Urlaub in Spanien

Costa Blanca: Herrliche Palmengärten - Ziele zum Erholen im Sommer

  • Stefan Wieczorek
    VonStefan Wieczorek
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Neben den Stränden gehören die Palmen im Sommer zu den Attraktionen der Costa Blanca. Für Touristen bieten sie unter Spaniens Sonne erholsamen Schatten. Die Palmengärten hatten aber ursprünglich einen landwirtschaftlichen Zweck. Von Alicante bis Orihuela: Welche Palmerales man erlebt haben muss.

Alicante - Wie ein orientalischer Traum kommt Urlaubern in Spanien der Besuch der Palmengärten an der Costa Blanca vor. Umgeben von trockenen Landschaften stehen plötzlich tausende Palmen versammelt. Herrliche Oasen, die im Sommerurlaub zum Erholen einladen, aber auch zum Kennenlernen der Kulturgeschichte. Denn die Palmerales sind erst in der jüngeren Vergangenheit zur Attraktion für Touristen wie die schönsten Strände geworden. Über Jahrhunderte dienten die Palmengärten vielmehr der Landwirtschaft. Im Sommer 2021 laden wir Sie zur Tour unter Palmen ein - mit Zielen am Meer, an den Bergen und am Fluss.

Costa BlancaKüstenabschnitt in Spanien
ProvinzAlicante
RegionComunidad Valenciana

Costa Blanca: Herrliche Palmengärten, Ziele im Sommer - Elche, die Stadt der Weltkulturerbe-Palmen

Wer an der Costa Blanca Palmengärten zum Erholen sucht, kommt nicht an Elche vorbei. Vor 20 Jahren wurde die herrliche Oase mit 70.000 bis zu 200.000 Palmen zum Unesco-Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Ursprünglich pflanzten die Mauren einen grünen Halbring aus Palmen um die Stadt am Fluss Vinalopó an und nutzten geschickt Oasentechniken aus Afrika, um ein spezielles Klima für die Landwirtschaft zu schaffen. Erklärt wird dies anschaulich im Palmenmuseum (Museo del Palmeral), das wir bei unserer Palmen-Tour in Elche besuchten. Weitere attraktive Ziele sind der Garten Huerto del Cura und der Stadtpark Parque Municipal.

Costa Blanca: Herrliche Palmengärten, Ziele im Sommer - Orihuela, mit Palmen an den Bergen

Etwas weiter im Süden bietet Orihuela den zweitgrößten Palmeral nicht nur der Costa Blanca, sondern auch von Europa. Wie eine grüne Sichel schmiegt sich der herrliche Palmengarten an die Berge an. Im Mittelalter führte eine Handelsroute mitten durch die orientalische Landschaft, die heute 9.000 Palmen fasst. Die Stadt hat den Palmengarten in den letzten Jahren zu einem attraktiven touristischen Ziel gemacht. Neben einer umfassenden Sanierung wurde ein historisches Landhaus in ein Interpretationszentrum umfunktioniert. Neben den schicken Palmen Elches überzeugt Orihuela mit attraktiver Wildromantik.

Costa Blanca: Herrliche Palmengärten, Ziele im Sommer - Alicante, Palmen am Meer

In der Provinzhauptstadt Alicante vereint der Palmeral die Attraktionen der Costa Blanca: Meer, Strand und Palmen. Der direkt an der Küste gelegene Palmengarten inspirierte Maler Joaquín Sorolla zum Gemälde „El Palmeral“ und den Marquis de Molins zum ältesten touristischen Slogan „Beste Erde der Welt“. Einst eine große landwirtschaftliche Fläche mit der historischen Finca El Carmen, wurde der Palmeral in den 90ern zu einem Park für Freizeitbesucher umgebaut. Bis heute ein Klassiker für Hochzeits- oder Kommunionsfotos, erlebt der Palmengarten mit den künstlichen Seen derzeit jedoch nicht seine beste Zeit.

Costa Blanca: Herrliche Palmengärten locken im Sommerurlaub zum Erholen. Hier der Palmeral von Orihuela.

Costa Blanca: Herrliche Palmengärten, Ziele im Sommer - Santa Pola, römische Villa unter Palmen

Ein angenehmes Ziel zum Erholen an der Costa Blanca ist der Palmengarten von Santa Pola. An der Einfahrt Stadt der Fischer und des Salzes grüßt ein herrliches Areal aus grünen Palmen. Inmitten des Parks - das ist die Besonderheit dieses Palmerals - sind die Reste einer römischen Villa zu bewundern. Denn hier befand sich einst der stolze Portus Ilicitanus, der antike Hafen von Elche. Derzeit sind Archäologen der Uni Alicante dabei, das römische Erbe von Santa Pola zu bergen. In der Tourismusinfo erhalten Besucher direkt am Palmengarten Auskunft zu Führungen und weiteren Zielen.

Übrigens: Die Palmen waren an der Costa Blanca bereits Zeuginnen der alten römischen Zeiten. An die Küste Spaniens hatten sie schon vor über 2.500 Jahren die Phönizier gebracht. Das bezeugen alte Darstellungen in den Archäologiemuseen von Elche, aber auch der wissenschaftliche Name der hiesigen Palmenart: Phoenix dactylifera, wobei Phoenix an die phönizischen Importeure noch vieler weiterer Schätze Europas erinnert.

Rubriklistenbild: © Stefan Wieczorek

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