Blick bei Nacht auf das beleuchtete Dorf Sos del Rey Católico
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Eines der schönsten Dörfer Spaniens mit einem der ungewöhnlichsten Namen: Sos del Rey Católico.

Tipps für den Sommer-Urlaub

Mal weg vom Strand: Das sind die 10 schönsten Dörfer in Spanien

  • Judith Finsterbusch
    VonJudith Finsterbusch
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Wer Spanien mal von einer anderen Seite entdecken möchte, findet abseits der überlaufenen Küsten Tipps für zehn schöne Dörfer und Orte, die entdeckt werden wollen.

Spanien hat viel mehr zu bieten als Sol y Playa, Sonne und Strand. Wer dem Mittelmeer oder Atlantik ein wenig den Rücken kehrt und sich ins Landesinnere hervorwagt, trifft nicht nur auf abwechslungsreiche Landschaften, sondern auch auf Dörfer und Orte, die aus Bilderbüchern zu stammen scheinen. Fernab vom Massentourismus etwa an den zehn schönsten Stränden der Costa Blanca lässt sich bei einem Spaziergang durch schmale Gassen und vorbei an mittelalterlichen Gebäuden ein Stück echtes Spanien entdecken. Wer auf Strand trotzdem nicht verzichten mag, findet aber auch unweit der Küsten einige der zehn schönsten Orte in Spanien. Und auch wenn die Wahl wie immer Geschmackssache ist: Wir stellen die zehn schönsten Dörfer Spaniens vor – vielleicht ist der eine oder andere Geheimtipp für den nächsten Urlaub dabei.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Albarracín – Teruel

Albarracín mit seiner imposanten Stadtmauer steht immer auf den Listen der zehn schönsten Dörfer in Spanien.

Albarracín schafft es immer wieder auf die Listen der zehn schönsten Dörfer in Spanien. Nicht ganz unschuldig daran dürfte die imposante Stadtmauer sein, die die Altstadt umgibt, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Die Häuser sind allesamt rötlich-braun gefärbt, gerade einmal gut 1.000 Einwohner zählt das Dorf aktuell. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Orts sind der Dorfplatz (Plaza Mayor), die Kathedrale und die Kirchen Santiago und Santa María. Der gesamte Ort ist als Kulturgut BIC deklariert, er liegt am Camino del Cid. Bis 1851 war die Stadt Bischofssitz. Albarracín liegt in der Provinz Teruel, knapp 40 Kilometer von der Stadt Teruel entfernt. Im Winter sinken die Temperaturen in Albarracín gerne bis unter den Gefrierpunkt, Schnee ist keine Seltenheit - vielleicht ein Tipp für Winter-Urlauber.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Alquézar – Huesca

Alquézar gehört nicht nur zu den schönsten Dörfern in Spanien, sondern bezeichnet sich selbst als schönstes Dorf der Provinz Huesca.

Von Albarracín aus geht es noch weiter hoch in den Norden. In der Region Aragón liegt die Gemeinde Alquézar mit ihren 300 Einwohnern. Der Ort zählt nicht nur zu den schönsten Dörfern in Spanien, sondern bezeichnet sich selbst auch als schönstes Dorf der Provinz Huesca. Die Lage ist spektakulär: Das Dorf in den südlichen Ausläufern der Pyrenäen liegt mitten im Naturpark Sierra y Cañones de Guara auf einem felsigen Hügel am Río Vero. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehören neben den schmalen Gassen der Altstadt die Wehrkirche Santa María. Ein Tipp für einen Ausflug in die Natur von Alquézar aus ist der Wanderweg Pasarelas del Vero empfohlen: Ein wunderschöner Spaziergang über Holzstege durch die Schlucht, durch die sich der Vero-Fluss schlängelt.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Aínsa – Huesca

Aínsa zählt zu den schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Dörfern in Spanien.

60 Kilometer nördlich von Alquézar liegt Aínsa, ebenfalls in der Provinz Huesca in Aragón. Aínsa rühmt sich damit, einen der schönsten Dorfplätze in Spanien zu haben. Schon der Blick von außen auf den Ort ist fast zu idyllisch, um wahr zu sein: Der Kirchturm erhebt sich über den Häusern, das enorme Burggelände und die Stadtmauer prägen das Dorfbild. Aínsa zählt zu den schönsten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Dörfern Spaniens. Dazu kommt die spektakuläre Lage zwischen den Flüssen Cinca und Ara, von wo aus Wander- und Fahrradwege einladen, die Umgebung zu erkunden. Im Winter zieht das Dorf Skifahrer an, Tipps für Naturfreunde sind Ausflüge in die nahe gelegenen Naturparks Ordesa y Monte Perdido, Posets-Maladeta und Cañonens y la Sierra de Guara.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Alarcón – Cuenca

Alarcón zählt nichtmal 200 Einwohner, gehört aber zu den schönsten Dörfern in Spanien.

