Kongress debattiert über Ausgangssperre für Spanien bis 9. Mai

  • vonMelanie Strauß
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Mit 435 neuen Toten in 24 Stunden ist die Coronavirus-Situation in Spanien weiter angespannt, die Zahlen bleiben aber stabil. Am Mittwoch debattierte der Kongress über die erneute Verlängerung der Ausgangssperre bis 9. Mai. Kinder sollen wieder nach draußen dürfen.

  • Spanien zählt 435 Corona-Tote in 24 Stunden.
  • Kinder dürfen unter strengen Auflagen wieder aus dem Haus.
  • Kongress debattiert über Verlängerung der Ausgangssperre.

Madrid -Zum dritten Mal ist am Mittwoch die Ausgangssperre in Spanien verlängert worden. Am Vormittag debattierte der Kongress über die Ausdehnung der Maßnahmen bis einschließlich 9. Mai. Während die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter Junts und CUP sowie die rechte Vox ihren Widerstand ankündigten, konnte Ministerpräsident Pedro Sánchez (PSOE) mit der Unterstützung von Podemos, Ciudadanos und PP rechnen. Auch wenn PP-Chef Pablo Casado die „Improvisation und Inkompetenz“ der Regierung kritisierte, gab er seine Zustimmung. „Wir leisten unseren Beitrag, um die Tragödie für Leben und Arbeit zu stoppen“, so Casado.

„Wir werden den Ausstieg behutsam wagen”, sagte Sánchez, er werde „langsam und Schritt für Schritt“ erfolgen. An einer kontrollierten Fahrweise durch die Coronavirus-Krise ist dem Ministerpräsidenten gelegen: 350 Millionen Euro hat seine Regierung bereits für sanitäres Material ausgegeben, darunter 650.000 Antikörper-Tests für 17 Millionen Euro, von denen sich später herausstellte, dass sie nicht funktionierten.

Ausgangsperre wegen Corona: Kinder dürfen ab Sonntag wieder aus dem Haus

Ab Sonntag - und nicht erst ab Montag, wie zuerst angekündigt - sollen Kinder bis 14 Jahre wieder das Haus verlassen dürfen. Nachdem es heftige Kritik dafür gehagelt hatte, dass dies eigentlich nur zum Einkauf und bei Bankgängen mit den Eltern erlaubt sei, musste Gesundheitsminister Salvador Illa am Dienstagabend zurückrudern und ausdrücklich auch Spaziergänge für Kinder in Begleitung eines Elternteils dulden. Großeltern dürfen ihre Enkel nicht begleiten, weil sie durch das Virus Sars-CoV-2 besonders gefährdet sind.

Sich mit Freunden zu treffen oder auf Spielplätzen zu toben bleibt den Kleinen aber weiterhin untersagt. Jugendliche ab 14 Jahren dürfen ähnlich wie Erwachsene zu Einkäufen das Haus verlassen, auch ohne Begleitung. Ausdrücklich raten die Behörden dazu, dabei Mund- und Nasenschutz zu tragen. Sport außerhalb der eigenen vier Wände ist weder Kindern noch Erwachsenen erlaubt, die Schulen bleiben geschlossen.

Spielplätze bleiben während der Coronavirus-Krise weiter geschlossen.

Coronavirus: Spanien zählt 21.700 Tote

Im besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien sind nach aktuellem Stand bisher rund 21.700 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, rund 208.000 Menschen haben sich infiziert, knapp 86.000 Erkrankte sind über den Berg. Die Situation ist damit weiterhin angespannt, aber relativ stabil.

 

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