Exhumierung vor Wahl

Regierung Sánchez treibt Umbettung der Gebeine Francos voran

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Das Valle de los Caídos soll zu einem Ort der Versöhnung werden. Foto: dpa

Madrid – dpa. Die sozialistische Regierung will die Umbettung des Leichnams von Diktator Francisco Franco (1892-1975) noch vor der vorgezogenen Parlamentswahl vom 28. April verwirklichen. Der Ministerrat hat die Exhumierung der Überreste per Dekret in die Wege geleitet, sagte Justizministerin Dolores Delgado vor Journalisten in Madrid. Man werde der Familie zunächst 15 Tage Zeit geben, um zu entscheiden, wo die Gebeine nach der Entfernung aus dem Mausoleum im Valle de los Caídos, dem Tal der Gefallenen, beerdigt werden sollen.
Die Familie Franco sträubt sich gegen die Exhumierung und will ihr nur dann zustimmen, wenn der Leichnam in ein Familiengrab in der Almudena-Kathedrale mitten in Madrid gebracht wird. Eine Verlegung in die Kathedrale kommt jedoch für die Regierung nicht in Frage. Sie befürchtet, dass die Almudena durch das Franco-Grab zu einem neuen Wallfahrtsort für Rechtsextreme werden könnte. Sollte die Familie keine Alternative nennen, werde die Regierung über die letzte Ruhestätte des Diktators entscheiden, drohte Delgado.

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