Weiter geht die Reise durch das mittelalterliche Spanien, dieses Mal nach Alarcón in der Provinz Cuenca. Der Ort mit seinen nicht einmal 200 Einwohnern ist zwar winzig klein, aber trotzdem ein Tipp für Urlauber, die die schönsten Dörfer des Landes sehen möchten. Auf einem Hügel gelegen fließt unterhalb des Dorfes der Fluss Júcar, Besuchern sticht schon von weitem die gut erhaltene arabische Festung aus dem achten Jahrhundert ins Auge. Heute ist in der Burg ein Hotel der staatlich geführten Kette Paradores untergebracht. Urlauber finden in Alarcón vor allem eins: Ruhe und Entspannung. Die Stadtmauer ist fast noch intakt, Besucher gelangen durch drei Tore in die Altstadt: Puerta del Campo, Puerta del Calabozo und Puerta del Bodegón. Zu den obligatorischen Sehenswürdigkeiten gehören die Kirchen Santo Domingo de Silos und Santa María sowie die Wandmalereien in der Kirche San Juan Bautista.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Mojácar – Almería

Die Gassen zwischen den typischen weißen Häusern in Mojácar laden zum Flanieren ein - das Dorf gehört zu den schönsten in Spanien.

Ein ganz anderes Flair versprüht Mojácar in der Provinz Almería, Andalusien. Die Küstenstadt gehört weniger wegen einer mittelalterlichen Altstadt zu den zehn schönsten Dörfern in Spanien, sondern vielmehr wegen der hübschen weißen Häuser, die einen krassen Kontrast zum azurblauen Mittelmeer und dem ebenso blauen Himmel bieten. Schon von weitem sind die weißen Häuser, die an den Ausläufern der Sierra de Cabrera zu „hängen“ scheinen, zu sehen. Neben einem Spaziergang durch das Labyrinth der engen Altstadt-Gassen bietet sich ein Bad an einem der Strände der 17 Kilometer langen Küste an. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die Kirche Santa María. Ein weiterer Tipp ist der Aussichtspunkt von der Burg aus.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Frigiliana – Málaga

Frigiliana liegt etwas im Hinterland der Costa del Sol und zählt für viele zu den schönsten Dörfern in Spanien.

Weiter geht es am Mittelmeer entlang Richtung Süden und dann etwas ins Inland. Unweit der Costa del Sol liegt der kleine Ort Frigiliana. Wer einen Urlaub in der Provinz Málaga plant, sollte hier unbedingt einen Besuch einplanen. Am Fuße des Naturparks Sierras de Almijara, Tejeda y Alhama gelegen, gehört das Dorf zu den typischen weißen Dörfern in Andalusien. Viele der weißen Häuser sind mit Blumen dekoriert, die schmalen Gassen laden zum Flanieren ein. Frigiliana wird auch „Dorf der drei Kulturen“ genannt, der Ortskern ist als Kulturgut geschützt. Ein Tipp für einen Ausflug von Frigiliana aus: Nerja mit seinen berühmten Höhlen und den Sandstränden ist nur wenige Kilometer entfernt, sodass Frigiliana den perfekten Ausgangspunkt für einen Urlaub zwischen Natur, Geschichte und Strand bietet.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Pedraza – Segovia

Ein Bild vor Corona: Pedraza ist eins der schönsten Dörfer Spaniens mit einem der schönsten Dorfplätze.

Nach dem Ausflug ans Mittelmeer geht es zurück ins Landesinnere – und zurück ins Mittelalter. Pedraza in der Provinz Segovia ist noch heute komplett von der Stadtmauer umgeben, nur durch ein einziges Tor gelangen Besucher in den Ortskern. Einen ersten Stopp in einem der zehn schönsten Dörfer in Spanien sollten Besucher auf dem Dorfplatz, der Plaza Mayor, einlegen. Umzingelt von historischen Palästen und den großen Dorfvillen aus dem 16. Und 17. Jahrhundert bietet der Dorfplatz im Sommer eine ganz besondere Kulisse: Bei der „Noche de las Velas“ wird der mittelalterliche Platz an den ersten beiden Juli-Wochenenden von tausenden Kerzen beleuchtet - ein Tipp für Spanien-Urlauber. Dann finden normalerweise auch Konzerte auf dem Platz statt, dieses Jahr sind sie wegen Corona allerdings abgesagt worden. Eine weitere beliebte Sehenswürdigkeit von Pedraza ist die Burg am Rand des Ortes.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Sos del Rey Católico – Zaragoza

Sos del Rey Católico zählt zu den schönsten Dörfern in Spanien - und zu denen mit den ungewöhnlichsten Namen.

