Entsetzt über Diktator-Verehrung

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Immer frische Blumen auf dem Grab des Diktators. Foto: dpa

Madrid – ck. „Das ist unglaublich. In meinem Land wäre es undenkbar, jemandem neben einem Grab Hitlers beten zu sehen“, zitiert die Zeitung „El País“ die deutsche Historikerin Astrid Schmetterling. Sie ist eine der 1.500 Experten, die in Madrid am Weltkongress für Historische Erinnerung teilgenommen haben. Etwa 30 von ihnen besuchten das Valle de los Caídos und trafen am blumengeschmückten Grab des Diktators Francisco Franco auf eine Hochzeit. Das Paar gab sich das Ja-Wort, andere beteten andächtig – das Franco-Grab als öffentlicher Pilgerort.
Vergeblich die Versuche der Regierung Pedro Sánchez, die Gebeine umzubetten und das Tal der Gefallenen zu einem Mahnmal für alle Opfer zu machen. Nun hat sich zum Widerstand der Familie Franco, der Rechtspopulisten von Vox und den Benediktiner-Mönchen, die die Kapelle und Gruft verwalten, noch der Nuntius des Vatikan gesellt.

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