Kein gutes Vorzeichen

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Drei der fünf Spitzenkandidaten auf ihrem Weg zur TV-Debatte am Montag. Foto: dpa

Madrid – sk. Sollte die TV-Debatte der fünf Spitzenkandidaten der großen Parteien PSOE, PP, Ciudadanos, Unidas Podemos und Vox am Montag Unentschlossene und Nichtwähler zum Urnengang bewegen, so hat sie ihr Ziel verfehlt. Keiner der Spitzenkandidaten öffnete sich für etwas Neues, niemand näherte sich dem anderen an. Womit die Debatte ihr zweites Ziel auch nicht erreicht hat: die Hoffnung zu nähren, dass die vierte Wahl binnen vier Jahren zu einer stabilen Regierung führen könnte.
Aus der Debatte ging ein Sieger hervor, nämlich Vox, und ein Verlierer, die Demokratie. Den Populisten von rechts außen wurde ein roter Teppich ausgerollt. Ihr Parteiführer Santiago Abascal konnte ungestört am äußersten Rande der Verfassungsmäßigkeit durch die beste Sendezeit spazieren, ohne dass ein einziger der anderen vier anwesenden Spitzenkandidaten nennenswert etwas dagegen gesagt hätte. Niemand stellte sich seinen Forderungen entgegen, wie die nach der Aushöhlung spanischer Autonomien oder dem Verbot unliebsamer Parteien. Ganz zu schweigen von der Verbreitung von Fake News, wie etwa den Anstieg der Kriminalität mit illegalen Immigranten in Verbindung zu bringen.

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