Ein Tierpfleger des Safari-Aitana-Parks füttert vor Besuchern eine Giraffe.
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Safari an der Costa Blanca: Exotischen Tieren wie Giraffen kommt man in der Sierra Aitana ganz nahe.

Bei Tiger, Löwe und Giraffe

Safari-Ausflug an der Costa Blanca: Exotische Tiere zum Greifen nahe

  • Anne Götzinger
    vonAnne Götzinger
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Der Corona-Lockdown brachte den Safari-Aitana-Park an der Costa Blanca mit seinen rund 500 Tieren 2020 in Not. Jetzt ist er ein Covid-sicheres Ziel für einen Ausflug, in dem Besucher exotischen Tieren so nahe kommen wie selten.

Penáguila – Im Rückspiegel kommt ein weißes Lama angetrabt. Nicht etwa in den Anden, nein, an der Costa Blanca! Schnell kurbelt der Familienvater das Autofenster hoch – schließlich hat er gerade von Rafa, dem Tierpfleger des Safari-Aitana-Parks, erfahren, dass die berühmte Spucke der höckerlosen Kamelart in Wirklichkeit der Inhalt eines ihrer beiden Mägen ist. „Der Inhalt aus dem ersten Magen stinkt bestialisch“, so Rafa, „der aus dem zweiten noch schlimmer.“

Witzig und informativ bringt der Tierpfleger den Touristen bei ihrem Ausflug in den Safari Aitana bei Penáguila im Hinterland der Costa Blanca Kuriositäten der Bewohner des Parks näher. Seit 1975 ist dieser als offizielle Auffangstation für Tiere anerkannt, die häufig aus Zoos oder Zirkussen, denen die Schließung droht, stammen. Rund 20 Autos schieben sich als Safari-Karawane über die holprigen Wege, um alle paar 100 Meter Halt zu machen – mal beim Asiatischen Wasserbüffel, mal bei Giraffe und Dromedar, bei Elefant und Nilpferd und auch mal „bei den Politikern, also den Eseln“, wie Tierpfleger Rafa augenzwinkernd meint.

Safari-Ausflug an der Costa Blanca: Rund 500 Tiere leben in der Sierra Aitana in Halbfreiheit

Nähe ist das entscheidende Stichwort auf dem 150 Hektar großen Gelände auf 1.000 Metern Höhe, auf dem rund 500 Tiere in Halbfreiheit leben. In kaum einem Zoo kommen die Besucher den Tieren so nah. Zwar muss auch der Safari-Aitana-Park trotz der momentan verhältnismäßig guten Corona-Zahlen an der Costa Blanca einige Maßnahmen ergreifen – das Anfassen der Tiere oder der Holzgatter ist beim Safari-Ausflug derzeit nicht erlaubt –, doch das schmälert das Erlebnis kaum.

Zu den Highlights dieser Costa-Blanca-Safari zählt ohne Zweifel die Fahrt durch das Löwen- und das Tigergehege. Beeindruckend, diese majestätischen Tiere aus nur etwa einem Meter Entfernung betrachten zu können. Die älteren Tiere dösen in der Sonne vor sich hin, doch dieses Phlegma der Raubtiere sollte Besucher nicht täuschen. Im Gehege ist es ausdrücklich verboten, die Autofenster zu öffnen. Die Löwenjungen Elsa, Nala und Aslan, die vergangenes Jahr am 10. März, also genau vor dem Corona-Lockdown in Spanien, auf die Welt kamen, kabbeln sich vor den entzückten Augen der Safari-Teilnehmer.

Safari-Park an der Costa Blanca hatte im Lockdown zu kämpfen

Die zwangsweise Schließung von März bis Juni und die fehlenden Einnahmen stellten den Safari-Park vor ernste Probleme, mussten doch die rund 500 Tiere wie gewohnt weiterversorgt werden. Einige der Angestellten mussten in die Kurzarbeit geschickt werden, dank privater Spenden von Vereinen und Unternehmen der Costa Blanca konnte die Durststrecke überwunden werden und Ausflüge sind wieder möglich.

Das Lama ist vorbeigetrabt – zum Glück ohne zu spucken. Ganz so eng muss die neue Bekanntschaft ja dann auch nicht sein.

Weitere Informationen und den Anfahrtsweg gibt es auf der Internetseite des Safari Aitana. Wer den Safari-Park an der Costa Blanca unterstützen möchte, kann zum Beispiel eine Tierpatenschaft übernehmen oder direkt über die Webseite spenden.

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