"Gürtel" zählt zu den großen Korruptionsskandalen, die Spanien erschüttert hat. Foto: dpa|Der ehemalige Schatzmeister der Volkspartei, Luis Bárcenas, kriegt 33 Jahre. Foto: JuanJo Mart/dpa

Hohe Haftstrafen im "Gürtel"-Skandal

Madrid -  dpa. In der Korruptionsaffäre „Operación Gürtel“ hat die spanische Justiz langjährige Haft...

Madrid -  dpa. In der Korruptionsaffäre „Operación Gürtel“ hat die spanische Justiz langjährige Haftstrafen gegen Unternehmer und ehemalige Politiker der regierenden konservativen Volkspartei (PP) verhängt. 29 der insgesamt 37 Angeklagten seien im Hauptverfahren des Mammutprozesses am Donnerstag zu insgesamt 351 Jahren Gefängnis verurteilt worden, teilte das Nationale Strafgericht mit. Bei dem Prozess ging es um kriminelle Praktiken einiger Unternehmen, die Politiker der PP bestochen und im Gegenzug lukrative Aufträge erhalten haben sollen. [caption id="attachment_53095" align="alignnone" width="300"] Der ehemalige Schatzmeister der Volkspartei, Luis Bárcenas, kriegt 33 Jahre. Foto: JuanJo Mart/dpa[/caption] Die Affäre gilt als größter Korruptionsskandal in der jüngeren Geschichte Spaniens. Im Mittelpunkt stehen die illegalen Aktivitäten des Unternehmers Francisco Correa, der mutmaßlichen Schlüsselfigur des Netzwerks. „Gürtel“ ist die deutsche Übersetzung des Namens „Correa“. Das deutsche Wort wird auch in Spanien für den Skandal verwendet. Der 62-Jährige, der zwischen 1999 und 2005 zusammen mit drei Mitarbeitern Subventionsbetrug betrieben und hohe Summen an öffentlichen Geldern veruntreut haben soll, sei zu 51 Jahren Haft verurteilt worden, hieß es. Der ehemalige Schatzmeister der PP, Luis Bárcenas, wurde der Geldwäsche für schuldig befunden und zu 33 Jahren Haft und einer Zahlung von 44 Millionen Euro verurteilt. Das Netzwerk war hauptsächlich in Madrid und Valencia tätig, zwei Hochburgen der PP, der Partei des regierenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Dieser war selbst im vergangenen Juli als Zeuge vernommen worden. Der Politiker war der erste amtierende Regierungschef, der in Spanien in den Zeugenstand musste. Rajoy bestritt dabei, von den illegalen Finanzierungen seiner Partei gewusst zu haben.  

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