Sos del Rey Católico zählt nicht nur zu den zehn schönsten Dörfern in Spanien, sondern sicherlich auch zu denen mit den ungewöhnlichsten Namen. Dieser geht zurück auf die Geburt von König Fernando El Católico in dem Ort am 10. März 1452. Das Dorf erhebt sich auf einem Felsen, die engen Gassen laden zu einem Spaziergang durch den mittelalterlichen Ortskern ein. Einst drehte der berühmte spanische Regisseur Luis García Berlanga in dem Dorf den Film „La Vaquilla“ (The Heifer) über den Spanischen Bürgerkrieg. Heute gehören neben den Drehorten der Dorfplatz und das einstige Juden-Viertel, heute „Barrio Alto“, zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten. Auch Naturfreunde kommen in Sos del Rey Católico auf ihre Kosten: Unweit der Pyrenäen und der Sierra de Leyre ist das Dorf der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen oder Fahrradtouren.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Altea – Alicante

Die Altstadt von Altea hat trotz des Tourismus noch etwas von ihrem ursprünglichen Flair behalten. Altea gehört zu den schönsten „Dörfern“ in Spanien.

Zweifellos auf die Liste der zehn schönsten Dörfer in Spanien gehört Altea an der Costa Blanca. Die berühmte Altstadt mit ihrem Kirchplatz, auf dem in den Oster- und Sommerferien stets einer der schönsten Kunsthandwerksmärkte Spaniens veranstaltet wird, zieht seit den 50er Jahren Künstler aus ganz Europa an. Auch der deutsche Maler und Grafiker Eberhard Schlotter ließ sich einst in Altea nieder, und bis heute hat es Altea im Gegensatz zu vielen anderen Orten an der Costa Blanca geschafft, seinen ursprünglichen Charme zu bewahren. Eigentlich ist Altea heute zwar eine Kleinstadt, aber einst war es ein typisches Fischerdorf. Neben der Altstadt ziehen die Strände und Buchten Urlauber an, wer lange Sandstrände sucht, wird aber enttäuscht sein: Altea ist berühmt für seine runden Kieselsteine an den Stränden, die cantos rodados. Ein Tipp für künftige Sommer-Urlaube: Im August zieht das Feuerwerk Castell de l’Olla normalerweise Zehntausende Besucher in die gleichnamige Bucht. Diesen Sommer wurde das Spektakel wegen Corona aber abgesagt.

Die zehn schönsten Dörfer und Orte in Spanien: Cudillero – Asturien

Cudillero ist fast zu idyllisch, um wahr zu sein. Das Dorf in Asturien gehört zu den zehn schönsten in Spanien.

Hübscher geht es kaum noch: Bunt angestrichene Fischerhäuschen, die sich über dem Meer aufzustapeln scheinen bietet Cudillero hoch oben im Norden von Spanien, in Asturien. Die enge Verbundenheit zur Fischerei ist in dem Ort allgegenwärtig, und wer in der Umgebung keinen frischen Fisch probiert, gehört eigentlich bestraft. Ein Tipp für Urlauber: Rund um eines der schönsten Dörfer in Spanien gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, von denen aus das idyllische Dorf fotografiert werden kann – quasi als selbstgemachte Postkarte. Wer in Cudillero Urlaub macht, sollte einen Besuch am Silencio-Strand einplanen – die Playa gilt als schönster Strand am kantabrischen Meer.

Wer in unserer Liste nicht fündig geworden ist, kann sich auch beim Verein der schönsten Dörfer von Spanien umschauen. Dort stellen sich Dörfer und Kleinstädte quer durch das Land vor, es gibt Informationen zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und Veranstaltungen. Aus der Provinz Alicante hat es zum Beispiel das beliebte Ausflugsziel Guadalest etwas im Hinterland geschafft, in die Liste aufgenommen zu werden.

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