König Felipe VI. und Isidro Martinez Oblanca, Abgeordneter der Regionalpartei Foro de Asturias. Foto: dpa

König spricht mit Parteichefs

Madrid – dpa. Gut einen Monat nach der Parlamentsneuwahl hat Spaniens König Felipe VI. zweitägige Ko...

Madrid – dpa. Gut einen Monat nach der Parlamentsneuwahl hat Spaniens König Felipe VI. zweitägige Konsultationen über die Bildung einer Regierung aufgenommen. Der Monarch wollte am Dienstag und Mittwoch im Zarzuela-Palast nordwestlich von Madrid Einzelgespräche mit den Chefs von 18 im Parlament vertretenen Parteien führen. Die Gesprächsrunde soll mit dem geschäftsführenden Ministerpräsidenten Pedro Sánchez abgeschlossen werden, der bei der Abstimmung zwar erneut die meisten Stimmen bekommen, aber eine absolute Mehrheit deutlich verpasst hatte. Das Staatsoberhaupt wird den Sozialistenchef anschließend aller Voraussicht nach mit der Regierungsbildung beauftragen. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass Sánchez noch in diesem Jahr versuchen wird, sich im Parlament zum Regierungschef wählen zu lassen - bisher hat er nicht die nötigen Stimmen hinter sich gebracht, um sich dort durchzusetzen. Zwar hatte der 47-Jährige schon kurz nach der Wahl eine Vorvereinbarung für eine Koalitionsregierung mit dem linken Bündnis Unidas Podemos getroffen, jedoch fehlen ihm für eine Mehrheit immer noch zahlreiche Stimmen. Falls ihn nicht mehrere kleinere Parteien unterstützen - darunter auch katalanische Separatistengruppierungen - wird er nicht in der Lage sein, eine Regierung zu bilden. Bei der Wahl des Ministerpräsidenten im spanischen Parlament benötigt der Kandidat in der ersten Runde eine absolute Mehrheit der Ja-Stimmen. Im zweiten Wahlgang reicht eine einfache Mehrheit aus. Das neue Parlament war in der vergangenen Woche in Madrid zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Dabei legten auch 52 Abgeordnete der rechtspopulistischen Partei Vox den Amtseid ab. Die Ultrarechten hatten bei der Wahl ihre Sitze mehr als verdoppelt und avancierten zur drittstärksten Kraft im 350-köpfigen Parlament.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare