Die Zeichen der Zeit

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Mitglieder von „Ärzte ohne Grenzen“ winken bei der Ankunft der „Aquarius“ in Valencia. Foto: Daniel Duart/dpa

Madrid/Valencia – tl/dpa. Das Drama um die mehr als 600 Bootsflüchtlinge der „Aquarius“ ist beendet. Das Rettungsschiff der Hilfsorganisation SOS Méditerranée sowie die beiden italienischen Schiffe „Dattilo“ und „Orione“ trafen am Sonntag in Valencia ein. Nach acht Tagen auf See gingen 630 Flüchtlinge von Bord – vorwiegend jüngere Männer, aber auch unbegleitete sechs- oder siebenjährige Kinder, Frauen mit Kindern auf dem Arm und schwangere Frauen.
„Die Flüchtlinge sind glücklich, aber nervös, weil sie nicht wissen, was sie erwartet“, erzählte Sara Alonso Esparza vom staatlichen spanischen Radiosender RNE, die auf der „Aquarius“ mitfahren durfte, nachdem Italien vor einer Woche die damals noch 629 Flüchtlinge abgewiesen und Spanien sich zur Aufnahme bereit erklärt hatte. Am Sonntag waren es 630, denn auf See gebar eine Frau ein Kind.
Die Ankunft der „Aquarius“ war im ganzen Land Gesprächsthema Nummer eins. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist groß. Supermarktketten und Läden spendeten Lebensmittel und andere Dinge. Mehr als 150 Gemeinden in der Region Valencia erklärten sich bereit, „Aquarius“-Flüchtlinge aufzunehmen. Am Rathaus von Valencia prangte ein riesiges Plakat: „València Ciutat Refugi“¨– Valencia, Stadt der Zuflucht.
Alle Flüchtlinge der „Aquarius“ erhielten von der Regierung eine 45-tägige Aufenthaltsgenehmigung. Das Ausländergesetz sieht diese Möglichkeit vor, wenn es sich wie in diesem Fall nicht um illegale Einreise handelt. Wie stellvertretende Ministerpräsidentin Carmen Calvo mitteilte, wolle etwa die Hälfte der „Aquarius“-Flüchtlinge in Frankreich Asyl beantragen.

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1 KOMMENTAR

  1. Das erinnert an Deutschland 2015, als Merkel die Grenzen öffnete und sogar unkontrolliert Flüchtlinge ins Land ließ. In Spanien sind ja nun wieder Sozis und Linke am Ruder. Da droht ein weiteres Griechenland. Und Italien ist auf dem gleichen Weg.
    Europa wach auf!

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