Außenministerin Arancha Gonzalez Laya will mit Bündnispartner Italien einen EU-Migrations-Pakt vorantreiben. Foto: dpa
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Außenministerin Arancha Gonzalez Laya kündigt Strafen für Reisende an, die keinen PCR-Test vorweisen können.

Restriktionen für Spanien-Reisende

Coronavirus Spanien: PCR-Test ab 23. November bei Einreise Pflicht - 6.000 Euro Strafe drohen

  • vonStephan Kippes
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Nach Spanien Einreisende müssen ab 23. November einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus vorweisen. Andernfalls drohen Strafen bis zu 6.000 Euro.

  • Ab 23. November müssen Reisende aus Risikogebieten der EU bei der Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen.
  • Der PCR-Test darf bei der Einreise nach Spanien nicht älter als 72 Stunden sein.
  • Wer keinen PCR-Test auf das Coronavirus vorweisen kann, muss mit Strafen von bis zu 6.000 Euro rechnen.

Madrid – Ohne gültigen PCR-Test nach Spanien einzureisen, kann Touristen und Reisende ab 23. November teuer zu stehen kommen. Außenministerin Arancha González sprach von “ernsthaften” Strafen von bis zu 6.000 Euroin der Nachrichtensendung von Susanna Griso im Fernsehsender Antena 3. “Wir wollen, dass Bürgern bewusst wird, wie wichtig ein sicherer Tourismus in Zeiten des Coronavirus ist”, sagte die Außenministerin.

Coronavirus Spanien: Reisende aus Risikogebieten der EU müssen negativen PCR-Test vorweisen

Spanien verlangt ab 23. November von allen Reisenden aus Coronavirus-Risikogebieten einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus, dessen Ergebnis bei Einreise nicht älter sein darf als 72 Stunden. Der Beleg ist mit dem bereits bekannten Einreiseformular vorzulegen oder als QR-Code der Test-Institution elektronisch bereit zu halten. Damit folgt die Regierung einer EU-Empfehlung vom 13. Oktober, die alle Länder mit einer Inzidenz von über 150 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen 14 Tagen als Risikogebiete einstuft. Das trifft laut den jüngsten Erhebungen des Gesundheitsministeriums vom Freitag auf die Mehrzahl der Schengen- und EU-Länder zu, vorneweg auf Spanien mit einer Inzidenz von 498,19, aber auch auf Deutschland mit 279,9, auf die Schweiz mit 1.143,8 oder Österreich mit 852,2.

Außenministerin Arancha González appellierte an die Fluglinien zu überprüfen, ob die Passagiere einen PCR-Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist. “Die hohe Strafe soll Warnung sein. Uns geht es nicht darum, Geld einzunehmen. Vielmehr wollen wir, dass Bürger das Ihre zu einem sicheren Tourismus beitragen, damit wir graduell diese Bewegungsräume öffnen und sie sicher über unsere Grenzen einreisen können”, sagte sie. Nach der Einreise in Spanien durchgeführte Tests werden nicht anerkannt.

Die Außenministerin Arancha González unterstrich auch, dass der internationale Reiseverkehr mit 0,08 Prozent wenig zur Ausbreitung des Coronavirus beiträgt. Von den 5,2 Millionen Reisenden seit Juli hätten die Gesundheitsbehörden bei nur 4.800 das Coronavirus bei einem PCR-Test feststellen können. “Angesichts dieser Daten kann man nicht von einem Problem sprechen, aber wir müssen sicherstellen, dass es auch in Zukunft keins wird”, sagte Außenministerin Arancha González.

Coronavirus und Reiseverkehr in Spanien: Regierung folgt Empfehlungen der EU-Kommission

“Wir sind damit den Empfehlungen der Europäischen Kommission gefolgt”, sagte Arancha González weiter. In Spanien gelten bereits strenge Auflagen für die Mobilität, die von den jeweiligen Regionalregierungen wegen der Coronavirus-Pandemie erlassen wurden. Bis auf die Kanaren sind derzeit alle Regionen abgeriegelt, Bürger dürfen ihre Regionen und mancherorts wie in Murcia oder Andalusien ihre Gemeinden nicht ohne einen triftigen Grund verlassen. Prinzipiell aber dürfen EU-Mitgliedsstaaten Personen aus anderen EU-Ländern nicht die Einreise verwehren, wohl aber könnten sie laut der Außenministerin Restriktionen erheben für Reisende, die aus Ländern kommen, die auf der europäischen Karte der Risikogebiete nicht grün eingezeichnet seien. Einen “grünen Fleck” findet man auf dieser Karte allerdings derzeit nur im Index.

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