Zwei Besucher am Strand Hornillo in Águilas.
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Noch ist nicht viel los wie hier am Strand von Águilas.

Coronavirus am Strand in Spanien

Ansteckungsgefahr mit Coronavirus: Wie sicher ist das Baden? Wissenschaftler in Spanien untersuchen das

  • vonSandra Gyurasits
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Das Coronavirus hat in der Sonne, im heißen Sand und im Wasser so gut wie keine Überlebenschance, sagen die Experten. Die Gefahr einer Übertragung lauert an anderer Stelle.

  • Ultraviolette Strahlung und hohe Temperaturen schädigen das Virus.
  • Im Salz- und Chlorwasser besteht so gut wie kein Risiko.
  • Vorsicht ist in Flüssen und Stauseen geboten.

Madrid - Wie sicher ist das Baden am Strand, im Schwimmbad oder in einem Fluss? Überlebt das Coronavirus im Sand? Und wie groß ist die Gefahr, sich mit Sars-Cov-2 anzustecken? Diesen Fragen gehen Wissenschaftler des staatlichen Forschungsinstitut CSIC nach.

Nach derzeitigem Kenntnisstand über die Ansteckungswege des Coronovirus sei es sehr unwahrscheinlich, sich am Strand zu infizieren, meinen die Experten. Um sich im Sand anzustecken, müsse es eine hohe Konzentration an Viren geben, erklärte Guillermo Quindós, Medizin-Professor an der Universität im Baslenkand, gegenüber der Zeitung "La Verdad".

Coronavirus wird im Wasser sofort verdünnt

Die ultraviolette Sonnenstrahlung und die hohe Temperatur des Sandes reduziere das Virus in nur wenigen Minuten. Die Ultraviolett-Strahung richte irreparable Schäden im Virus an. Bei Sars-Cov-2 ähnlichen Viren wurde beobachtet, dass es bei Temperaturen von 25 Grad Celsius zehn Tage dauere bis das Virus in Süßwasser unschädlich sei, bei 56 Grad sei das bereits nach 25 Minuten der Fall.

Auch die Wahrscheinlichkeit, sich beim Baden im Meer anzustecken, geht gegen Null. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass eine infizierte Person hustet und ins Wasser spuckt, werde das Virus sofort verdünnt. Seine geringe Konzentration reiche nicht mehr aus, um eine zweite Person im Wasser anzustecken.

Keine Überlebenschance im Chlorwasser

In Schwimmbädern werde das Wasser mit Desinfktionsmitteln behandelt, um Mikroben abzutöten. Die Mittel reichten ebenfalls, um das Coronavirus unschädlich zu machen. Es sei praktisch unmöglich, dass Viren und Bakterien im Chlorwasser überleben, betsätigte der Spezialist für Infektionskrankheiten am Krankenhaus Reina Sofia in Murcia, Enrique Bernal.

Die Gefahr sich anzustecken besteht nicht beim Baden im Wasser und beim Sonnenbaden im Sand, sondern, wenn zu viele Menschen zu dicht beieinander liegen, ohne die Abstandsregeln einzuhalten. Im Fall von Schwimmbädern ist deshalb Vorsicht bei Umkleidekabinen, Toiletten oder Wasserrutschen geboten, die von vielen Menschen genutzt werden. Die Wissenschaftler wiesen daraufhin, dass sich das Virus hauptsächlich über Tröpfcheninfektion überträgt. Gefahr besteht, wenn eine infizierte Person hustet, niest oder direkten Köperkontakt hat, wie die CSIC.Wissenschaftler erklären.

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